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OLED-Fernseher: Die 3 besten TVs im Check

Wer hohe Ansprüche an seinen Fernseher hat, greift zu einem OLED-TV. Hohe Auflösung, starke Kontraste und leuchtende Farben – ein OLED-Display lässt nichts zu wünschen übrig. Die selbstleuchtenden Dioden holen alles aus den modernen Bildschirmen raus. Wir stellen dir unsere Favoriten vor und verraten, worauf du beim Kauf achten solltest.

LED Fernseher
Ein OLED-Fernseher bringt gestochen scharfe Bilder in dein Wohnzimmer. Foto: iStock / Customdesigner
Inhalt
  1. OLED-Fernseher: Das Wichtigste in Kürze
  2. OLED-TV: Unsere Favoriten
  3. Was bedeutet OLED?
  4. Die Vorteile von OLED-TVs
  5. Die Nachteile
  6. OLED vs. QLED: Das ist der Unterschied
  7. Welche Lebensdauer haben OLED-TVs?
  8. Welcher OLED-Fernseher lohnt sich für dich?
 

OLED-Fernseher: Das Wichtigste in Kürze

  • OLED-TVs verwenden Dioden auf Kohlenstoffbasis, die von selbst leuchten und einzeln steuerbar sind.
  • Daher ist keine Hintergrundbeleuchtung notwendig – die OLED-Bildschirme sind enorm dünn.
  • Ohne Hintergrundbeleuchtung werden realistische Schwarztöne erreicht.
  • Alle OLED-TVs verfügen über smarte Features und Internetkonnektivität.
  • Beliebte Anbieter von OLED-TVs sind LG, Samsung, Philips, Panasonic und Sony.
 

OLED-TV: Unsere Favoriten

OLED-Fernseher sind dabei, den Markt zu erobern. Im Vergleich zu herkömmlichen Plasma-TVs oder Flüssigkristallfernsehern sind OLEDs zwar teurer, dafür liefern sie aber auch bessere Bilder. Besonders in Sachen Kontrasttiefe, Farbvolumen und Schwarztönen sind OLEDs quasi konkurrenzlos. Wenn du dein Heimkino upgraden willst und auch in den Genuss gestochen scharfer 4K-Bilder kommen möchtest, sind die folgenden OLED-Fernseher sicherlich interessant für dich.

TV-Perfektion mit dem OLED-TV-Testsieger LG OLED C17LB

Den Spitzenplatz in unserem Check verdient der OLED C17LB von LG. Der südkoreanische Hersteller ist für seine Top-OLED-Modelle bekannt. Auch der C17LB bekam in Praxistests gute Noten. Von Stiftung Warentest gab es insgesamt eine 1,7 ("gut"). In puncto Bild, Ton und Vielseitigkeit schnitt der OLED-Fernseher sogar mit "sehr gut" ab.

● 4K-UHD OLED-TV mit 48, 55, 65, 77 oder 83 Zoll Bilddiagonale
● Mit Twin Triple Tuner
● KI-unterstützte Bild- und Audiooptimierung
● Unterstützt Google Assistant, Amazon Alexa und Apple AirPlay 2
● HDMI-, USB-, LAN-, Bluetooth-Verbindung möglich

Ein Sensor passt die Helligkeit und die Kontraste des Bildes automatisch an das Umgebungslicht an. Der Game-Optimizer ermöglicht individuelle Einstellungen in puncto Bild und Sound, sodass auch Gamer ganz auf ihre Kosten kommen. Ein User fasst zusammen: "Alles in allem ist der TV klasse, auch fürs Gaming mit der PS5, oder zum BLURAY schauen passend und gut. Ich kann den TV wärmstens empfehlen. Ein echtes Natur- und Allround-Talent!"

Mit Alexa-Sprachbedienung: Grundig OLED in der Fire-TV-Edition

Dieser OLED-Fernseher von Grundig mit 65 Zoll Bildschirmdiagonale ist der weltweit erste Smart-TV in einer Fire-TV-Edition mit integrierter Sprachsteuerung durch Alexa. So kannst du Alexa ganz ohne Fernbedienung bitten, den Fernseher anzuschalten, die Lautstärke zu verstellen oder die Wiedergabe steuern – ganz gleich, wo du dich im Raum befindest. Mit dabei sind viele Alexa-Skills und Fire-TV-Apps wie Netflix oder Amazon Prime Video.

  • 4K-Ultra-HD-OLED-TV mit 65-Zoll Bildschirmdiagonale
  • Integrierte Sprachsteuerung via Alexa
  • Smart-TV unterstützt Apps wie Netflix, Amazon Video, YouTube, und Maxdome
  • Bild- und Tonoptimierung mit Dolby Vision und Dolby Atmos
  • HDMI-, Ethernet-, WLAN-, USB- und Bluetooth-Verbindung möglich

Dieser Bedienungs-Komfort spiegelt sich allerdings im Preis wider: Mit über 2.000 Euro ist der Grundig-TV eine kleine Investition. Dafür überzeugen der 65-Zoll-OLED-Bildschirm und 4K-Ultra-HD-Auflösung auf ganzer Linie und sorgen für eine echte Heimkino-Atmosphäre. Auch die Amazon-Käufer sind zufrieden: Über 3.700 Nutzer bewerten den TV mit durchschnittlich 4,1 von fünf Sternen.

Heimkino im Kleinformat mit Philips 48OLED935/12

Auch Philips drängt auf den OLED-Markt und bietet dir hochwertige Geräte für dein Heimkino. Für einen großformatigen Heimkino-Fernseher brauchst du allerdings auch ganz schön viel Platz. Philips hat mit dem OLED935/12 in 48 Zoll ein Modell, das das Kino-Flair in kleine Räume bringt. Für das ganz besondere Erlebnis sorgt das für Philips-typische "Ambilight". Auf der Rückseite des OLED-Fernsehers sind LEDs angebracht, die die primären Bildschirmfarben an die Wand projizieren. Das sorgt für eine eindringliche Fernseherfahrung und vergrößert die Bildschirmfläche optisch.

  • 4K-UHD-OLED mit 48 Zoll Bildschirmdiagonale
  • Dreiseitiges Ambilight für ein immersives Fernsehvergnügen
  • Smart-TV mit Android-Betriebssystem, unterstützt Apps wie Netflix, Amazon Video, Maxdome oder YouTube
  • Unterstützt Google Assistant und Amazon Alexa

Das 2020/2021er-Modell erhielt im Praxistest von Stiftung Warentest die Note 2,0 ("gut"). Bild, Ton und Features leisten überzeugende Arbeit. Auch Fachmagazin Computerbild lobt die "hervorragende Bildqualität" und den "sehr feinen Klang". Lediglich die Bedienung wird in den Test als etwas umständlich wahrgenommen. Wer sich erstmal reinfuchst, kann aber mit individuellen Einstellungen das Beste aus dem Fernseher herausholen.

 

Was bedeutet OLED?

Die Abkürzung OLED steht für "organische lichtemittierende Dioden". Dabei werden auf Kohlenstoff basierende Dioden in dünnschichtiger Produktionsweise als selbstleuchtende Bildpunkte im Fernseher eingesetzt. Wo herkömmliche Flüssigkristallfernseher ein Bild produzieren, indem eine Hintergrundbeleuchtungsschicht farbige Pixel bestrahlt, leuchten OLEDs von sich aus. Das hat den Vorteil, dass OLED-Fernseher zur Bildherstellung keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Die Fernseher können daher wesentlich schmaler hergestellt werden und sind so oft nur wenige Millimeter dünn.

Die Bildherstellung ohne Hintergrundbeleuchtung hat besonders auf die Kontrasttiefe der Bilder sehr positive Auswirkungen. Schwarz kann deshalb so realistisch auf OLED-Fernsehern dargestellt werden, da die entsprechenden Bildpunkte überhaupt kein Licht abgeben. Auf herkömmlichen Flüssigkristallbildschirmen scheint auch bei Schwarzdarstellung immer etwas Licht der Hintergrundbeleuchtung durch. Erst mit der OLED-Technologie ist die realistische und authentische Darstellung von Schwarz möglich. 

 

Die Vorteile von OLED-TVs

Durch die hohen Kontraste, das größere Farbvolumen und die tieferen Schwarzwerte leuchten die Farben besonders kräftig und brillant. Vor allem bei HDR-Formaten spielen OLED-Displays ihre Vorteile aus. HDR (High Dynamic Range) sind besonders kontrastreich produzierte Bilder, die insgesamt knackigere und detailreichere Farbverläufe aufweisen und selbst große Helligkeitsunterschiede natürlich darstellen. Die meisten Premium-Geräte unterstützen diese Technik und können in HDR produzierte Filme wiedergeben.

Zudem lassen sich mit der OLED-Technologie extrem dünne Fernseher herstellen. Dadurch ist ein OLED-TV besonders schlank, theoretisch wären sogar biegsame Bildschirme möglich. Auch im Betrachtungswinkel punktet die OLED-Technik: Selbst aus weiten Blickwinkeln bleibt das Bild klar und deutlich.

 

Die Nachteile

Wie bei allen neuen Technologien gibt es aber auch Nachteile. Ein OLED-TV verbraucht mehr Strom als ein LCD-Fernseher. Außerdem ist ein OLED-TV weniger hell, was tagsüber in sonnendurchfluteten Zimmern ein Nachteil sein kann. Noch bessere Helligkeiten bieten da beispielsweise QLED-TVs.

Gefürchtet, aber praktisch weniger relevant ist das sogenannte Einbrennen. Dabei handelt es sich um dauerhafte Schattenbilder auf dem Display, die durch das Einbrennen von Standbildern entstehen können. Im normalen TV-Gebrauch, also ohne stundenlange Standbilder, ist dieses Phänomen aber eher unwahrscheinlich. Einige Hersteller haben in ihre Geräte zudem Techniken integriert, mit denen sich zum Beispiel statische Senderlogos optisch abschwächen lassen. 

 

OLED vs. QLED: Das ist der Unterschied

QLED-Fernseher sind um sogenannte "Quantum Dots" erweiterte LCD-Fernseher vom Hersteller Samsung. Durch die Quantum Dots zeigt der Fernseher mehr Farben, gibt hellere Bilder wieder und verdunkelt die schwarzen Bereiche. Wer einen QLED-TV kauft, bekommt also besonders kontrastreiche LED-Fernseher mit einem größeren Farbspektrum. 

In OLED-TVs wird das Bild dagegen über Millionen organischer Leuchtdioden wiedergegeben, der Fernseher benötigt also keinerlei Hintergrundbeleuchtung.

Die QLED-Technologie ist vor allem stark bei hellen Szenen, OLED dagegen bei der Schwarzwiedergabe – bei der Kaufentscheidung spielen also der Stellplatz des Fernsehers und die Umgebungshelligkeit eine entscheidende Rolle, beide Technologien bieten in der Regel aber eine hervorragende Farbwiedergabe. 

 

Welche Lebensdauer haben OLED-TVs?

Ein weiterer Nachteil der OLED-Technologie – und damit vor allem von OLED-TVs – ist deren vergleichsweise geringe Lebensdauer. Die organischen LEDs verschleißen früher und sind besonders anfällig für Feuchtigkeitsschäden. Das klingt jetzt aber dramatischer als es in Wirklichkeit ist – denn laut Hersteller soll die Lebensdauer mindestens 20.000 bis 30.000 Stunden betragen. Das wären bei drei Stunden Betrieb pro Tag immerhin noch etwa 18 Jahre Lebensdauer. 

 

Welcher OLED-Fernseher lohnt sich für dich?

Für Heimkino-Enthusiasten mit einem großen Wohnzimmer bieten sich selbstverständlich großformatige OLED-TVs mit 65 Zoll an. Die Modelle von LG oder Grundig sind hier zu empfehlen. Der Grundig-Fernseher ist dank Alexa-Sprachsteuerung die ideale Ergänzung, falls du schon ein Alexa-basiertes Smart-Home-System hast. Der C17LB von LG erreicht top Werte bei Bild- und Klangqualität und wartet zusätzlich mit guten Features für Gamer auf. Das Ambilight von Philips ist ideal, wenn du deine Filme und Serien mit besonderem Flair genießen willst. Welcher OLED-TV sich letztendlich wirklich für dich lohnt, hängt also ganz maßgeblich von deinen Fernsehgewohnheiten und Ansprüchen an die Bildqualität ab. 

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