In einer Matrix gefangen

Willkommen in den Backrooms: Horrorfilm zu der Internet-Creepypasta in Planung – Hitstudio übernimmt Produktion

Es gibt kaum etwas Gruseligeres als die sogenannten Backrooms. Passend dazu kommt ein Horrorfilm über die Backrooms – mit echter Star-Power.

Man sieht Britt Lower (links) als Helly und Adam Scott als Mark aus der Serie Severance in einem Flur der LUMOS-Firma aus der Serie stehen. Diese ähneln, die in dem Artikel beschriebenen Backrooms sehr.
Von dem Horrorkonzept inspiriert: Die Serie „Severance" ist voller Gänge, die an die „Backrooms" erinnern. Foto: Apple TV+

Man stelle sich einen ganz normalen Raum vor, aber so normal, dass dieser schon wieder schaurig anmutet: So in etwa fühlt sich ein sogenannter „Backroom“ an. Und sobald etwas gruselig ist, wird es von Hollywood verfilmt, weil sich Horrorfilme billig produzieren lassen und im Verhältnis zum Budget viel einspielen. Kein Wunder, dass das Studio „A24“ nun einen Film über die Backrooms in Produktion hat, und zwar mit einem Oscar-nominierten Schauspieler und einer Königin des Arthouse-Kinos.

Doch wer sind diese Stars, wann soll der Film erscheinen und was ist eigentlich die Faszination hinter den Backrooms?

Was sind die Backrooms? Internetphänomen erklärt!

Saß man früher noch am Lagerfeuer und hat sich Gruselgeschichten erzählt, werden diese mittlerweile im Internet breitgetreten. Sogenannte „Urban Legends“ (in etwa „Lokallegenden") und „creepypastas“, also Gruselgeschichten, die im Internet über die Kopierfunktion weitergereicht werden, haben meist ein Ziel: Dem Leser oder der Leserin Angst und Schrecken einzujagen.

Eine dieser „creepypastas“, die sich auf der Website „4chan“ finden lässt, sind die Backrooms (oder auch Hinterzimmer). Ein Nutzer fragte auf „4chan“ nach „beunruhigenden Bildern“. Prompt wurde unter anderem ein Bild von einem Raum mit gelb-vergilbten Tapeten und hellen Leuchtröhren gepostet, das beim Anschauen tatsächlich Unmut auslöst. Das Bild reizte Nutzer und Nutzerinnen auf „4chan“ gruselige Geschichten rund um das Bild zu spinnen. Unter anderem eine, in der behauptet wird, dass man in diese „Backrooms“ gerät, wenn man aus der Realität „glitcht“.

Also kurzgefasst: Das Internet versteht unter „Backrooms“ meist menschenleere, unendliche Labyrinthe, die in einer Paralleldimension existieren und erreicht werden können, indem man in sie hinein „glitcht“.

Inspirationsquelle: Jungtalent soll die „Backrooms“ verfilmen

2022 nahm sich der damals 16-jährige Kane Parsons dem Konzept der Backrooms an und machte daraus ein Found-Footage-Horrorkurzfilm. In diesem sieht man einen jungen Kameramann, der versehentlich die Backrooms betritt und dort vor allerlei gruseligen Entitäten und Monstern fliehen muss. Die Geschichte des Kurzfilms war in den 90ern angesiedelt.

Die Geschichte des Langfilms könnte nun auch in den 90ern spielen und sowohl vor als auch hinter der Kamera findet man ein interessantes Kreativteam. Mit Kane Parsons kehrt der Macher der Original-Backroom-Kurzfilme zurück und führt die Regie – im zarten Alter von 19 Jahren. Als Studio fungiert Indie-Hitschmiede „A24“, die Kinogänger Jahr auf Jahr mit neuen kreativen Projekten begeistern. Einer ihrer letzten Horrorfilme war unter anderem „Heretic“ (2024) mit Hugh Grant. Zwei der beteiligten Produzenten am Film sind „Deadpool and Wolverine“-Regisseur Shawn Levy und der moderne Horrorvater James Wan („Saw“, 2004). Aber wen kann man vor der Kamera bewundern?

Star-Power: Diese Schauspieler könnten bald durch die Backrooms irren

Wie Branchenmagazin „Deadline“ berichtete, finden derzeitig finden Gespräche mit zwei Schauspielern statt, die möglicherweise Rollen in dem Film übernehmen könnten. Zuerst wäre da „How I Met Your Mother“- und „The Penguin“-Star Cristin Milioti. Bei dieser wurde aber nun bekannt gegeben, dass sie nicht die Hauptrolle in dem Film spielen wird. Stattdessen hat man Renate Reinsve gecasted, die Arthouse-Aficionados wahrscheinlich aus Joachim Triers „The Worst Person in the World“ (2022) kennen sollten.

Als männlicher Part wird Chiwetel Ejiofor zu sehen sein, welchen man aus Filmen wie „12 Years a Slave“ (2012) oder „Venom: The Last Dance“ (2024) kennt.

Doch auch die Nebenrollen nehmen langsam Form an: Mark Duplass, der bereits für die Horrormeisterwerke „Creep“ und „Creep 2“ bekannt ist, wird man ebenfalls vor der Kamera sehen können. Duplass schließen sich Finn Bennett („True Detective“) und Lukita Maxwell („Shrinking“) an. Der Letzte im Bunde ist der 33-jährige Kanadier Avan Jogia, welchen jüngere Leser als Beck aus der Nickeledeon Sitcom „Victorious“ (2010-2013) kennen sollten.

„The Backrooms“: Wann kommt der Horrorfilm in die Kinos?

An dem Projekt wird zwar sichtlich gearbeitet, aber es befindet sich noch in einer sehr frühen Phase der Produktion. Das grüne Licht wurde erst Mitte Juni gegeben. Erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass der Film nicht vor 2026 oder 2027 erscheinen wird – aber wenn man bedenkt, dass Horrorfilme meist sehr schnell abgedreht sind, kann es sein, dass der Film noch 2026, also schon nächstes Jahr, erscheint.

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