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"Metroid Dread" Test: Auf dieses Spiel haben wir lange gewartet! | Nintendo Switch

Über 19 Jahre mussten wir auf ein neues 2D-Abenteuer mit Samus Aran warten. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass "Metroid Dread" tatsächlich das erhoffte Spiele-Highlight geworden ist. Warum? Das verraten wir in unserem Test!

Samus Aran aus Metroid Dread
Metroid Dread ist tatsächlich das erhoffte Switch-Highlight geworden. Warum? Das lest ihr in unserem Test! Foto: Nintendo of Europe/PR

Verdammt nochmal! Tief durchatmen. Neuer Versuch. Wenn man nach fünf erfolglosen Boss-Runs plötzlich doch vom Handheld- auf den Docked-Modus der Nintendo Switch wechseln muss, weil einem der „Metroid Dread“-Boss komplett zu Verzweiflung bringt und die Handgelenke anfangen zu schmerzen, dann ist das nicht etwa ein fataler Designfehler, sondern ein Zeichen dafür, dass Entwicklerstudio MercurySteam mit "Metroid Dread" verdammt viel richtig gemacht haben. 19 Jahre nach dem letzten 2D-Metroid-Spiel namens „Metroid Fusion“ servieren uns die spanischen Entwickler einen absolut packenden Actionkracher auf der Switch, der von seiner grandiosen Präsentation, den großartigen Metroidvania-Momenten und seinem fordernden Gameplay lebt.

Zwar versteht sich Metroid Dread als Fortsetzung von Metroid Fusion, das 2002 noch auf dem Game Boy Advance erschienen ist, doch die Geschichte von Metroid Dread ist auch ohne jegliches Vorwissen verständlich und schnell erzählt: Denn der berühmt-berüchtigte X-Parasit wurde von unserer Protagonistin Samus Aran bereits einmal ausgelöscht. Doch auf dem Planeten ZDR sind plötzlich Spuren des gefährlichen Parasiten aufgetaucht. Eigentlich sollten sich die mächtigen E.M.M.I-Roboter der Sache annehmen und den Fall vor Ort abklären: Doch nach ihrer Ankunft auf ZDR fehlt von ihnen jegliche Spuren. So liegt es einmal mehr an der wohl berühmtesten Kopfgeldjägerin der Galaxie herauszufinden, was auf ZDR passiert ist. Blöderweise trifft Samus bei ihrer Ankunft auf einen mächtigen Krieger, der ihr kurzerhand fast alle Fähigkeiten "klaut" und sie hilflos auf dem fernen Planeten ausgeliefert lässt. Doch auch davon lässt sich die Weltraumheldin nicht beeindrucken…

Metroid Dread: Zeitloses Gameplay | Fantastische Präsentation

szene aus metroid dread samus aran kämpft gegen monster
Samus gegen einen der gewaltigen Bossgegner Foto: Nintendo of Europe/PR

Immer wieder wird die Geschichte von Metroid Dread mit stylischen kurzen Zwischensequenzen unterbrochen, die euch auch wichtige Tipps liefern, wie z.B. bei den herausfordernden Bosskämpfen, wie ihr euer Gegenüber am besten „verwunden“ könnt. Ansonsten hält sich Metroid Dread mit ausschweifenden Dialogen, Erklärungen und Hintergrundinfos vornehmlich zurück und konzentriert sich voll darauf, was die Reihe seit Jahrzehnten ausgezeichnet hat: der Action!

>>Hier findest du die Standard-Edition von Metroid Dread für Switch<< strong=""/>

Hier liefert Metroid Dread nämlich so richtig ab und serviert uns eines der wohl anspruchsvollsten und besten Actionspiele des Jahres ab. Bevor wir über das Gameplay sprechen, müssen wir kurz zur Präsentation des Spiels schweifen, da die für den Gesamteindruck des Spiels eine der treibenden Kräfte ist. Im Vorfeld des Spiele-Releases gab es durchaus kritische Stimmen, die die Grafik und den Stil des Spiels als rau, leer und karg bezeichnet haben. Tatsächlich hinterlässt das finale Spiel eher einen gegenteiligen Eindruck: "Metroid Dread" lebt nicht nur von der großartig-designten Spielwelt, sondern von den fantastischen Animationen seiner Titelheldin und der größtenteils blitzsauberen Präsentation mit 60 Bildern pro Sekunde – sowohl im Docked- als auch im Handheld-Modus. Kurioserweise läuft das Spiel bei uns im Test im Handheld-Modus noch einen Tick besser und flüssiger in 720p-Auflösung und macht auf der gerade erst erschienen Nintendo Switch OLED einen hervorragenden Eindruck mit einer brillanten Farb-, Licht- und Schattenwiedergabe sowie dem generell knackscharfen und plastischen OLED-Bild.

Gameplaytechnisch baut "Metroid Dread" einen cleveren Upgradeloop auf, der vor allem darauf baut, dass Samus zu Beginn fast alle Fähigkeiten verloren hat und im Verlauf des Spiels eine Fähigkeit nach der anderen zurückerlangt, um damit auch neue Areale auf der komplexen und riesigen Karte freischalten zu können. Ähnlich verfahren natürlich auch andere Metroidvanias wie bspw. "Ori and the Will of the Whisps", doch tatsächlich gelingt es Mercury Steam hier wirklich einen süchtigmachenden Gameplay-Sog zu kreieren, der einen nur schwer loslässt. Haben wir bspw. die Fähigkeit gefunden in "Hitze"-Gebiete vorzudringen, sind wir natürlich auch sofort motiviert die Gebiete abzusuchen, die wir vorher noch auslassen mussten. Die zusätzlichen Fähigkeiten schalten jedoch nicht nur neue Bereiche der Map frei, sondern erweitern natürlich auch das Arsenal der Fähigkeiten, die Samus nutzen kann, um sich gegen zahlreiche Widersacher zur Wehr zu setzen. Tatsächlich steigt mit fortschreitender Spieldauer auch die Komplexität des Repertoires, das Samus zur Verfügung steht.

Metroid Dread: Knackiger Schwierigkeitsgrad | Metroidvania durch und durch

Nintendo Metroid Dread Gameplay
Spannende Areale, abwechslungsreiches Gameplay! Foto: Nintendo

Während ihr gegen die normalen Widersacher keine großen Probleme haben solltet, stellen euch die E.M.M.Is und vor allem die Bosse vor größere Herausforderungen. Von ersteren, also den korrumpierten Robotern müsst ihr quasi in einer Art Chase-Sequenz in bestimmten Gebieten fliehen bzw. ihnen aus dem Weg gehen, wie bspw. auch vor Nemesis oder Mr. X in der „Resident Evil“-Reihe, um sie dann später mit einer Spezialwaffe ins Jenseits jagen zu können. Die Aufeinandertreffen mit den beweglichen Robotern sind oft zufällig und deshalb manchmal etwas frustrierend, aber nie unfair. Lediglich das Handling der Energiewaffe, mit der ihr die E.M.M.I.-Roboter tatsächlich besiegen könnt, war dann doch teilweise arg umständlich bzw. hat nicht so reagiert, wie sie sollte.

Die Bossgegner erfordern hingegen keine besonderen Schleichfähigkeiten von euch, sondern vor allem präzises Timing und jede Menge Raketen und Plasmakugeln. Denn teilweise arten die mehrstufigen Kämpfe in minutenlange Geduldsschlachten aus, die von euch einen kühlen Kopf und gute Mustererkennung erfordern, aber im Grunde nie komplett unfair oder unlogisch sind. Trotzdem war es teilweise schon grenzwertig, wie viel die Bosse teilweise einstecken können, bis sie irgendwann endlich in einer schicken Zwischensequenz ihr Zeitliches segnen.

Wo Metroid draufsteht, ist übrigens auch Metroid drin: Die Mutter aller Metroidvania lässt euch mittels einer Item-Prozentanzeige nicht nur wissen, wo ihr möglicherweise noch etwas genauer hinschauen müsst, sondern lässt euch die Spielwelt dank einer guten Map erkunden. Nach einem besiegten Boss bzw. einem neuen Fähigkeiten-Pickup war trotzdem nicht immer ganz klar, wohin wir als Nächstes steuern sollten: Das macht "Ori" bspw. mit den übergreifenden Missionsmarkern etwas zugänglicher. Doch insgesamt macht es schon verdammt viel Spaß sich durch die Spielwelt zu manövrieren, die nur mit gelegentlichen Trial&Error-Passagen frustet: Bspw. haben wir einmal fast eine Stunde lang quer alles abgesucht, um schließlich eine gut versteckte Mauer zu finden, die sich von außen "kaputtschießen" lässt. Trotzdem ändern selbst diese kleinen Schwächen nichts daran, dass Metroid Dread über ein hervorragendes Map-Design verfügt, das immer wieder überrascht und Neues bietet.

Fazit zu Metroid Dread auf Nintendo Switch

Metroid Dread EMMI Fight
Auf der Flucht vor den brutal-effektiven E.M.M.I.-Robotern! Foto: Nintendo

Der aktuelle Userscore von 9.2 von 10 möglichen Punkten bei Metacritic.com spricht Bände: Auf eine solch grandiose Rückkehr von Samus Aran haben Fans wirklich sehr lange gewartet. Im Vorfeld gab es durchaus Zweifel daran, ob das spanische Entwicklerstudio Mercury Steam der großen Aufgabe gewachsen sein könnte, ein brandneuen 2D-Metroid-Spiel abzuliefern, das der hohen Qualität der Vorgänger ebenbürtig sein würde. Doch tatsächlich ist "Metroid Dread" das erhoffte Action-Highlight geworden, dass fantastisches Art-Design mit dem knackigen Schwierigkeitsgrad, einer brillanten Spielewelt sowie dem typischen Metroidvania-Gameplay-Loop koppelt. Wir konnten uns jedenfalls kaum satt sehen bzw. satt spielen am neuen "Metroid"-Spiel. Mit seinem zeitlosen Game-Design ist „Metroid Dread“ jedoch nicht nur für alle Samus-Fans ein Muss, sondern auch für alle Nintendo Switch-Besitzer*innen, die sich einem herausfordernden Action-Ausnahmespiel stellen wollen.

"Metroid Dread" ist seit dem 08. Oktober exklusiv für Nintendo Switch erhältlich. Einen Gameplay-Overview-Trailer seht ihr hier:

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