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Kena: Bridge of Spirits | So gut ist das neue PS5-Abenteuer

Mit „Kena: Bridge of Spirits“ bringen die Entwickler vom Ember Lab ihr erstes Spiel auf den Markt – und legen eines der sympathischsten Abenteuer des Jahres vor.

Kena: Bridge of Spirits | So gut ist das neue PS5-Abenteuer
In "Kena: Bridge of Spirits" helfen euch knuffige Waldgeister Foto: Ember Lab
Inhalt
  1. „Kena: Bridge of Spirits“ | Die Story und die Welt
  2. „Kena: Bridge of Spirits“ | Gameplay: Erkundung
  3. „Kena: Bridge of Spirits“ | Gameplay: Der Kampf
  4. „Kena: Bridge of Spirits“ | Fazit

Vor fünf Jahren machte Ember Lab, die bisher vor allem in der Werbebranche tätig waren, mit einem Fan-Film zum Zelda-Klassiker „Majoras Mask“ auf sich aufmerksam. Bis heute hat der fünf-minütige Clip über 11 Millionen Aufrufe generiert, was natürlich an der Strahlkraft des Franchises liegt, aber auch an der technischen Brillianz des Kurzfilms. Nun bringt Ember Lab mit „Kena: Bridge of Spirits“ ihr erstes eigenes Spiel auf den Markt. Ob das ebenfalls überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

 

„Kena: Bridge of Spirits“ | Die Story und die Welt

Kena ist eine Geisterführerin. Wenn die Seelen von Verstorbenen keine Ruhe finden und in das Jenseits weiterziehen, vergiften sie das Reich der lebenden mit ihren negativen Gefühlen. Dies manifestiert sich in Form von Monstern. Kenas Aufgabe ist es, diese Monster zu bekämpfen, den Geistern Frieden zu bringen und so die Balance zwischen den Lebenden und den Toten wieder herzustellen.

Viel mehr muss man über die Grundprämisse nicht wissen, um mit Kena seinen Spaß zu haben. Und allzu viel mehr erfährt man über die Hauptfigur leider auch nicht. Das ist zum Glück nicht nötig, denn „Bridge of Spirits“ erzählt sich vor allem über die Nebenfiguren und deren Geschichten. Die sind vielleicht nicht besonders kreativ, aber halten die Spielenden immer lange genug bei der Stange, um nicht zu langweilen.

Foto: Ember Lab

Das liegt auch an der fantastischen Spielwelt. Das Fantasy-Reich, voll von Wäldern und Bergen, ist eines der großen Highlights in „Kena“. Hier kommt die große Stärke von Ember Labs durch, denn optisch ist das Spiel eine absolute Wucht. Von den üppigen Seen über Lampions, die im Wind baumeln bis hin zu den Pixar-esquen Figuren ist hier alles auf höchstem technischen Niveau. Dazu gehört auch der fantastische Soundtrack, der jede Situation passend untermalt und auch mal leise ist, um bestimmte Szenen oder die melancholische Welt wirken zu lassen.

 

„Kena: Bridge of Spirits“ | Gameplay: Erkundung

Spielerisch orientiert sich das Spiel an klassischen 3D-Action-Adventures, wie eben die „Legend of Zelda“-Spiele oder der Kult-Titel „Okami“. Ein verlassenes Dorf bildet das Zentrum eurer Reise, von dem aus ihr in andere Gebiete vorstößt. Das ist aber nur möglich, wenn ihr vorher bestimmte Fähigkeiten erlernt habt, die ihr in dem Gebiet vorher beigebracht bekommen habt. So hat „Kena“ zwar eigentlich eine Open World, spielt sich insgesamt aber recht linear.

Bei ihrer Reise bekommt die Geisterführerin Unterstützung von den sogenannten „Rott“, kleine Waldgeister, von denen ihr auf eurer Reise eine Menge finden könnt. Die putzigen Wesen helfen euch, indem sie die Fäulnis der Geister vertreiben können, Schalter umlegen oder Statuen wieder aufrichten. Als Belohnung für die genaue Erkundung der Spielwelt gibt es meist Karma-Punkte, die ihr zum Freischalten neuer Fähigkeiten braucht, oder Geld, welches ihr aber nur für neue Kopfbedeckung für eure kleinen Begleiter ausgeben könnt. So ist das rumlaufen in der Welt immer zweigeteilt: Zum einen macht es Spaß, mit Kena durch die Gegend zu streifen und nach Geheimnissen zu suchen. Wenn dann allerdings mal wieder nichts brauchbares außer kosmetische Gegenstände bei herum kommt, verfliegt die Motivation schnell wieder.

 

„Kena: Bridge of Spirits“ | Gameplay: Der Kampf

Glücklicherweise kann man das Gleiche nicht von den Kämpfen sagen. Zwar hat Kena nicht viele verschiedene Spezialfähigkeiten. Aber zusammen mit den Rott muss sie sich einer Vielzahl an unterschiedlichen Gegner-Typen stellen, die auch auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe taktisches Vorgehen verlangen – wer nur stumpf auf die Monster eindrischt, sieht sehr schnell den Game-Over-Bildschirm.

Foto: Ember Lab

Viel mehr geht es darum, genau abzuwägen, wann ihr ausweichen, parieren und angreifen könnt, ob ihr lieber mit euren Fernkampf-Möglicheiten die gegnerischen Reihen ausdünnt oder euch mit dem Stab ins Getümmel stürzt. Auch Heilungsmöglichkeiten sind in den Gefechten rar gesät und müssen durch eure Rott aktiviert werden.

So entstehen fordernde Gefechte, ganz ohne dass ihr komplexe Tasten-Kombos lernen müsst. Zwar wäre es schön gewesen, hätte Kena noch den einen oder anderen Trick auf Lager, aber dieser Umstand reiht sich nahtlos in das Gesamtbild des Spieles ein.

 

„Kena: Bridge of Spirits“ | Fazit

Denn „Kena: Bridge of Spirits“ scheint sich vor allem an Familien zu richten. Die Geschichte ist nicht komplex und verständlich für jedes Alter, das gleiche kann man vom Gameplay sagen. Mit zehn Stunden ist das Spiel nicht überbordend lang und kann ideal in kleinen Portionen genossen werden. Und während die Kämpfe auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad zwar durchaus etwas Grips erfordern, sollte man die Mechaniken schon ab „Normal“ sehr gut beherrschen, um einen Stich zu sehen.

So entsteht ein Spiel, was zwar fordert, aber nie frustrierend wird. Zusammen mit der atemberaubenden Technik und dem famosen Figuren-Design ist „Kena: Bridge of Spirits“ ein absoluter Pflichttitel in diesem Jahr – dessen Fortsetzung aber ruhig noch ein bisschen mehr Tiefgang verdient hätte.

"Kena: Bridge of Spirits" ist seit dem 21. September für PS5, PS4 und dem PC erhältlich

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