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Gaming

„Final Fantasy 14“: Das waren die größten Herausforderungen bei „Dawntrail“! | Gamescom 2024

„Dawntrail“ hat einige gewichtige Änderungen an dem MMO „Final Fantasy 14“ vorgenommen. Bei der Gamescom sprachen wir mit Naoki Yoshida darüber und über einige seltsame Fan-Reaktionen.

„Final Fantasy 14“: Die ungewöhnliche Geschichte des MMORPGs
Wir trafen den Producer und Director von „Final Fantasy 14“ zum Interview Foto: Square Enix

Im Juli dieses Jahres wurde mit „Dawntrail“ die neueste Erweiterung des beliebten Online-Rollenspiels „Final Fantasy 14“ veröffentlicht. Hierbei verschlägt es die Spieler:innen auf den Kontinent Tural, welcher mit seinen Städten und Dschungel-Umgebungen an ältere Kulturen aus zum Beispiel Südamerika erinnert. Das kommt nicht von ungefähr, wie Produzent und Director Naoki Yoshida uns im Rahmen der Gamescom 2024 erklärte: „Viele Spieler:innen wollen sehen, wie ihre Länder in 'Final Fantasy 14' widergespiegelt werden, natürlich auch aus Mittel- und Südamerika. Wir haben uns hier für die erste Hälfte der Erweiterung inspirieren lassen und versucht, eine respektvolle Hommage an diese Kulturen zu entwerfen. Wenn wir uns aber nur darauf verlassen hätten, gäbe es nur noch wenige Überraschungen. Also wird die Situation in der zweiten Hälfte komplizierter und die Held:innen stehen einer Zivilisation gegenüber, die sie nicht kennen.“

Deswegen gab es jetzt ein Grafik-Update

Ein großer Punkt, der im Vorfeld kommuniziert wurde, war das Grafik-Update. Immerhin wurde an dieser Stellschraube seit dem Relaunch als „A Realm Reborn“ in 2013 nicht mehr gedreht. Der Grund war für Yoshida klar: „Wenn wir das Spiel noch für zehn Jahre weiter laufen lassen, wäre alles 20 Jahre alt. Da denken neue Spieler:innen natürlich, dass alles zu altbacken und billig aussieht. So wollen wir also auch Neulinge für uns gewinnen.“

Die Frage, warum das nun ausgerechnet mit „Dawntrail“ passierte, hat mit der Geschichte zu tun, die das MMO erzählt: „Mit 'Endwalker' endete eine große Saga, was gleichzeitig den Zehn-Jahre-Meilenstein des Spiels markierte. Außerdem werden es auch nicht weniger Assets, die bearbeitet werden müssen, also dachte ich mir, warum nicht jetzt. Wir mussten dabei alles von Version 2.03 bis 7.0 überarbeiten und sicherstellen, dass trotzdem alles glatt läuft. Eine große Herausforderung, aber alle, die involviert waren, sind enorm glücklich über das Ergebnis.“

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Naoki Yoshida über „bizarre“ Vorwürfe

Und auch wenn das allgemeine Fan-Feedback durchaus positiv ausfiel, gab es auch einige Online-Stimmen, die „Dawntrail“ einiges vorwarfen. So sei das Spiel jetzt angeblich „woke“ geworden. In diesem Kontext bedeutet es, dass „Final Fantasy 14“, ein Rollenspiel, in dem man verschiedenste Spezies und unterschiedliche Geschlechter frei wählen kann, sich mit Absicht an Personen aus dem LGBTQ-Kreis anbiedern würde. Es hagelte negative Reviews auf Steam. Dies ging soweit, dass eine Synchronsprecherin auf X (ehemals Twitter) davon berichtete, dass sie mehrere Todesdrohungen erhalten habe und ihre Adresse veröffentlicht wurde. Zu diesem Thema sprach Yoshida auch für das gesamte Entwicklungsteam: „Es ist einfach bizarr, dass dieser Punkt jetzt von Leuten ausgegraben wird. Das Konzept unseres Spiels ist es, dass jeder Typus von Spieler:in es genießen kann, unabhängig der eigenen Ideologie oder den eigenen Werten. Seit 2.0 gibt es die Zeremonie des ewigen Bundes, in welcher Spieler:innen unabhängig von der Spezies und des Geschlechtes ihrer Zuneigung zueinander ausdrücken können. Das ist seit zehn Jahren im Spiel. In 'Shadowbringers' ging es darum, dass die Figuren lernen müssen, einander zu verstehen. Es hat sich nichts an unserem Ansatz geändert. Im Gaming-Bereich und genrell in der Entertainment-Industrie darf jede Person eine Meinung äußern. Ich bitte nur die Leute inständig, mit den persönlichen Attacken gegen Synchronsprecher:innen oder Teile des kreativen Teams aufzuhören. Denn das tut auch uns weh und sollte nicht passieren.“

Zu guter Letzt steht natürlich im Raum, wie es mit „Final Fantasy 14“ weiter geht. Immerhin soll das MMO noch lange weiter laufen. Außerdem hat Naoki Yoshida seine Arbeit an „Final Fnatasy 16“ inzwischen beendet – was ihn aber nicht in seiner Funktion als Chef von „FF 14“ beeinträchtigt hat: „Die Leute glauben, ich hätte weniger Zeit für 'FF14' gehabt. Ich habe aber einfach weniger geschlafen. Ich gebe alles für die Entwicklung, die Fans brauchen sich keine Sorgen zu machen.“

Woran genau gearbeitet wird, wollte er nicht verraten – aber immerhin, dass es weitergeht: „Wir beginnen mit der Arbeit an einer neuen Erweiterung immer rund 1 ½ Jahre vor dem Release. In diesem Dezember soll ich die Vorgaben für den neuen Trailer für die neue Erweiterung schreiben.“ Die Krieger des Lichts werden also nicht mehr so lange auf neue Abenteuer warten müssen.

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