„Vaiana“-Enttäuschung: Realverfilmung mit Dwayne „The Rock“ Johnson geht an den Kinokassen baden
2026 hält etliche Box-Office-Überraschungen bereit – sowohl positive als auch negative. Eine der negativen Überraschungen ist „Vaiana“, der für Disney deutlich hinter den Erwartungen läuft …

Wenn man dem Kinojahr 2026 eine Sache lassen muss, dann, dass man nie vollends einschätzen kann, ob ein Film ein Kassenschlager oder ein massiver Flop wird. Immerhin ist „Obsession“ der finanziell erfolgreichste Horrorfilm der Dekade, während „Supergirl“ so schlimm abgestürzt ist, dass man den Streamingstart voraussichtlich vorziehen wird.
Inmitten dieses ganzen Chaos befindet sich Disneys Live-Action-Version des 2016er-Kassengaranten „Vaiana“, die nicht unbedingt auf der finanziell erfolgreichen Welle mitreitet. Wir erklären dir, wie es dazu kommen konnte.
Warum ist „Vaiana“ ein Flop?
Die Antwort auf diese Frage ist tatsächlich umfangreich und komplex, lässt sich prinzipiell aber auf zwei Faktoren herunterbrechen: ein generelles Völlegefühl und einen überfüllten Kinosommer.
Unter dem generellen Völlegefühl kann man verstehen, dass allein die Ankündigung einer Realverfilmung von „Vaiana“ für Kopfschütteln gesorgt hat – immerhin ist es nicht einmal zehn Jahre her, dass das Original in den Kinos erschien. Während zwischen „Lilo & Stitch“ und dessen Realverfilmung knapp 25 Jahre lagen, hatte das Kinopublikum bei „Vaiana“ nie die Chance, die Figuren oder das Franchise zu vermissen. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass vor nicht einmal zwei Jahren bereits eine Fortsetzung des Animationsfilms erschienen ist.
Kurz gesagt: Die breite Masse hat genug „Vaiana“. Warum sollte man mit der Familie viel Geld für einen Kinobesuch ausgeben, wenn derselbe Film zu Hause in animierter Form auf Disney+ verfügbar ist – ganz abgesehen davon, dass die Live-Action-Version dort früher oder später ebenfalls erscheinen wird? Was man der weltweiten Kritik entnehmen kann, ist, dass die neue Version das Original nahezu eins zu eins übernimmt und lediglich „real“ umsetzt. Einen echten Mehrwert zu finden, dürfte dementsprechend schwierig sein.
Das Becken ist voll: Alle Filme wollen diesen Sommer baden (gehen)
Wie bereits eingangs erwähnt, ist der Kinosommer in diesem Jahr maßlos überfüllt. Während man immer noch die Nachwehen von „Obsession“ und „Backrooms“ spürt, gibt es vor allem zwei Rückkehrer, die sich gezielt an Familien richten. Einerseits treiben die Minions im Hollywood der 20er-Jahre ihr Unwesen, andererseits läuft ein anderer Disney-Film erfolgreicher an als jeder andere Titel des Studios in diesem Jahr.
Ausgerechnet Jessie, Buzz und Woody aus „Toy Story 5“ sind auf dem besten Weg, die Milliardenmarke an den Kinokassen zu knacken, und scheinen derzeit kaum aufzuhalten zu sein. Dieser Erfolg fällt Disney nun auf die Füße, denn die Spielzeuge verdrängen „Vaiana“ zunehmend aus dem Fokus des Publikums. Der Start von „Die Odyssee“ in dieser Woche dürfte es dem Film ebenfalls nicht leichter machen.
Ist „Vaiana“ nun wirklich ein Flop?
Das ist schwer zu sagen. Der Film hat an seinem ersten Wochenende weltweit knapp 100 Millionen US-Dollar eingespielt. Die starke Konkurrenz dürfte allerdings dafür sorgen, dass ein ähnlich erfolgreiches Wochenende kaum noch einmal erreicht wird.
„Vaiana“ verfügt über ein gigantisches Produktionsbudget von rund 250 Millionen US-Dollar. Rechnet man die Marketingkosten hinzu, dürfte der Film insgesamt rund 500 Millionen US-Dollar einspielen müssen, um überhaupt die Gewinnschwelle zu erreichen. Dass ihm das gelingt, sollte man nicht ausschließen. Dass der Film darüber hinaus noch einen wirklich großen Profit erwirtschaftet, hingegen schon.









