Kein Geld für mehr Bananen mehr?

Gelbe Versager: „Minions und Monster“ stellt Negativrekord auf

Sind die goldenen oder doch eher gelben Zeiten für die Minions vorbei? Zumindest scheint es so, denn die Milliardenmaschinen strauchelt zum ersten Mal an den Kinokassen …

Drei Minions stehen in extravaganten Outfits auf einer Treppe und prassen mit Geld.
Minions Got Money Troubles? Warum scheitern die gelben Handlager an den KInokassen? Foto: © Universal Studios. All Rights Reserved.

Es gibt Personen, die nach einer langen und ertragreichen Karriere wissen sollten, wann Feierabend ist. Diese Lektion mussten in der letzten Woche nicht nur Julian Nagelsmann und Manuel Neuer lernen, sondern auch die Minions. Seit mittlerweile 16 Jahren treiben die kleinen gelben Bösewichtgehilfen Schabernack in den Kinos und konnten stets darauf bauen, dass das Publikum vorbeikommen würde, um sich ihre albernen Abenteuer anzusehen. Doch der dritte Solofilm der Quatschmagnaten, „Minions und Monster“, scheint zum ersten Mal dafür zu sorgen, dass weniger Zuschauer angezogen werden. Aber wieso ist dem so? Und muss man um die Zukunft der Minions bangen?

„Minions und Monster“: Ist der Film ein Flop?

Bevor es jetzt alle Minions-Fans mit der Angst zu tun bekommen, sei Folgendes gesagt: Über das Wochenende hat der Film 61,4 Millionen US-Dollar in den Vereinigten Staaten eingespielt. Das ist bei Weitem kein schlechtes Ergebnis. Im direkten Vergleich zu „Supergirl“, der gerade massiv an den Kinokassen baden geht, müssen sich die Minions keineswegs hinter ihren Einnahmen verstecken.

Die wahre Überraschung an diesem Box-Office-Ergebnis ist viel eher, dass „Minions und Monster“ den schwächsten finanziellen Einstieg des Franchises hingelegt hat. So konnte der vierte „Ich – Einfach unverbesserlich“ vor zwei Jahren noch 120 Millionen US-Dollar am ersten Wochenende einspielen – der zweite „Minions“-Film 2022 sogar noch etwas mehr als das.

Damit ist „Minions und Monster“ kein Flop, aber eine unerwartete Enttäuschung gemessen an den anderen Vertretern des Franchises. Aber hängt das mit der Qualität des Films oder doch eher mit anderen Faktoren zusammen?

Was steht „Minions und Monster“ im Weg?

Die Antwort auf diese Frage ist prinzipiell recht simpel: Amerika. Dieses Wochenende wartete das Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten mit einer wahrhaft unbegrenzten Anzahl an Unterhaltungsalternativen auf. Nicht nur feierte man am 4. Juli das 250-jährige Bestehen der Nation, sondern auch Taylor Swift entschloss sich einen Tag vorher zu heiraten.

Damit war der Fokus der Öffentlichkeit schon auf zwei mehr als große Themen verlagert, doch es kommt noch mindestens eine weitere Ursache hinzu. Die 16 Jahre, die die Minions auf dem Buckel haben, sind nichts im Vergleich zu den 31 Jahren, in denen „Toy Story“ mittlerweile auf der Kinoleinwand stattfinden darf. Der fünfte Teil der Reihe läuft weiterhin stark in den Lichtspielhäusern und dürfte wohl die größte Konkurrenz für die Minions darstellen. Zwar scheint es weder Illumination noch Disney auf die Füße zu fallen, die Filme derartig nah beieinander zu platzieren, aber zumindest die Minions müssen wohl einen kleinen Box-Office-Dämpfer einstecken.

Obgleich dieser Umstände wird „Minions und Monster“ definitiv mit einem großen finanziellen Plus aus der Kinoauswertung herausgehen, da die Konkurrenz, mit Ausnahme von „Toy Story“, bis zum Start von „Spider-Man: Brand New Day“ Ende des Monats kaum bis gar nicht existent ist. Oder um es mit den Worten der Minions zu sagen: Banana.

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