„The Masked Singer“: Bittere Konsequenzen nach Quoten-Pleite
Die Zeiten, in denen „The Masked Singer“ das deutsche TV-Publikum begeistert hat, sind langsam aber sicher vorbei. Das merkt nun auch ProSieben.

Nach Jahren am Samstagabend muss „The Masked Singer“ seinen angestammten Platz räumen. ProSieben hat bestätigt, dass die 13. Staffel am 16. September startet – einem Mittwoch. Der Wechsel weg vom Wochenende ist dabei keine zufällige Entscheidung, sondern eine direkte Reaktion auf zuletzt enttäuschende Einschaltquoten.
Vom Quotenliebling zum Sorgenkind
Als „The Masked Singer“ 2019 in Deutschland erstmals ausgestrahlt wurde, lief die Sendung zunächst donnerstags, dann dienstags. Ab der fünften Staffel im Herbst 2021 war schließlich der Samstagabend der feste Sendeplatz – ein prestigeträchtiges Zeitfenster, das TV-Sender besonders schützen.
Anfangs schlug sich die Show dort auch stark. Doch zuletzt schwächelte das Format spürbar: Nach einem drastischen Einbruch 2024 erholten sich die Zahlen im vergangenen Jahr zwar leicht, doch teils einstellige Marktanteile in der werberelevanten Zielgruppe reichten ProSieben nicht mehr. Der Sender zieht nun die Konsequenz und gibt den wertvollen Samstagabend-Sendeplatz auf.
Kein Live-TV mehr – und ein früher Start
Neben dem Sendeplatzwechsel gibt es eine weitere einschneidende Änderung: Die neue Staffel wird nicht mehr live ausgestrahlt. Damit verabschiedet sich ProSieben von einem Alleinstellungsmerkmal, auf das man in Deutschland lange besonders stolz war – „The Masked Singer“ war hierzulande weltweit das erste Land, das das Format live umsetzte. Stattdessen wird die neue Staffel in einem kompakten Zeitraum von zweieinhalb Wochen am Stück produziert, die Dreharbeiten finden zwischen dem 25. August und dem 11. September statt.
Der für das Format verantwortliche EVP Hannes Hiller stellt dabei die Vorteile in den Vordergrund: „Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat.“ Denn in der neuen Staffel werden gleich 16 Promis unter einer Maske singen – so viele wie noch nie zuvor.
Neues Konzept für mehr Tempo
Auch das Format selbst wurde überarbeitet. In den ersten vier Folgen treten jeweils vier Masken direkt gegeneinander an. Zwei Kandidaten kommen pro Vorrundenshow ins Halbfinale weiter, die anderen beiden müssen sofort ihre Identität enthüllen. Trotz der deutlich gestiegenen Teilnehmerzahl kommt die Staffel damit wie gewohnt auf insgesamt sechs Folgen inklusive Halbfinale und Finale. Moderator Matthias Opdenhövel bleibt der Sendung erhalten.
Der frühere Start bedeutet immerhin, dass zwischen Produktion und Ausstrahlung kein allzu großer zeitlicher Abstand liegt – und damit die Gefahr sinkt, dass Identitäten vorab durchsickern.









