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SSD Test & Vergleich: Die besten SATA- & NVMe-Modelle

Eine SSD verpasst deinem PC einen Tempo-Schub: Die schnellen Festplatten sorgen für blitzschnelles Booten, reibungslosen Betrieb und entspanntes Gaming. Wir zeigen dir die Modelle, die im Test und Vergleich am besten abschneiden.

Crucial-SSD auf Mainboard
Macht deinem PC Beine: eine SSD (hier ein SATA-Modell von Crucial). Foto: Crucial/PR
Inhalt
  1. SATA oder NVMe – Was ist besser?
  2. SSD kaufen: Was du vorher prüfen solltest
  3. Beste NVMe-SSDs: Highspeed-Chips für PC und PS5
  4. SATA-SSDs: Das günstige SSD-Upgrade für alle
  5. Wie viel SSD-Speicher sollte es sein?
  6. Wie schnell sollte die SSD-Festplatte sein?
  7. Wie schnell sollte eine Gaming-SSD sein?
  8. Was bringt eine externe SSD?

Windows startet in Sekunden, Dateien lassen sich schnell kopieren und verschieben, Spiele haben kaum noch Ladezeiten: Solid State Drives, kurz SSDs, sind Flash-Speicher und die Wunderwaffe schlechthin für einen Computer, der sich schnell und agil anfühlt. Daher sind sie auch erste Wahl beim gezielten Aufrüsten deines Systems. Welche SSD überzeugt in Tests, welches Modell passt für deine Zwecke, wo gibt's den günstigsten Preis und worauf solltest du sonst noch achten? Unser Vergleich sagt's dir!

Unsere Empfehlung für eine einfach gute SSD-Festplatte für die meisten Anwendungszwecke ist die Samsung 970 Evo Plus – eine NVMe-SSD, die von Arbeit bis Gaming einfach immer gutes Tempo zum guten Preis bietet.

 

SATA oder NVMe – Was ist besser?

Die beiden wichtigsten SSD-Typen unterscheiden sich maßgeblich in ihrer möglichen Performance und ihrem Anschluss:

  • NVMe-SSDs sind die schnellsten aktuell erhältlichen Modelle und bieten Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von meist über 3.000 MB/s. Sie sehen aus wie kleine, schmale Platinen und werden direkt in den M.2-Slot auf modernen Mainboards gesteckt. Daher werden sie auch oft M.2-SSD genannt. Sie benötigen zum reibungslosen Betrieb einen Kühlkörper, der bei manchen Modellen dabei ist, aber nicht bei allen.
  • SATA-SSDs im 2,5-Zoll-Format sind älter und langsamer, aber auch günstiger. Du schließt sie mit einem kurzen Kabel im Inneren deines Desktop-PCs oder Laptops an den seit Jahren weit verbreiteten SATA-III-Anschluss deines Mainboards an.

Eine NVMe-SSD lohnt sich, wenn du regelmäßig Speicher-intensive Tätigkeiten durchführst, Fotos oder Videos bearbeitest und große Dateien verschiebst – dabei kommt das hohe Lese- und Schreibtempo wirklich zum Tragen. Für alle anderen Anwendungszwecke inklusive Gaming ist eine SATA-SSD oft ausreichend schnell, wenn auch nicht ganz so zukunftssicher. Falls du noch eine klassische HDD-Festplatte als günstigen Datenspeicher parallel verwendest, denk dran: Das Betriebssystem unbedingt auf der SSD-Festplatte installieren!

 

SSD kaufen: Was du vorher prüfen solltest

Vor dem Kauf einer SSD-Festplatte solltest du dein Mainboard überprüfen, um festzustellen, ob du NVMe-Modelle nutzen kannst oder nicht.

  • Schau also nach, ob das Motherboard einen M.2-Slot für NVMe-SSDs hat. Falls ja, kannst du die schnelleren SSD-Modelle theoretisch nutzen.
  • Überprüfe dann, wie breit und lang die SSD-Festplatte maximal sein darf, also den Formfaktor. Die Breite und Länge von NVMe-SSDs wird meist im Produktnamen angegeben (2280 bedeutet etwa 22mm Breite, 80mm Länge).
  • Falls du einen NVMe-Slot am Mainboard hast, prüfe außerdem, ob dieser schon den neuen Standard PCie 4.0 unterstützt. Das ist eher bei neueren Mainboards der Fall und bedeutet, dass du NVMe-Speicher mit den aktuell höchsten Geschwindigkeiten voll nutzen kannst. Ansonsten nimmst du ein SSD-Modell mit PCIe 3.0.

Falls du keinen M.2-Slot hast, kommen nur SATA-Modelle infrage, die aber immer noch einen satten Tempo-Vorsprung vor jeder herkömmlichen Festplatte haben.

 

Beste NVMe-SSDs: Highspeed-Chips für PC und PS5

Wenn du dich für eine NVMe-SSD entscheidest, achte darauf, dass du auch einen passenden Kühler dazu hast. Für M.2-SSDs mit dem weit verbreiteten Maß 2280 passen zum Beispiel diese Kühlkörper von glotrends.

Beste und schnellste NVMe-SSD: Samsung 980 Pro

Theoretisch ist aktuell keine SSD-Festplatte schneller als die Samsung 980 Pro, die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 7.000 MB/s verspricht und sie laut SSD-Test (etwa bei PC Mag) auch wirklich liefert. Warum nur "theoretisch"? Weil sie die Top-Werte nur an einem Mainboard erreicht, das PCIe 4.0 unterstützt – und davon gibt es noch nicht so viele. Du kannst den Speicher zwar auch an PCIe 3.0 betreiben, kannst dann aber nur maximal 3.500 MB/s Lesegeschwindigkeit nutzen. Was immer noch irrsinnig schnell und für viele Anwendungszwecke kaum ausreizbar ist, aber da gäbe es dann eben auch günstigere PCIe-3.0-Modelle wie Samsungs hauseigene Alternative 970 Evo Plus.

Die 980 Pro empfehlen wir vor allem, wenn du dir einen brandneuen und zukunftsfähigen Rechner mit passendem Mainboard baust oder wenn du sie in die PS5 bauen willst – für die Sony-Konsole ist sie dank ihrer hohen Zugriffsraten nämlich wie gemacht.

Preis-/Leistung: Crucial P5 Plus

Mit schnellen Zugriffszeiten auf einem PCIe-4.0-Mainboard bei niedrigem Preis pro Gigabyte überzeugt dieses Modell: Die Crucial P5 Plus ist besonders für Next-Gen-Gaming geeignet und zwar nicht ganz so schnell wie der absolute Spitzenreiter, aber eben immer noch sehr, sehr performant. Eine gute Wahl für Computer und PS5 und unser Tipp für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis!

Gut für Laptops: SK hynix Gold P31

Von einem eher unbekannten Hersteller kommt diese NVMe-SSD, die in zahlreichen Vergleichen überzeugen konnte. Der PCIe-3.0-Speicher eignet sich besonders für die Arbeit mit großen Dateien und erreicht etwa im SSD-Festplatten-Test von Notebookcheck Performance-Werte von über 3.000 MB/s bei der Lese- und Schreibgeschwindigkeit – nah dran an der Herstellerangabe von 3.500/3.200 MB/s, die wie bei allen Produkten auch hier ein wenig zu hoch gegriffen ist. Durch ihre hervorragende Energieeffizienz ist die SK hynix Gold P31 insbesondere als interne SSD-Festplatte in Laptops eine hervorragende Wahl. Dazu ist sie recht preiswert.

Allrounder für PCIe 3.0: Samsung 970 Evo Plus

Schriebt schnell, liest schnell, bietet geringe Zugriffszeiten und hält auch noch lange – unter den PCIe-3.0-SSDs ist Samsungs 970 Evo Plus die eierlegende Wollmilchsau und unser Tipp für alle, die ihren einigermaßen aktuellen Rechner unkompliziert aufrüsten wollen. Wenn du keine Lust hast, dich im Detail mit den verschiedenen Spezifikationen der vielen erhältlichen Speicherriegel zu befassen, nimm diesen. Schau aber vorher natürlich trotzdem, ob er in deinen Rechner passt!

 

SATA-SSDs: Das günstige SSD-Upgrade für alle

SATA-Allrounder: Samsung 870 Evo

Auch bei den SATA-SSDs hat Samsung die Nase vorn: Die 870 Evo ist stabil, schnell, verlässlich und sieht sogar recht ansprechend aus – was bei einem Einbauteil für den Computer oder Laptop allerdings keinen großen Nutzen hat. Im Test von TomsHardware wurde die aktuelle Ausgabe der flachen Festplatte zum Anfang des Jahres wieder zum Testsieger erklärt. Einziges mögliches Manko ist der vergleichsweise hohe Preis. Aber den hat Qualität nun einmal.

Preis-Leistungs-Sieger: Crucial MX500

Wenn du deinen Rechner oder dein Notebook von einer HDD auf schnelleren SSD-Speicher umrüsten willst und keine besonderen Anforderungen an Top-Performance bei bestimmten Anwendungen hast, dann ist die Crucial MX500 in jeder Hinsicht – genug: Schnell genug, verlässlich genug, schön genug und auch noch günstig genug. Dazu hat sie ein paar nette Extra-Features – etwa die Option zur Verschlüsselung von Daten nach dem fast unknackbaren AES-256-Standard.

Beste SATA-Performance: Samsung 860 Pro

Du hast keinen M.2-Slot auf dem Motherboard, willst aber möglichst nah ran an die Performance der besten SSDs? Dann ist die SATA-III-SSD Samsung 860 Pro deine beste Wahl. Sie reizt die Möglichkeiten der langsam veraltenden Schnittstelle fast aus, deren Maximum an Datenübertragung bei 600 MB/s liegt. NVMe-Modelle können da ein Vielfaches mehr, aber um einen älteren Desktop-PC oder Laptop im Rahmen seiner technisch gesetzten Grenzen bestmöglich aufzurüsten, ist die 860 Pro deine beste Wahl.

 

Wie viel SSD-Speicher sollte es sein?

Beim Einbau einer SSD-Festplatte solltest du mindestens 512 GB Speicher in Betracht ziehen. Die nächstkleineren Modelle mit 256 GB sind sehr schnell voll, wenn du nicht noch mindestens eine weitere Daten-Festplatte hast. Für Gaming-Rechner lohnt sich oft auch schon ein Modell mit 1 TB Speicherplatz, auf dem dann auch ein paar mehr Spiele Platz finden. Auch 2-TB-SSDs sind mittlerweile schon einigermaßen erschwinglich, lohnen sich aber nur, wenn du wirklich oft große Dateien verarbeiten und lagern musst.

Zum Weiterlesen:

 

Wie schnell sollte die SSD-Festplatte sein?

Wie hoch die Lese- und Schreibgeschwindigkeit deiner SSD sein muss, hängt davon ab, was du damit vorhast. Für einen schnellen Systemstart und die allermeisten normalen PC-Anwendungen reicht eine SATA-III-SSD mit Geschwindigkeiten um 500 MB/s. Wenn du zukunftssicher kaufen willst und einen M.2-Slot auf dem Mainboard hast, raten wir dir dennoch zu einer moderneren NVMe-SSD, die noch weitaus höheres Tempo bietet. Davon profitierst du jetzt direkt vor allem, wenn du oft mit großen oder vielen Dateien hantierst, die du öffnest, speicherst, kopierst und verschiebst – das geht mit einer SSD einfach viel schneller! Selbst, wenn du das Tempo-Plus nicht abrufen solltest, bist du aber für die nächsten Jahre gewappnet.

Einzige Einschränkung: Wenn dein Computer nur PCIe 3.0 an der M.2-Schnittstelle unterstützt, kauf auch ein PCIe-3.0-Modell dafür. Du könntest zwar auch eine PCIe-4.0-SSD einsetzen, aber die wird dann auf gut die Hälfte ihrer Möglichkeiten heruntergebremst – und für solche Performance-Verschwendung sind diese noch recht neuen Top-Modelle dann einfach zu teuer.

 

Wie schnell sollte eine Gaming-SSD sein?

Für Gaming brauchst du nicht unbedingt eine superschnelle SSD. SATA-Modelle mit um die 500 MB/s Lese-/Schreibgeschwindigkeit sind zumindest aktuell meist noch völlig ausreichend, um Ladezeiten zu verkürzen und das Asset-Streaming in Open-World-Spielen verzögerungsfrei zu ermöglichen. Von SSDs mit höheren Geschwindigkeiten merkst du daher noch gar nicht so viel. Künftig kann sich das ändern: Bei Xbox Series X und PS5 steht schneller PCIe-4.0-Speicher etwa im Zentrum der Konsolenarchitektur, sodass Spiele künftig vermehrt Wert auf diesen Wert legen könnten. Bis sich das aber flächendeckend im PC-Segment verbreitet, wird wohl noch etwas Zeit vergehen.

Mehr zum Thema Speicher und Speichererweiterung:

 

Was bringt eine externe SSD?

Auf einer externen SSD lagerst du Daten, um sie zu transportieren und zu sichern oder auch Konsolenspiele, die du dann mit niedrigen Ladezeiten direkt vom externen Speicher spielst. Der Vorteil gegenüber externen HDDs liegt in der stabileren Bauweise und der besseren Kopiergeschwindigkeit, die zum Beispiel Fotograf*innen und Filmschaffende zu schätzen wissen. In diesem Artikel geht's vorrangig um interne SSD-Festplatten. Die besten externen Modelle von Samsung, SanDisk und Co. stellen wir dir hier vor:



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