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Game der Woche

„Shinobi: Art of Vengeance" im Test: Ninja-Action der Extraklasse!

„Shinobi: Art of Vengeance“ bringt die legendäre Sega-Reihe zurück – mit spektakulärem Artstyle, packendem Gameplay und richtig abwechslungsreicher Metroidvania-Action!

Das Artwork von Shinobi: Art of Vengeance zeigt im Comic-Stil einen Ninja, der mit seinem Schwert durch die Bildmitte schlägt
Wir haben „Shinobi: Art of Vengeance“ getestet! Foto: Cosmocover

Mehr als ein Jahrzehnt lang war es still um die Kultreihe „Shinobi“. Nun meldet sich Protagonist Joe Musashi zurück – und wie! „Art of Vengeance“ ist kein halbgares Nostalgieprojekt, sondern ein richtiges Comeback, das die Wurzeln der Serie ehrt und gleichzeitig moderne Akzente setzt. Verantwortlich ist das französische Studio Lizardcube, das zuvor schon „Wonder Boy“ und vor allem das exzellente „Streets of Rage“ neu interpretiert hat. Das Ergebnis: ein stilvolles Action-Platformer-Abenteuer, das sich wie ein Liebesbrief an Sega-Fans anfühlt, dabei aber frisch genug ist, um neue Spieler:innen sofort in den Bann zu ziehen.

Die Story ist dabei eher klassisch gehalten: Joes Dorf wird von der Organisation ENE Corp zerstört. Hinter allem steckt der finstere Lord Ruse samt Dämonenarmee. Was wie ein typisches 90er-Jahre-Videospiel-Szenario klingt, dient hier als effektiver Aufhänger für eine gnadenlose Rache-Quest. Große Plot Points und Wendungen? Fehlanzeige. Aber mal ehrlich: Niemand spielt „Shinobi“ wegen der Dialoge – hier zählt Action pur.

Video Platzhalter
Video: SEGA

Ein Augenschmaus - auch auf Steam Deck!

Was sofort auffällt: „Shinobi: Art of Vengeance“ sieht atemberaubend aus. Statt auf Pixelgrafik setzt Lizardcube auf handgezeichnete Animationen, die in Bewegung fast wie ein Anime wirken. Neon-durchtränkte Städte, staubige Wüsten voller uralter Ruinen oder ein düsteres Unterwasserlabor – jedes Level hat seinen eigenen Look und eine dichte Atmosphäre. Besonders beeindruckend ist, wie detailliert die Hintergründe gestaltet sind: Frachterkräne ragen bedrohlich in den Himmel, Marktstände quellen über vor Leben, während Regen auf die Neonlichter einer Großstadt prasselt.

Diese Ästhetik ist mehr als nur schön: Sie transportiert den Spirit der alten Sega-Ära, erinnert an viele Genre-Klassiker, doch kann eben ganz eigene Akzente setzen. Wir haben „Shinobi: Art of Vengeance“ übrigens überwiegend auf dem Steam Deck OLED getestet und waren begeistert vom unglaublichen Kontrast-Reichtum der einzelnen Level und der großteils extrem flüssigen Performance. Das Spiel lässt sich also auch hervorragend auf Valves Handheld durchzocken.

Das erwartet euch beim Gameplay

Das Herzstück von „Shinobi“ bleibt aber das Gameplay. Schon nach kurzer Zeit fühlt man sich im Flow: Joe sprintet, springt, klettert Wände hoch, dash’t durch die Luft oder zieht sich mit Greifhaken über Abgründe. Neue Fähigkeiten wie Doppelsprung, Wandlauf oder der Cannon Punch schaltet man nach und nach frei – und genau dadurch lohnt es sich, alte Level erneut zu besuchen, um geheime Areale zu entdecken.

Das Leveldesign bietet Abwechslung pur: Mal gilt es, in klassischer Side-Scroller-Manier von links nach rechts durch Gegnerhorden zu pflügen, mal müssen Geiseln befreit, Zugwagons durchkämpft oder Umgebungsrätsel gelöst werden.

Die Kämpfe selbst sind ein echtes Highlight. Mit dem Katana lassen sich komplexe Kombos ausführen, während die Wurfsterne (Kunai) für Distanz sorgen. Jeder Treffer wirkt wuchtig, jeder Finisher spektakulär. Hinzu kommen magische Ninpo-Fähigkeiten, mit denen Joe sich in eine Feuerschlange verwandelt, Wasserbarrieren aufbaut oder riesige Explosionen entfesselt. Noch mächtiger sind die Ninjutsu-Techniken, die ganze Bildschirme leeren – aber nur selten eingesetzt werden können. Das sorgt für eine clevere Balance zwischen Strategie und Spektakel.

Messerscharfe Spielzeit und unerwarteter Tiefgang

Neben den klassischen Attacken bringt „Art of Vengeance“ auch ein ausgeklügeltes Amulett-System ins Spiel. Passive Boni verstärken Attacken oder verändern Waffen, während Komboketten zusätzliche Effekte freischalten. So fühlt sich jeder Run ein Stück anders an, was den Wiederspielwert enorm erhöht.

Die Kampagne ist mit etwa acht Stunden Spielzeit knackig, ohne Längen. Wer danach noch nicht genug hat, kann sich im Boss-Rush-Modus austoben oder im Arcade-Modus alte Levels auf Zeitrekorde spielen. Beides sorgt dafür, dass man immer wieder zurückkehrt – einfach, weil das Grundgerüst so viel Spaß macht.

Quellen
  • SEGA

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