Gamescom-Preview

„Resident Evil 9: Requiem" angespielt: So furchteinflößend ist das Horror-Spiel wirklich!

Capcoms neuester Horror-Schocker brilliert nicht nur spielerisch, sondern auch technisch: Auf neuer Nvidia-Hardware sah die Demo dank Pathtracing schlicht atemberaubend aus.

Grace, Protagonistin von Resident Evil 9 Requiem, schwitzt und schaut mit verquollenen Augen in die Kamera
Mit Grace auf der Flucht: Wir konnten „Resident Evil: Requiem“ auf der Gamescom 2025 erstmals anspielen! Foto: Capcom

Mittlerweile gehört ein unaufhaltsamer Verfolger zum Pflichtprogramm der „Resident Evil“-Reihe – und nach Jack Baker, Mr. X und Lady Dimitrescu führt auch Resident Evil 9: Requiem diese Tradition fort. In meiner rund 20-minütigen Gamescom-Demo durfte ich mit der neuen Protagonistin Grace Ashcroft durch das düstere Rhodes Hill Chronic Care Center schleichen – nur ausgestattet mit einem Feuerzeug und ein paar Glasflaschen.

Die engen Flure, das Dröhnen alter Türen und die beklemmende Dunkelheit sind schon für sich ein Garant für Nervenkitzel. Doch dann tauchte plötzlich der neue Verfolger aus dem Nichts auf: mit Klauen, deformiertem Kiefer und einem Blick, der direkt ins Mark fährt. Er reagiert auf jedes Geräusch, jeden Lichtschein – und verfolgt Grace unermüdlich durch die klaustrophobischen Gänge. Wer dachte, Capcom hätte mit Nemesis und Lady D den Höhepunkt erreicht, könnte sich hier irren.

Überleben im Schatten

Die Demo setzte stark auf klassisches Survival-Horror-Design: Items einsammeln, verschlossene Türen öffnen, Sicherungen finden. Gleichzeitig heißt es aber vor allem: schleichen, verstecken, durchatmen. Nachdem ich vor lauter Panik beim Anspielen auch meinen Kopf verloren habe und mindestens zweimal völlig unnötig gestorben bin, konnte ich beim dritten Run endlich feststellen, dass der Stalker grelles Licht meidet. In einem hell erleuchteten Krankenzimmer konnte ich beobachten, wie seine Haut sichtbar verbrannte und er zurückwich – ein cleveres Update des altbekannten Safe-Room-Prinzips.

Zwischendurch konnte ich Flaschen einsetzen, um den Feind kurz abzulenken. Doch wie gewohnt gilt: Töten lässt er sich nicht. Jeder Moment wird so zum Katz-und-Maus-Spiel – und genau das erzeugt die Anspannung und das Chaos, das Fans an Resident Evil lieben.

Technisch herausragend dank Pathtracing

Ein dunkler Gang in Resident Evil Requiem, in dem ein Vorhang in der Ferne weht
Durch diesen düsteren Gang in wunderschönem Pathtracing mussten wir vor dem Stalker fliehen! Foto: Capcom

So beklemmend die Demo spielerisch war – technisch hat mich „Requiem“ regelrecht umgehauen. Ich konnte die PC-Version auf neuer Nvidia-Hardware mit aktiviertem Pathtracing erleben, und selten habe ich eine Horror-Atmosphäre gesehen, die dank der herausragenden Darstellung der RE-Engine so krass unter die Haut geht.

Die Licht- und Schattenspiele sind schlicht spektakulär: Das kleine Flackern des Feuerzeugs wirft pixelgenaue, dynamische Schatten, reflektierende Oberflächen zeigen realistische Spiegelungen, selbst Glas wirkte in einer nie dagewesenen Detailtreue. Besonders der Kontrast zwischen tiefschwarzen Schatten und grellen Lichtquellen sorgt dafür, dass man förmlich in den Bildschirm hineingezogen wird. Die RE Engine hat schon immer viel aus der Dunkelheit herausgeholt – doch mit Pathtracing erreicht Capcom eine neue Ebene, die gerade auf modernen OLED-Displays atemberaubend aussehen dürfte.

Mein Eindruck von Resident Evil: Requiem

Allzu viel hat sich Capcom mit der Demo von „Resident Evil: Requiem“ noch nicht in die Karten schauen lassen: Was uns inhaltlich erwartet und welche alten Bekannten vielleicht noch aufkreuzen werden, wird sich noch zeigen müssen. Und auch wenn die Gamescom-Demo klein war und sich stark auf Schleichen und Puzzles beschränkte, ist mein erster Eindruck ziemlich positiv: Capcom setzt die Verfolger-Tradition meisterhaft fort und liefert gleichzeitig einen technischen Benchmark für Horror-Games.

Resident Evil 9: Requiem“ wirkt wie eine perfekte Mischung aus klassischem Survival-Horror, moderner Technik und einer alptraumhaften Atmosphäre. Wenn das Spiel diesen Standard bis zum Release hält, könnte uns hier sicherlich ein weiterer intensiver Teil der legendären Horror-Reihe erwarten!

Resident Evil 9: Requiem erscheint voraussichtlich am 27. Februar 2026 für PS5, Xbox Series X|S und PC.