Ausgeboernt?

Hört der „Tatort“ aus Münster auf? Die Dreharbeiten zur großen Jubiläumsfolge haben begonnen

Im Münsteraner „Tatort“ könnte sich bald alles ändern – und alles hängt mit einem großen Jubiläum zusammen. Was genau los ist …

Man sieht den Cast des Münsteraner „Tatort“ an einem feierlich gedeckten Tisch.
Grund zum Feiern … oder doch eher zum Trauern? Im Münsteraner „Tatort“ könnte sich bald alles ändern. Foto: WDR/Frank Dicks

Heutzutage werden die meisten Teams im „Tatort“ unfassbar schnell ausgetauscht – oder gleich aufgelöst. Erst vor Kurzem hat beispielsweise Stefanie Reinsperger den Dortmunder „Tatort“ verlassen, und auch die Kollegen vom Hallenser „Polizeiruf“ mussten ihre Dienstwaffen unfreiwillig abgeben. Nun wird geunkt, dass dasselbe bald in Münster passieren könnte, denn die Ermittler Thiel (Axel Prahl) und Boerne (Jan Josef Liefers) feiern demnächst ein großes Jubiläum, das alles umwerfen könnte.

„Eine Frage der Zeit“: Was hat es mit dem neuen Münsteraner „Tatort“ auf sich?

Die ARD hat allen Pressevertretern und -vertreterinnen mitgeteilt, dass es einen neuen „Tatort“ aus Münster geben wird. Das ist per se nichts Überraschendes, denn auch wenn sich die Geister bezüglich der Qualität der Fälle von Thiel und Boerne scheiden, ermittelt das Duo seit weit über zwanzig Jahren in der ARD. Tatsächlich ist Prahl und Liefers damit auch etwas gelungen, was sonst eher den wenigsten „Tatort“-Teams vergönnt ist: Sie feiern ihren 50. Fall.

Inhaltlich möchte der Fall „Eine Frage der Zeit“ das widerspiegeln und feiert dementsprechend das 35. Dienstjubiläum von Kriminalkommissar Thiel. Doch augenscheinlich gibt es nicht nur Grund zum Feiern, da Thiel ein Fall bevorsteht, der sehr persönlich werden könnte. So findet der Kommissar die Akte seines allerersten Falls wieder, der bis heute ungelöst ist. Dieser Umstand bringt sogar Boerne in Unruhe. Und auch Thiels Vater (Claus D. Clausnitzer) mischt mit – scheinbar ist sein Jade-Buddha der große Schlüssel für das gesamte Rätsel.

„Tatort“ Münster: Was bedeutet die „Golden 50“ für die Reihe?

Auch der Münsteraner „Tatort“ ist vor Veränderungen nicht sicher. Zuletzt verließ Mechthild Großmann, die die Anwältin Wilhelmine Klemm spielte, die alteingesessene Reihe – immerhin war die Darstellerin seit Folge 1 fester Bestandteil des Ensembles.

Nun stellt sich bei vielen die Frage, ob „Eine Frage der Zeit“ von Liefers und Prahl wörtlich genommen wird, um sich nicht auch langsam anderen Projekten zu widmen, denn 50 Fälle sind zweifelsohne eine schöne, runde Zahl. Dazu kommt die Tatsache, dass zuletzt viele Fälle aus Münster zwar Quotengaranten waren, das Publikum jedoch wenig begeistern konnten. Allein der 2022 erschienene Fall „Propheteus“ gilt als einer der schlechtesten Beiträge des gesamten „Tatort“-Kosmos.

50 Fälle: Wann erscheint das Münsteraner „Tatort“-Jubiläum?

Die Dreharbeiten für „Eine Frage der Zeit“ haben erst vor wenigen Tagen begonnen. Dementsprechend ist es tatsächlich noch eine Frage der Zeit, wann der Fall erscheinen wird. Erfahrungsgemäß erscheinen die Folgen etwa ein Jahr nach Beginn der Dreharbeiten, und das scheint die ARD auch zu bestätigen. In einer Pressemitteilung wird der neueste Fall aus Münster für das Frühjahr 2027 terminiert.

Ob das dann auch bedeutet, dass Thiel oder Boerne oder im schlimmsten Fall beide aussteigen, ist bis dato noch unklar. Bisher sind die beiden Schauspieler jedenfalls nicht dadurch in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten, dass sie planen würden aufzuhören. Auch in diesem Fall handelt es sich wohl um „Eine Frage der Zeit“ …

Quellen

  • ARD