„Tatort: Unter Gärtnern“: Kurioses Ende erklärt! Gibt es einen zweiten Teil?
Die Wiederholung des Münsteraner Falls „Unter Gärtnern“ scheint für Verwirrung zu sorgen, denn viele erwarten nun einen zweiten Teil. Aber gibt es diesen tatsächlich?

„Tatort“-Doppelfolgen gibt es zwar, sie sind aber eher eine neuere Erscheinung. Die wohl aktuellsten Beispiele für diese besondere Form des „Tatort“ sind der letztjährige Weihnachtsfall mit Wotan Wilke Möhring sowie der 100. und letzte Fall der Kommissare Batic und Leitmayr aus München. Im Falle der Episode „Unter Gärtnern“, die in der diesjährigen Sommerpause wiederholt wurde, erwarten viele ebenfalls einen zweiten Teil. Doch warum überhaupt?
„Unter Gärtnern“: Ende erklärt
Das Ende von „Unter Gärtnern“ ist durchaus kurios und kommt mehr als unerwartet. Nachdem Thiel (Axel Prahl) und Boerne (Jan Josef Liefers) durch die Feststellung der Identität der ehemaligen Stasi- und CIA-Agentin Sabine Schmidt (Sibylle Canonica) über 20 Mordfälle aufklären konnten, begeben sie sich erst einmal in den wohlverdienten Feierabend. Jedoch sorgt ein Paket für Schmidt, das in der Polizeistation abgeliefert wurde, dafür, dass alle digitalen Beweismittel vernichtet und sämtliche Spuren rund um Schmidts wahre Identität verwischt werden. Alle analogen Beweismittel werden von vermummten Gestalten gestohlen.
Die verhaftete Agentin Olga Ledojawa (Margarita Breitkreiz), die Schmidt mithilfe von Mikrowellen umgebracht hat, wird unterdessen von Verbündeten aus ihrem Gefangenentransporter befreit. Und auch der Eiswagen, der als Tarnung für das Mikrowellengerät dient, nutzt die Waffe ein letztes Mal, um eine Polizeisperre auf der Landstraße auszuschalten.
Bekommen Thiel und Boerne ihren eigenen Bond-Fall?
Das gesamte Ende von „Unter Gärtnern“ mutet schon sehr Bond-esque an, aber was viele augenscheinlich zu verkennen scheinen, ist, dass das nur der übliche Humor des Teams aus Münster ist. Die Geschichte endet bewusst offen, um darzustellen, dass sich Thiel und Boerne ausnahmsweise mit einer Gefahr angelegt haben, die deutlich größer ist als sie selbst.
Selbstverständlich könnte man dieses offene Ende als Grundlage nehmen, um die Geschichte weiterzuspinnen, aber bisher wurde dies nicht getan. In den drei darauffolgenden Episoden „Man stirbt nur zweimal“, „Fiderallala“ und „Die Erfindung des Rades“ wurde nicht mehr auf „Unter Gärtnern“ verwiesen. Natürlich könnte man mutmaßen, dass man sich eine mögliche Auflösung für den anstehenden 50. Fall der beiden Ermittler aufspart, da aber bisher in Münster lieber in sich geschlossene Geschichten erzählt wurden, bleibt diese Annahme fragwürdig.
In diesem Sinne handelt es sich ausnahmsweise um eine jener „Tatort“-Episoden, in denen das Böse gewinnt beziehungsweise davonkommt.







