HDMI 2.1 vs. HDMI 2.2 ‒ was du wirklich brauchst
HDMI 2.1 bringt die besten Ergebnisse bei Bild und Ton. Doch mit HDMI 2.2 macht sich ein neuer Standard mit noch besseren Ergebnissen breit. Wir zeigen HDMI 2.1 und HDMI 2.2 im Vergleich und erläutern die wichtigsten Eigenschaften.
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Das schönste Heimkino und Gaming bekommst du nur, wenn auch Bild und Ton stimmen. Doch dafür benötigst du die entsprechende Ausstattung.
Dabei ist nicht nur ein hochauflösender Fernseher und eine wuchtige Soundtechnik Pflicht, sondern auch das richtige HDMI-Kabel.
Der etablierte Industriestandard ist dabei HDMI 2.1, mit dem etwa eine Auflösung von 8K sowie eine Bildwiederholrate von 60 Frames unterstützt werden.
Mittlerweile gibt es aber auch schon die neuere Version HDMI 2.2. Die ist zwar erst in den Anfängen, protzt aber bereits mit ihren Vorzügen – einer Spitzenbildwiederholrate von bis zu 480 Frames zum Beispiel.
Wir stellen beide Technologien ausführlich vor und vergleichen sie miteinander. So weißt du, ob HDMI 2.1 reicht oder du bereits in die HDMI-2.2-Zukunft investieren solltest!
- HDMI 2.1 Standard
- HDMI 2.2 Standard
- HDMI 2.1 & HDMI 2.2 im Direktvergleich
- Darin unterscheiden sich HDMI-Kabel noch
- HDMI-Kabel günstig kaufen
- Fazit: Welche HDMI-Version soll es werden?
- Beamer bis Fernseher: Die richtigen Geräte für HDMI
- Welchen Fernseher soll ich mir für HDMI 2.1 kaufen?
- Soundbar über HDMI 2.1 anschließen
HDMI 2.1 Standard
HDMI-Kabel ("High Definition Multimedia Interface“) übertragen hochauflösende Signale von und zu Fernsehern, Blu-ray-Playern und Spielekonsolen gleichermaßen – deshalb auch das „Multimedia“ in der Kennzeichnung.
Und besitzen alle Geräte HDMI 2.1 und sind auch durch ein HDMI-2.1-Kabel verbunden, profitierst du von audiovisuellen Features, die HDMI 2.0 oder auch ältere Versionen wie 1.0 bis 1.4 nicht bieten können.
Dazu zählen bei HDMI 2.1 etwa 8K-Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunde, HDR 10 und Dolby Vision. Bei 4K-Auflösung können sogar bis zu 120 Frames angezeigt werden, weshalb die aktuelle Kabel auch die Bezeichnung HDMI Ultra High Speed besitzt.
Die Übertragungsgeschwindigkeit von Daten beträgt bei dieser HDMI-Version 18 Gigabit pro Sekunde. Auf der Audioseite winken übrigens 32 Audiokanäle, was vor allem beim Surround den Gesamtklang deutlich verbessert.
HDMI 2.2 Standard
Auf der CES 2025 stellte Technikinhaber HDMI-Forum das kommende HDMI 2.2 erstmals vor und mittlerweile ist die Technologie auch offiziell gestartet.
Das siehst du daran, dass du HDMI-2.2-Kabel bereits kaufen kannst. Dazu passende Endgeräte wie Fernseher sind aber noch nicht auf dem Markt erhältlich.
Dennoch sind alle wichtigen Eckdaten bereits bekannt: Unter anderem verdoppelt sich die maximal mögliche Bandbreite auf 96 Gigabit pro Sekunde, während auf 4K-Displays eine Bildwiederholfrequenz von 480 Hertz möglich sein wird.
Bei 8K (7.680 x 4.320 Pixel) winken superflinke 240 Hertz und beim futuristischen 12K (12.288 x 6.480 Pixel)treten immer noch starke 120 Frames in Kraft.
Die Daten machen klar, dass HDMI 2.2 potenziell richtig viel Grafik-Power antreiben kann.
HDMI 2.1 & HDMI 2.2 im Direktvergleich
HDMI 2.1 und HDMI 2.2 unterscheiden sich vor allem in ihrer maximalen Leistungsfähigkeit und Zukunftssicherheit, wobei HDMI 2.1 derzeit der einzig etablierte Standard im Markt ist.
HDMI 2.1 bietet eine maximale Bandbreite von 48 Gigabit pro Sekunde und unterstützt damit Auflösungen bis 8K sowie typische Gaming-Modi wie 4K bei 120 Hertz oder 8K bei 60 Hertz.
Zudem unterstützt die Version moderne Features wie Variable Refresh Rate (VRR), Auto Low Latency Mode (ALLM) und Enhanced Audio Return Channel (eARC).

Das bedeuten VRR, ALLM & eARC
Variable Refresh Rate (VRR) sorgt dafür, dass sich die Bildwiederholrate deines Fernsehers oder Monitors dynamisch an die Bildrate der Quelle (z. B. Konsole oder PC) anpasst. Wenn ein Spiel also mal 60 und mal 50 Bilder pro Sekunde liefert, passt sich das Display in Echtzeit an. Dadurch werden Bildfehler wie „Tearing“ (Bildzerreißen) und Ruckler deutlich reduziert und alles wirkt flüssiger.
Auto Low Latency Mode (ALLM) schaltet automatisch in den „Gaming-Modus“, sobald du eine Konsole oder ein Spiel startest. In diesem Modus werden Bildverbesserungen des TVs deaktiviert, die zwar schön aussehen, aber Zeit kosten. Das Ergebnis ist eine geringere Eingabeverzögerung (Input Lag), sodass deine Aktionen schneller auf dem Bildschirm erscheinen.
Enhanced Audio Return Channel (eARC) verbessert die Audioverbindung zwischen Fernseher und z. B. einer Soundbar oder einem AV-Receiver. Über dasselbe HDMI-Kabel kann der TV hochwertigen Ton zurückschicken, auch unkomprimierte Formate und 3D-Audio wie Dolby Atmos. Das bedeutet: besserer Klang ohne zusätzliche Kabel und ohne Qualitätsverlust.
HDMI 2.2 erhöht die maximale Bandbreite deutlich auf bis zu 96 Gigabit pro Sekunde, wodurch theoretisch noch höhere Auflösungen und Bildwiederholraten möglich werden, etwa 8K mit sehr hohen Frequenzen oder perspektivisch sogar 16K.
Auch im Audiobereich wird die Kapazität erweitert, sodass bis zu 32 unkomprimierte Audiokanäle übertragen werden können, was insbesondere für komplexe 3D-Audioformate relevant ist.
Die Tabelle unten macht die Unterschiede zwischen den HDMI-Versionen 2.0, 2.1 und 2.2 noch einmal klar deutlich:
HDMI 2.0 (HDMI Premium High Speed) | HDMI 2.1 (HDMI Ultra High Speed) | HDMI 2.2 (Ultra96 HDMI) | ||
|---|---|---|---|---|
Auflösung & Frames | 4K (3.840 x 2.160 Pixel) bei 60 FPS | 8K (7.680 x 4.320 Pixel) bei 60 FPS | 8K (7.680 x 4.320 Pixel) bei 240 FPS & 4K (3.840 x 2.160 Pixel) bei 480 FPS | |
Bildtechniken | HDR | HDR10 & Dolby Vision,14- und 16-Bit-Farbtiefe | wie HDMI 2.1, aber optimiert | |
Audioformate | Stereo-Dolby Digital-Audio, Dolby True-HD, DTS-HD Master Audio | Dolby Atmos, eARC, DTS:X | Latency Indication Protocol | |
Audiokanäle | 32 | 32 | 32 | |
Datenübertragung | 18 Gigabit pro Sekunde | 48 Gigabit pro Sekunde | 96 Gigabit pro Sekunde | |
Farbtiefe & Chroma | bis 12 Bit, 4:2:0 | bis 16 Bit, 4:4:4 möglich | wie HDMI 2.1, aber optimiert | |
QFT, QMS & DSC | nein | ja | wie HDMI 2.1, aber optimiert |
Darin unterscheiden sich HDMI-Kabel noch
Auch wenn sich HDMI-Kabel vor allem in der Version unterscheiden, gibt es noch andere individuelle Strippenmerkmale. Die da wären:
Länge: HDMI-Kabel können zwischen 1 und 30 Meter lang sein. Die übliche Kabellänge liegt aber bei 1 bis 5 Metern. Die Länge hat im Prinzip keinen Einfluss auf die Signalübertragung, extrem lange Strippen sind aber zu vermeiden
Beschichtung: Oft sieht man in den Shops HDMI-Kabel silberner oder goldener Farbe. Letztere impliziert eine höhere Wertigkeit, was aber nicht der Fall ist. Du kannst hier frei wählen und gehst trotzdem kein Risiko ein
Preis: Wie bei jeder Art Technik solltest du dir auch beim HDMI-Kabel keine absolute Billigware zulegen. Allerdings ist es auch absolut unnötig, viel Geld zu investieren. 10 bis 25 Euro für ein HDMI-Kabel sind völlig ausreichend
HDMI-Kabel günstig kaufen
Kabel erhalten eine HDMI-2.1-Zertifizierung, wenn die Anforderungen von Ultra High Speed HDMI erfüllt werden. Konkret müssen sie eine Bandbreite von 48 Gigabit die Sekunde unterstützen, sodass 8K bei 60 Hertz oder 4K bei 120 Hertz sowie Dynamic HDR und eARC möglich sind.
HDMI-2.1-Kabel mit diesen Spezifikationen tragen dann in der Regel stolz das "Ultra High Speed HDMI"-Logo. Die gleichen Kennzeichnungen findest du auch auf den schon erhältlichen HDMI-2.2-Kabeln.
Benötigst du jetzt ein solches Kabel, legen wir dir drei Empfehlungen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ans Herz. Die Stiftung Warentest hat nämlich noch keinen Test zu den aktuellen Strippen parat. Sehr angenehm ist im Allgemeinen übrigens der günstige Preis der meisten HDMI-Kabel.
Selbst mit HDMI 2.1 legst du wie beim Testsieger von deleyCON selten mehr als 10 Euro auf die digitale Ladentheke. Teurer wird es höchstens, wenn du längere Kabel benötigst. Für fünf Meter zahlst du in der Regel mindestens 20 Tacken. Aber die Investition lohnt sich!
Fazit: Welche HDMI-Version soll es werden?
Während HDMI 2.1 heute bereits in vielen Fernsehern, Konsolen und Grafikkarten weit verbreitet ist und die Anforderungen aktueller Inhalte vollständig abdeckt, richtet sich HDMI 2.2 klar an zukünftige Anwendungen mit extrem hohen Datenraten, die derzeit im Alltag kaum eine Rolle spielen.
Es macht demnach wenig Sinn, dein Augenmerk zu diesem Zeitpunkt groß auf HDMI 2.2 zu richten. Wie wenig die Technologie auf dem Markt angekommen ist, erkennst du auch an der Maximalauflösung: .2 unterstützt zwar im Prinzip 8K, Fernseher mit dieser Pixelzahl sind aber nahezu unbezahlbar – von 12K mal ganz abgesehen.
Beamer bis Fernseher: Die richtigen Geräte für HDMI
Wenn du die neuen Möglichkeiten von HDMI 2.2 nutzen möchtest, brauchst du auch entsprechende Anzeigegeräte. In den meisten Fällen reichen für die nächsten Jahre aber noch HDMI 2.1. Letztere Version bieten etwa viele (wenn auch nicht alle) Fernseher mit guter Preis-Leistung.
Welchen Fernseher soll ich mir für HDMI 2.1 kaufen?
Auch wenn HDMI 2.1 den Standard darstellt wird und die Kabel selbst günstig und überall verfügbar sind, gilt das nur bedingt für die einzelnen Geräte: Nicht ausnahmslos jeder Fernseher auf dem Markt etwa arbeitet schon damit – manche kommen immer noch nur mit HDMI 2.0.
Hast du außerdem (wie ich mit meinem Samsung Q6FN) ein fünf Jahre oder älteres Gerät zuhause, ist die Chance groß, dass dieser noch kein HDMI 2.1 besitzt. Erst 2020 wurde der Standard nämlich mit der Einführung von Next-Gen-Konsolen so langsam üblicher. Und hast du keinen entsprechend aktuellen Fernseher, bringt dir auch ein HDMI-2.1-Kabel nichts.
In diesem Fall hilft nur der Neukauf eines aktuellen Fernsehers mit HDMI-2.1-Anschlüssen. Glücklicherweise gibt es Stand jetzt viele günstige Geräte mit Top-Technik – und HDMI 2.1 ist selbstredend dabei. So kommt zum Beispiel bereits der TCL 65Q6C für derzeit unter 600 Euro mit gleich vier HDMI-2.1-Anschlüssen. Somit bist du schon mit diesem TV gewappnet für die Zukunft, auch weil das Gerät dazu natives 4K und 144 Hertz besitzt.
Reichen dir zwei HDMI-2.1-Eingänge, greifst du zum noch etwas günstigeren TCL 55T8C, willst du hingegen für etwas Geld richtig klug investieren, fällt deine Wahl vielleicht eher auf den Exzellenz-Bildschirm LG OLED Evo Ai 2025. Der Stiftung- Warentest-Liebling hat aktuelles HDMI, bietet beste Leistung bei Auflösung sowie Bildwiederholrate und ist eben ein OLED-Screen. Die wahrscheinlich beste Bildschirmtechnologie mit sattem Schwarz und lebendigen Farben ist prädestiniert für HDMI 2.1.
Weitere gute Fernseher für aktuelles HDMI findest du zum Beispiel in unserem QLED-oder-OLED-Vergleich:
Soundbar über HDMI 2.1 anschließen
Auch beim Sound bietet HDMI 2.1 jede Menge Vorteile. Soundbars können dann zum Beispiel Signale über eARC (Enhanced Audio Return Channel) ausgeben.
Audio wird dann in bester Auflösung und höchster Bandbreite wiedergegeben, sodass Dolby Atmos und DTS:X unkomprimiert und verlustfrei möglich sind. Das war beim regulären ARC älterer HDMI-Versionen noch nicht möglich.
Auch hier muss natürlich dein Endgerät gleichsam mit einem HDMI-2.1-Anschluss und eARC-Support ausgestattet sein. Ein leistbares Modell ist dabei die Denon DHT-S316 2.1 Soundbar.
Suchst du noch mehr guten Klang, findest du ihn in diesem Artikel über die besten Soundbars bei Stiftung Warentest:
Die meisten Beamer schließt du übrigens auch über HDMI an. Bist du konkret auf der Suche nach einem guten Gerät, sind hier die besten Beamer für zuhause:


















