„The Blood of Dawnwalker“ angespielt: Warum das RPG meine Erwartungen übertroffen hat!
Wie gut ist „The Blood of Dawnwalker“ wirklich? Nach vier Stunden Spielzeit zeigt sich: Hinter dem Vampir-RPG steckt weit mehr als eine spannende Prämisse. Wir verraten, was uns überzeugt hat – und welche Baustellen bis zum Release noch bleiben!
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Bereits nach der Präsentation auf der Gamescom war klar, dass „The Blood of Dawnwalker“ für mich das Potenzial zu einem außergewöhnlichen Rollenspiel besitzt. Beim Preview-Event bot sich nun erstmals die Gelegenheit, rund vier Stunden selbst in die Welt von Rebel Wolves einzutauchen. Das Ergebnis: Der starke Ersteindruck wurde nicht nur bestätigt, sondern in vielerlei Hinsicht sogar übertroffen.
Warum das Dark-Fantasy-Action-RPG einen so bleibenden Eindruck hinterlassen hat und weshalb es das Zeug zu einem der spannendsten Rollenspiele der letzten Jahre besitzt, erfahrt ihr in dieser Preview!
Darum geht es bei „The Blood of Dawnwalker“
In „The Blood of Dawnwalker“ schlüpft ihr in die Rolle von Coen, dem ältesten von vier Geschwistern einer einfachen Arbeiterfamilie im von Vampiren beherrschten Vale Sangora. Gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern lehnt sich Coen gegen diese Unterdrückung auf. Die Rebellion scheitert jedoch, und als grausame Vergeltung soll er gegen seinen Willen in einen Vampir verwandelt werden. Doch das Ritual verläuft nicht wie geplant: Coen wird weder vollständig Mensch noch vollwertiger Vampir.
Er existiert fortan als sogenannter „Dawnwalker“ also zwischen zwei Welten. Tagsüber bleibt er Mensch, doch mit Einbruch der Nacht erwachen seine vampirischen Kräfte...

Bereits der Prolog von „The Blood of Dawnwalker“ macht vieles richtig
Bevor das Spiel seine eigentliche Geschichte entfaltet, führt euch der Prolog behutsam in die Welt von „The Blood of Dawnwalker“ und ihre Mechaniken ein.
Direkt zu Beginn werdet ihr mit dem Verschwinden von Coens Schwester Anka konfrontiert. Auf der Suche nach ihr verfolgt ihr ihre Spur durch einen dichten Wald und lernt dabei Schritt für Schritt die grundlegenden Spielmechaniken kennen. Springen, Sprinten, Ducken oder das Überwinden kleiner Hindernisse werden dabei organisch in die Handlung eingebunden, anstatt mit aufdringlichen Tutorialfenstern erklärt zu werden.
Kurz darauf folgen die ersten Kämpfe, in denen ihr euch zunächst mit den menschlichen Kampffähigkeiten vertraut macht. Nachdem Coens Schicksal seinen Lauf nimmt, erweitert sich das Tutorial nahtlos um die vampirischen Kräfte. So lernt ihr nach und nach, wie sich beide Spielweisen unterscheiden und welche Möglichkeiten euch jede Form bietet.
Wie „The Blood of Dawnwalker“ mit Entscheidungen umgeht
Das Herzstück von „The Blood of Dawnwalker“ bildet die sogenannte narrative Sandbox. Nach dem Prolog bleiben Coen lediglich 30 Tage und Nächte, um seine Familie aus den Fängen von Brencis zu befreien – einem uralten Vrakhiri und ehemaligen römischen Senator, der mittlerweile über einen fanatischen Kult herrscht.
Das Zeitlimit klingt zunächst stressig, fühlt sich im Spiel jedoch erstaunlich angenehm an. Die Zeit vergeht nämlich anders als bei beliebten RPGs wie „Kingdom Come Deliverance“ nicht permanent. Nur bedeutende Aktionen lassen Tage oder Nächte verstreichen und das Spiel informiert jederzeit darüber, wie viel Zeit eine Quest oder Entscheidung kostet. Die offene Spielwelt kann dagegen völlig frei erkundet werden, ohne ständig auf eine Uhr achten zu müssen.
Noch spannender ist jedoch, wie konsequent das Spiel auf Entscheidungen reagiert. Quests lassen sich in beliebiger Reihenfolge erledigen, ignorieren oder sogar komplett verpassen. Viele Figuren können gerettet oder getötet werden, Dialoge verändern Beziehungen dauerhaft und oft existieren mehrere Lösungen für dieselbe Situation.
Besonders positiv fiel auf, dass selbst Untätigkeit eine echte Entscheidung darstellt. Wer sich nicht einmischt, verändert den Verlauf der Geschichte ebenfalls. Genau dadurch wirkt die Spielwelt lebendig und glaubwürdig, statt nur auf offensichtliche Ja-oder-Nein-Entscheidungen zu reagieren.
Zwei Spielstile, unzählige Möglichkeiten
Spielerisch nutzt „The Blood of Dawnwalker“ seine Grundidee konsequent aus. Coens menschliche und vampirische Fähigkeiten besitzen eigene Entwicklungspfade und lassen sich über mehrere Skill-Trees individuell ausbauen.
Tagsüber konzentriert sich Coen auf Schwertkampf, Alchemie sowie dunkle menschliche Magie wie Nekromantie. Nach Sonnenuntergang erhält Coen mächtige Vampirfähigkeiten, die weit über reine Schadenssteigerungen hinausgehen. Besonders der Schattenschritt eröffnet in der Preview völlig neue Möglichkeiten – sowohl im Kampf als auch bei der Erkundung. Orte, die zuvor unerreichbar waren, wie Wachtürme oder verschlossene Gebäude werden plötzlich zugänglich, was gesamten Lösungsansatz einer Quest verändert.

Ganz ohne Nachteile bleiben die übernatürlichen Kräfte allerdings nicht. Als Vampir muss Coen seinen Blutdurst unter Kontrolle halten. Dafür kann er Tiere oder Gegner aussaugen. Wer seinen Hunger jedoch ignoriert, riskiert die Kontrolle zu verlieren – und greift im schlimmsten Fall sogar Verbündete oder unschuldige NPCs an.
Ebenfalls wichtig: „The Blood of Dawnwalker“ verlangt Aufmerksamkeit. Das Spiel nimmt seine Spieler ernst und verzichtet bewusst darauf, ständig alles zu wiederholen. Manche Questinformationen werden nur ein einziges Mal erwähnt und auch beim Brauen von Tränken solltet ihr genau aufpassen. Rezepte oder Anleitungen lassen sich nicht jederzeit erneut nachlesen, sodass ihr Informationen entweder behalten oder euch selbst Notizen machen müsst.
Systemanforderungen: Welche Grafikkarte braucht „The Blood of Dawnwalker“?
Komponente | Anforderungen |
|---|---|
CPU | Intel Core i5-11400F oder AMD Ryzen 7 2700X |
RAM | 16 GB |
Grafikkarte | NVIDIA GTX 1060 oder AMD Radeon RX 580 |
Speicher | 60 GB SSD |
Betriebssystem | Windows 10, DirectX 12 |
Komponente | Anforderungen |
|---|---|
CPU | Intel Core i7-11700K oder AMD Ryzen 7 5700X |
RAM | 16 GB |
Grafikkarte | NVIDIA RTX 4060, AMD Radeon RX 7600 XT oder Intel Arc B580 |
Speicher | 60 GB SSD |
Betriebssystem | DirectX 12 |
Reicht eure Grafikkarte nicht für die PC-Version aus, ist das kein Problem: „The Blood of Dawnwalker“ erscheint am 3. September nicht nur für Windows-PCs, sondern zeitgleich auch für PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Lohnt sich „The Blood of Dawnwalker“?
Nach vier Stunden mit „The Blood of Dawnwalker“ fällt mein Fazit äußerst positiv aus. Schon nach der Gamescom-Demo war ich vom Konzept überzeugt, doch die ausführliche Preview hat diesen Eindruck noch einmal deutlich verstärkt.
Natürlich gibt es noch kleinere Baustellen. In einigen Kämpfen wirkten Animationen noch etwas unrund und vereinzelt reagierten Gegner nicht wie vorgesehen. Für eine Preview-Version eines Rollenspiels dieser Größenordnung sind solche Fehler jedoch durchaus verzeihlich. Die Entwickler betonten während des Events außerdem, dass parallel intensiv an Bugfixes und der technischen Optimierung gearbeitet wird. Entsprechend gehe ich davon aus, dass diese Probleme bis zum Release weitestgehend behoben sein werden.
Sollte „The Blood of Dawnwalker“ die Qualität der Preview bis zum fertigen Spiel halten – und die letzten technischen Schwächen ausmerzen –, dann könnte hier für mich eines der besten Rollenspiele der vergangenen Jahre entstehen.

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