„Heave Ho 2“ im Test: Das wohl chaotischste Koop-Spiel des Jahres
Manchmal braucht es gar nicht viel, um verdammt viel Spielspaß zu haben. „Heave Ho 2“ setzt auf ein simples Spielprinzip, verrückte Physik und jede Menge Teamwork und entwickelt daraus eines der unterhaltsamsten Koop-Spiele des Jahres.

Wer „Heave Ho 2“ spielt, sollte sich auf Chaos einstellen. Alle Spieler:innen übernehmen die Kontrolle über einen kleinen Kopf mit zwei Armen und muss sich mithilfe geschickter Greif- und Schwingbewegungen durch die Level hangeln. Das klingt simpel, entwickelt sich aber schnell zu einer herrlich verrückten Herausforderung, bei der kaum ein Sprung auf Anhieb gelingt.
Das Besondere: „Heave Ho 2“ ist ausschließlich als Mehrspieler-Spiel konzipiert. Gespielt wird mit zwei bis vier Personen, entweder gemeinsam auf der Couch oder – erstmals in der Reihe – auch online. Neben der Koop-Kampagne gibt es außerdem einen Versus-Modus, in dem Spieler gegeneinander antreten.
Abwechslungsreiche Ideen statt eintöniger Level
Der größte Spaß entsteht, wenn alle an einem Strang ziehen oder sich versehentlich gegenseitig sabotieren. Oft reicht ein falsch getimter Sprung oder ein zu frühes Loslassen, damit die komplette Gruppe abstürzt. Statt Frust sorgt das jedoch meist für laute Lacher, denn Rückschläge kosten kaum Zeit und der nächste Versuch ist schnell gestartet.
Die Kampagne führt durch acht abwechslungsreiche Themenwelten mit insgesamt rund 60 Leveln. Von verschneiten Berglandschaften über ein geheimnisvolles Herrenhaus bis hin zur Schwerelosigkeit im Weltall bringt jede Welt neue Ideen und kleine Gameplay-Kniffe mit.
Zusätzliche Herausforderungen und versteckte Sammelobjekte sorgen außerdem dafür, dass sich viele Level auch nach dem ersten Durchspielen noch einmal lohnen.
Nicht jede Idee geht auf
So kreativ die Level insgesamt ausfallen, nicht alle Spielwelten erreichen das gleiche Niveau. Besonders Missionen, in denen große Gegenstände transportiert oder Figuren vorsichtig eskortiert werden müssen, fühlen sich deutlich sperriger an als der Rest des Spiels. Hier gerät die sonst so präzise Physik manchmal eher zum Hindernis als zum Spielspaß.
Auch der Showdown-Modus, in dem Spieler gegeneinander antreten, bleibt hinter der starken Koop-Kampagne zurück. Für ein paar schnelle Runden ist er durchaus unterhaltsam, langfristig fehlt ihm aber die Abwechslung, um dauerhaft zu motivieren.
Wer optionale Ziele erfüllt, schaltet nach und nach neue kosmetische Extras und nützliche Ausrüstungsgegenstände frei. Einige davon eröffnen sogar neue Lösungswege, etwa indem sie längere Sprünge oder zusätzliche Unterstützung für Teamkollegen ermöglichen. Schade ist lediglich, dass manche der spannendsten Hilfsmittel erst relativ spät verfügbar werden.
Lohnt sich „Heave Ho 2“?

Wer gerne mit Freunden oder der Familie spielt, bekommt mit „Heave Ho 2“ einen echten Geheimtipp. Die Mischung aus cleveren Rätseln, präziser Steuerung und herrlich chaotischer Physik sorgt immer wieder für großartige Spielmomente. Und der Preis ist mit 9,99 Euro mehr als fair.
Nicht jede Spielidee funktioniert gleich gut, doch insgesamt liefert Le Cartel Studio aber eines der spaßigsten Koop-Spiele des Jahres ab. Wer Titel wie „Overcooked“, „Moving Out“ oder „Unrailed!“ liebt, sollte sich „Heave Ho 2“ unbedingt ansehen.
„Heave Ho 2“ ist ab sofort für Nintendo Switch, Nintendo Switch 2 und PC erhältlich!






