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Unser Tech-Check

„Assassin's Creed Black Flag Resynced“ im Tech-Check: So gut läuft die PC-Version

Die Rückkehr von Edward Kenway ist nicht nur spielerisch gelungen, sondern macht auch technisch einiges her. Ubisoft verpasst „Assassin's Creed Black Flag“ mit der aktuellen Anvil Engine eine Generalüberholung. Doch wie gut sieht das Piraten-Abenteuer wirklich aus und wo gibt es noch Schwächen?

Dass „Assassin's Creed Black Flag Resynced“ mehr als ein einfaches Remaster sein will, merkt man bereits nach wenigen Minuten. Während der „Black Flag“-Spieltest meines Kollegen Jonas Kretzer vor allem den spielerischen Umfang und die vielen kleinen und großen Unterschiede zum Original beleuchtet, lohnt sich auch ein genauer Blick auf die Technik der PC-Version.

Denn Ubisoft hat den Klassiker auf die aktuelle Anvil Engine portiert und bringt damit zahlreiche moderne Grafiktechnologien ins Spiel.

Unser Testsystem

Für unseren Technik-Check zur PC-Version kam folgendes System zum Einsatz:

  • Mainboard: ASUS ROG CROSSHAIR X870E HERO

  • CPU: AMD Ryzen 7 7800X3D

  • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5080 Inspire 3X

  • Kühler: ARCTIC Liquid Freezer III 360 RGB

  • Arbeitsspeicher: 32 GB G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000

  • Betriebssystem: Windows 11 Pro 64 Bit

Die Anvil Engine zeigt die Karibik von ihrer schönsten Seite

Edward Kenway segelt in die Ferne auf Piratenschiff in Black Flag Resynced
Schöner ist man mit Edward Kenway nie in die Ferne gesegelt: Die Atmosphäre von „Black Flag Resynced“ ist einfach großartig! Foto: Ubisoft

Der größte Sprung gelingt Ubisoft bei der Umgebungsgrafik. Bereits das Original aus dem Jahr 2013 überzeugte mit seiner tropischen Spielwelt. „Black Flag Resynced“ nutzt die moderne Version der Anvil Engine nun, um diese Kulisse deutlich detaillierter darzustellen.

Besonders das Wasser gehört zu den größten Highlights. Wellen, Spiegelungen und wechselnde Wetterbedingungen verleihen der Karibik spürbar mehr Tiefe. Hinzu kommen dichtere Vegetation, detailliertere Städte und eine sichtbar modernisierte Beleuchtung, die den Schauplätzen deutlich mehr Atmosphäre verleiht.

Gerade auf hoher See entstehen immer wieder Momente, die fast schon Urlaubsgefühle wecken. Und genau das passt natürlich perfekt zum Piraten-Setting.

Raytracing sorgt für den größten Unterschied

Technisch setzt Ubisoft auf ein klassisches Hardware-Raytracing, allerdings ohne den extremen Schritt hin zu Pathtracing.

Zur Auswahl stehen drei Modi:

  • Raytracing deaktiviert

  • Standard (Raytraced Global Illumination)

  • Erweitert (zusätzlich Raytracing-Reflexionen)

Vor allem die globale Beleuchtung wertet viele Innenräume und Städte sichtbar auf. Sonnenlicht fällt natürlicher durch Fenster, Reflexionen wirken realistischer und Materialien profitieren von glaubwürdigeren Lichtwechseln.

Der Unterschied fällt allerdings nicht in jeder Szene gleich stark aus. Während Hafenstädte und Innenbereiche deutlich gewinnen, bleibt der Effekt auf offener See teilweise subtiler.

Nicht alles glänzt: Diese Technik-Macken bleiben

Edward kämpft im Regen von Assassin's Creed Black Flag Resynced mit dem Regen und Feinden
Edward macht bei Regen immer noch eine gute Figur, die Ausleuchtung und einige NPCs nicht unbedingt. Foto: Ubisoft

Perfekt ist die PC-Version zum Start dennoch nicht. Zum Launch fallen einige kleinere Ungereimtheiten auf. So nutzt DLSS aktuell je nach Qualitätsstufe unterschiedliche Presets, wodurch nicht immer die modernste DLSS-Version verwendet wird.

Auch optisch gibt es kleinere Kritikpunkte. Während Umgebungen hervorragend aussehen, können einige Gesichtsmodelle nicht ganz mit der restlichen Grafik mithalten. Besonders in Dialogen wirken einzelne Figuren überraschend altbacken. Hinzu kommt, dass manche Nachtszenen etwas flacher ausgeleuchtet erscheinen und dadurch etwas Atmosphäre verlieren.

Saubere Performance ohne typische PC-Probleme

Mindestens genauso wichtig wie die reine Grafik ist heutzutage die technische Stabilität.

Hier hinterlässt „Assassin's Creed Black Flag Resynced“ insgesamt einen guten Eindruck. Nach dem Shader-Kompilieren beim ersten Start läuft das Spiel angenehm sauber und auch weitgehend so, wie man es sich von einem großen AAA-Titel performancetechnisch wünschen würde. Größere Shader-Stotterer oder die inzwischen leider fast schon üblichen Traversal-Stutter-Probleme traten im Test kaum auf. Gerade angesichts der zuletzt häufig problematischen PC-Launches großer AAA-Spiele ist das eine erfreuliche Entwicklung.

Technik-Fazit: Wunderschöne Karibik mit kleinen Schönheitsfehlern

Technisch gehört „Assassin's Creed Black Flag Resynced“ zu den stärkeren Ubisoft-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre.

Die modernisierte Anvil Engine bringt das karibische Setting eindrucksvoll zur Geltung, Raytracing sorgt für sichtbar stimmungsvollere Beleuchtung und dank DLSS 4, FSR 4 sowie XeSS ist das Spiel hervorragend für aktuelle Hardware gerüstet.

Ganz ohne Kritik kommt die PC-Version zwar nicht aus – einzelne Grafikdetails, kleinere Launch-Bugs und einige inkonsistente Gesichtsmodelle verhindern den perfekten Eindruck. Wer jedoch nach einer technisch modernen Neuauflage eines der beliebtesten „Assassin's Creed“-Teile sucht, bekommt hier eine rundum überzeugende Umsetzung, die den Sprung auf aktuelle Hardware sichtbar nutzt.

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