Harter Kampf

Frauen-Handball-WM 2025: Finale – Deutschland ist Vize-Weltmeister!

Was für ein starkes Spiel! 60 Minuten Adrenalin – die deutsche Handball Nationalmannschaft der Frauen verpasst den Sieg nur knapp und holt sich die Silber-Medaille!

Viola Leuchter wird von ihrer Gegenspielerin in der Luft gehalten.
Die deutsche Nationalspielerin Viola Leuchter wird als beste Nachwuchsspielerin ausgezeichnet. Foto: IMAGO / ANP

Was für ein Beginn, was für ein Finale – und am Ende doch bittere Tränen. Die deutschen Handball-Frauen liefern Norwegen im WM-Finale 2025 einen leidenschaftlichen Kampf, müssen sich dem Topfavoriten und amtierenden Europameister am Ende aber mit 20:23 geschlagen geben. Es ist trotzdem ein historischer Abend: Erstmals seit 1993 steht Deutschland wieder in einem WM-Finale – und krönt eine außergewöhnliche Turnierreise mit der Silbermedaille.

Starker Start – Deutschland dominiert die Anfangsphase

Deutschland startet furios in das Endspiel. Die Abwehr steht kompakt, im Angriff demonstriert das Team Mut und Präzision – die Führung ist früh deutlich. Doch mit zunehmender Spielzeit schleichen sich vereinzelte Fehlpässe und Fehlwürfe ein, die den guten Rhythmus brechen.

Norwegen nutzt diese Phase konsequent, arbeitet sich Tor um Tor heran und dreht die Partie noch vor der Pause. Zur Halbzeit ist das Spiel wieder offen – jetzt heißt es dran bleiben! .

2. Halbzeit: Norwegen übernimmt

Nach dem Seitenwechsel gelingt es Deutschland nicht, wieder richtig ins Spiel zu finden. In der 40. Minute steht es 13:16, Norwegen liegt erstmals klar vorne. Die Kommentator:innen sprechen von fehlender „Tiefe“ im deutschen Angriff – die Durchschlagskraft lässt nach, klare Chancen bleiben aus.

Ein Wendepunkt scheint dennoch möglich: Nach einem Treffer ins Gesicht der deutschen Torhüterin Katharina Filter erhält Norwegen eine Zwei-Minuten-Strafe. Deutschland nutzt die Überzahl sofort – ein wichtiges Tor, eine kurze Verschnaufpause und neue Energie. Mit kompakter Abwehr, schnellen Eins-gegen-eins-Situationen und präzisen Rückraumwürfen kämpfen sich die DHB-Frauen auf 15:16 heran.

Noch rund 15 Minuten sind zu spielen, Norwegen führt weiterhin knapp. Deutschland bleibt dran und schafft tatsächlich noch einmal den Ausgleich – das Finale lebt!

Entscheidende Endphase: Deutschland findet keinen Zugriff

Norwegen zeigt in der entscheidenden Phase seine ganze Klasse. In der 51. Minute steht es 17:19, die deutschen Rückraumwürfe finden ihr Ziel nicht mehr, auch die offensive Deckung kann die Gegnerinnen nicht stoppen. Immer wieder setzen sich die Europameisterinnen mit zwei Toren ab.

In den letzten Minuten fällt es Deutschland schwer, nochmals zu treffen. Bundestrainer Markus Gaugisch nimmt in der 57. Minute eine letzte Auszeit, stellt auf 5:1-Deckung um. Doch Norwegen spielt die Zeit clever herunter. Endstand: 20:23.

„Blick nach vorn und weiter gehts!" – Silber mit Stolz

Trotz der Niederlage gibt es einen besonderen Moment: Viola Leuchter wird als beste Nachwuchsspielerin des Turniers ausgezeichnet – ein starkes Zeichen für die Zukunft. Auch Bundestrainer Markus Gaugisch ist zufrieden, wenn auch enttäuscht: „Ich hätte es den Mädels gegönnt, wir haben alles auf dem Platz gelassen. Wir haben eine Mannschaft, die lebt. Handballerisch haben wir viele Möglichkeiten. Blick nach vorn und weiter gehts!“

Silber fühlt sich in diesem Moment vielleicht bitter an – doch diese WM ist ein Novum für den deutschen Frauen-Handball. Ausverkaufte Hallen, starke TV-Quoten und eine Mannschaft, die begeistert, zeigen: Diese Reise war mehr als ein Turnier – Sie war ein Aufbruch. Es bleibt Hoffnung und Euphorie auf das, was in Zukunft von dieser Mannschaft noch kommen wird!

Platz 3 hat sich Frankreich in der Verlängerung gegen Niederlande heute Nachmittag erkämpft.

Wer sich zum Trost etwas Gutes im TV anschauen will, erfährt hier, ob sich der „Tatort“ heute Abend lohnt >>>

Quellen

  • ARD / Sportschau.de