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Was ein Drama

Schlägerei nach WM-Finale im Video: Wer beteiligt war, wer anfing, wer sich entschuldigte!

Spanien ist Weltmeister – doch Sekunden nach dem Schlusspfiff eskaliert plötzlich die Lage. Wer die Schlägerei auslöste und welche Konsequenzen jetzt drohen!

Argentische Spieler gehen auf Gavi los und reißen ihn zu Boden.
Schock nach dem WM-Finale: Plötzlich gehen mehrere Argentinier auf die Gewinner los! Foto: IMAGO / Shutterstock

130 Minuten Anspannung, ein zähes Ringen und am Ende der verdiente Lohn: Spanien setzte sich im WM-Finale gegen Argentinien durch und holte den Titel!

Doch die Feier ging nur kurz. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation völlig: Ein argentinischer Spieler begann einen Streit, der innerhalb weniger Sekunden in einer handfesten Schlägerei auf dem Rasen mündete. Spieler, Ersatzspieler und Mitglieder beider Trainerstäbe mischten sich ein. Doch wer löste die Auseinandersetzung aus? Welche Profis waren beteiligt? Gab es eine Entschuldigung? Und welche Konsequenzen drohen den Verantwortlichen nun?

Was ist passiert – und wer war involviert?

Schon während der Partie bewegte sich Argentinien immer wieder am Rande des Erlaubten. Bereits früh im Spiel traf Alexis Mac Allister Spaniens Dani Olmo mit einem schlecht getimten, harten Foul. Wenig später hatte Nicolás Tagliafico gegen Lamine Yamal große Probleme und griff mehrfach zu unfairen Mitteln. Besonders unangenehm war eine Szene, in der seine Stollen über Yamals Wade rutschten. Beide Aktionen blieben jedoch ungeahndet.

Nach seiner Einwechslung übernahm Leandro Paredes die Rolle des Provokateurs. Der Mittelfeldspieler stieß Dani Olmo zu Boden, lieferte sich immer wieder hitzige Diskussionen mit dem Schiedsrichter und protestierte nahezu gegen jede Entscheidung zugunsten Spaniens. Kurz vor dem Schlusspfiff dezimierte sich Argentinien dann selbst: Enzo Fernández sah nach einem harten Foul an Pau Cubarsí in der 90. Minute die Rote Karte.

Mit dem Abpfiff eskalierte die Situation endgültig.

Im Mittelpunkt stand erneut Leandro Paredes. Der Argentinier ging auf Spaniens Eric García los und packte ihn am Hals. Nationaltrainer Lionel Scaloni versuchte zwar, seinen Spieler zurückzuhalten, doch Paredes riss sich los, stieß den spanischen Ersatzspieler Gavi zu Boden, schubste ihm ins Gesicht und trat anschließend offenbar noch nach ihm. Erst Teamkollege Thiago Almada konnte den Mittelfeldspieler stoppen.

Die Szene löste eine Massenrudelbildung vor den Trainerbänken aus. Spieler, Ersatzspieler und Mitglieder beider Trainerstäbe stürmten auf den Platz und lieferten sich hitzige Wortgefechte sowie Rangeleien. Paredes sah für seine Rolle die Rote Karte.

Auch Nicolás Otamendi geriet anschließend in den Fokus. TV-Aufnahmen von DAZN zeigen, wie der Innenverteidiger Spaniens Rodri zuruft, er und Aymeric Laporte hätten „die ganze Woche nur geweint“ und sollten lieber weniger reden.

Hat sich Argentinien nach dem Spiel entschuldigt?

Eine Entschuldigung blieb bislang aus. Zwar versuchte Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni während der Eskalation noch zu schlichten, nach dem Spiel zeigte er sich jedoch wenig selbstkritisch. Im Interview sagte er:

„Wir waren gute Sieger und müssen auch gute Verlierer sein. Heute haben wir gezeigt, dass wir auch verlieren können. Wir haben das Spiel verloren und akzeptieren das.“

Welche Konsequenzen drohen der argentinischen Mannschaft?

Offizielle Strafen wurden bislang nicht ausgesprochen – vielmehr scheint eine zunächst gemeldete Sanktion wieder vom Tisch zu sein. Zunächst hieß es, Leandro Paredes habe nach den Tumulten noch die Rote Karte gesehen.

Nach Informationen des britischen Senders BBC stellte die FIFA jedoch klar, dass gegen den Argentinier in diesem Moment keine disziplinarischen Maßnahmen verhängt worden seien. Im offiziellen Spielbericht des Weltverbands ist für Paredes lediglich eine Gelbe Karte vermerkt.

Ganz ohne Konsequenzen bleibt der Vorfall dennoch nicht: Da sich die Ausschreitungen im Rahmen eines FIFA-Wettbewerbs ereigneten, hat die Disziplinarkommission des Weltverbands „einen Disziplinar- und Ethetikermittler ernannt, um mögliche Verstöße gegen den FIFA-Disziplinarcode im Zusammenhang mit den Vorfällen nach dem Spiel zu untersuchen“.

Folgende Sanktionen gelten als wahrscheinlich:

  • Lange Sperre für Leandro Paredes: Das Greifen an den Hals eines Gegenspielers sowie weitere Tätlichkeiten gelten als schweres unsportliches Verhalten. Vergleichbare FIFA-Fälle führten in der Vergangenheit regelmäßig zu mehrmonatigen beziehungsweise mehrspieligen Sperren, die auch für kommende WM-Qualifikationsspiele gelten würden.

  • Hohe Geldstrafe für den argentinischen Verband: Die AFA könnte wegen mangelnder Kontrolle über Spieler und Betreuer empfindlich zur Kasse gebeten werden.

  • Weitere Sperren gegen beteiligte Spieler: Auf den TV-Bildern ist unter anderem zu sehen, wie Nahuel Molina Spaniens Rodri schlägt. Zudem beteiligten sich mehrere Ersatzspieler und Mitglieder des Trainerstabs an der Rudelbildung. Die FIFA dürfte alle Videoaufnahmen auswerten und weitere Beteiligte nachträglich identifizieren. Ihnen drohen ebenfalls Sperren und Geldstrafen.

Ob die FIFA darüber hinaus weitere Disziplinarmaßnahmen gegen den argentinischen Verband oder einzelne Offizielle verhängt, dürfte sich nach Abschluss der Ermittlungen entscheiden.

Quellen
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