„Stuart Fails to Save the Universe“: Kurze Laufzeit, große Wirkung – so überzeugt das StuartVerse selbst TBBT-Hasser
Das „The Big Bang Theory“-Spin-off „Stuart Fails to Save the Universe“ macht großen Spaß, obwohl – oder gerade weil – von Sheldon und Leonard jede Spur fehlt.

Auch wenn der große, langjährige Erfolg von „The Big Bang Theory“ eindeutig für die Sitcom spricht, konnte ich mich nach einer Staffel und diversen Einzelepisoden nie für Chuck Lorres Nerd-Comedy begeistern. Das Konzept klang zwar verheißungsvoller als „Charlie Sheen ist Charlie Sheen und sein Bruder ist ein Trottel“, aber unzählige Popkulturanspielungen und das Gefühl, dass man sich eher über Fans von „Star Trek“, „Firefly“ und Co. lustig machen wollte, machten TBBT für mich eher zur Tortur.
Dennoch weckte „Stuart Fails to Save the Universe“, anders als „Young Sheldon“, meine Neugier. Eine Science-Fiction-Odyssee mit Nebenfiguren aus der Hauptserie – so viel Mut muss man belohnen. Und tatsächlich wurde ich von einer Bazinga-freien Serie überrascht, die mich vielleicht nicht zum Lachen bringen konnte, wohl aber sehr gut unterhalten hat.
Mini-Folgen mit maximaler Wirkung
„Stuart Fails to Save the Universe“ ist äußerst einsteigerfreundlich, zumindest fiel es nicht negativ ins Gewicht, dass ich keine der vier Hauptfiguren aus der Serie kannte. Die Verhältnisse sind schnell geklärt und die Geschichte beginnt auch direkt in einem Endzeit-Universum. Warum Stuart und seine Begleiter von Universum zu Universum springen, wird im Verlauf der 10 Episoden aus Staffel 1 geklärt – allerdings ist die Rahmenhandlung natürlich nur ein Mittel zum Zweck, um in jeder Folge neue, absurde Universumsregeln einführen zu können.
Was zunächst wie ein Nachteil klingt, ist eigentlich der größte Trumpf von „Stuart Fails to Save the Universe“: Die Episoden sind außergewöhnlich kurz. Die längste Folge ist 25 Minuten lang, meist dauert der wöchentliche Spaß aber nur 18 Minuten – Episode 7 verlangt sogar nur 15 Minuten deiner Zeit.
Das sorgt für ein hohes Tempo, denn sobald die Luft ein wenig aus einem Universum raus ist, geht es direkt schon ins nächste Universum. Fans von „The Big Bang Theory“ dürfen sich zudem über einige Gastauftritte freuen, wobei diese im Verlauf der Staffel etwas seltener werden.
Der Freifahrtschein, den Chuck Lorre scheinbar durch seine diversen Sitcom-Hits von Warner Bros. erhalten hat, wurde mit „Stuart Fails to Save the Universe“ auf jeden Fall gut genutzt. Humor ist Geschmackssache, aber zumindest an Kreativität mangelt es „Stuart“ nicht. Da darf die im Finale angedeutete 2. Staffel gerne kommen.
„Stuart Fails to Save the Universe“ startet in Deutschland am 24. Juli 2026 auf HBO Max. Wöchentlich wird eine neue Episode veröffentlicht.










