Skifahrerin Katharina Engelhardt beendet nach zwei Herzstillständen ihre Karriere
Mit gerade einmal 18 Jahren steht Katharina Engelhardt plötzlich vor einem Neuanfang: Nach zwei Herzstillständen und einer schweren Herzmuskelentzündung muss das österreichische Langlauf-Talent seine vielversprechende Karriere abrupt beenden.

Der Traum von einer großen Karriere im Leistungssport ist für Katharina Engelhardt jäh geplatzt. Die erst 18-jährige Langläuferin, die noch im Januar bei den österreichischen Meisterschaften in Saalfelden zwei Podestplätze im Sprint holte, muss ihre sportliche Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beenden. Der Grund: eine schwere Herzmuskelentzündung – mit dramatischen Folgen.
Was wie ein sportliches Erfolgsjahr begann, nahm innerhalb kürzester Zeit eine dramatische Wendung. In einem sehr persönlichen Statement auf Instagram berichtete Engelhardt, dass sich ihr Leben „von einem Tag auf den anderen verändert“ habe und man erkenne, „dass man für jeden Tag dankbar sein sollte“.
Lebensgefahr durch Herzmuskelentzündung
Erst im Nachhinein erfuhr die junge Athletin, wie kritisch ihr Zustand tatsächlich gewesen war. „Mir wurde erst später erzählt, dass ich zweimal einen Herzstillstand hatte und vier Tage im Tiefschlaf war, aufgrund einer Herzmuskelentzündung.“ Zusätzlich sei ihr ein Defibrillator eingesetzt worden, um künftige lebensbedrohliche Rhythmusstörungen zu verhindern. Besonders erschütternd: „Selbst die sehr guten Ärzte in Linz dachten, ich würde es nicht schaffen.“
Medizinisch handelt es sich bei einer Herzmuskelentzündung, auch Myokarditis genannt, um eine oft unterschätzte Erkrankung, die nicht selten im Zusammenhang mit Infekten auftritt. Gerade im Leistungssport kann eine zu frühe Rückkehr ins Training fatale Folgen haben. Im schlimmsten Fall drohen schwere Herzrhythmusstörungen oder sogar ein plötzlicher Herztod.
Dass Engelhardt die Intensivstation bereits nach rund einer Woche wieder verlassen konnte, grenzt angesichts der Umstände an ein kleines Wunder. In ihrem Beitrag dankte sie nicht nur dem medizinischen Team, sondern auch ihrem Glauben: „Ohne Gottes Hilfe hätte ich diesen Weg nicht wieder geschafft. Er ist ein Gott, der Wunder tut!“
Vom Podest in die Klinik
Die Wucht der Diagnose trifft besonders hart, wenn man auf ihre sportlichen Erfolge blickt. Mitte Januar stand Engelhardt bei den österreichischen Meisterschaften in Saalfelden gleich zweimal im Sprint auf dem Podium. Auch international sammelte sie Erfahrung, etwa beim Continental Cup im deutschen Oberwiesenthal. Alles deutete auf eine vielversprechende Zukunft im Langlauf hin.
Doch mit dem Eingriff und der klaren ärztlichen Empfehlung ist ein Comeback im Spitzensport ausgeschlossen. „Der Leistungssport wird für mich leider keine Rolle mehr spielen. Der Sport hat mir so viel gegeben“, erklärte sie offen.
Eindringliche Warnung an andere Athleten
Zum Abschluss richtete die 18-Jährige eine klare Botschaft an die Sport-Community: „An alle Sportler: Bitte passt immer nach einer Infektion auf euch auf!“ Ein Appell, der angesichts ihrer Erfahrung Gewicht hat. Denn oft werden Infekte unterschätzt oder nicht vollständig auskuriert – mit potenziell gravierenden Folgen.










