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"Die jungen Ärzte"-Star Milena Straube spricht in Doku über Übergriffe bei Fake-Casting

„The Case You“ ist ein Dokumentarfilm, der von einem Fake-Casting handelt. Bei dem gestellten Casting wurden jungen Schauspielerinnen Opfer von sexuellen Übergriffen. "Die jungen Ärzte"-Star Milena Straube ist eine von Ihnen.

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the case you
Isabelle Bertges, Gabriela Burkhardt, Aileen Lakatos, Lisa Marie Stojčev und Milena Straube sind in dem Film "The Case You" zu sehen. Foto: mindjazz pictures, Lenn Lamster
Inhalt
  1. Die Casting-Falle als Film
  2. Paula Schramm kennt den Regisseur
  3. Schweizer Regisseur lässt Fragen unbeantwortet

Vor mittlerweile 7 Jahren inszenierte ein Schweizer Regisseur ein Casting. Bei dem Casting gab es mehrere Übergriffe auf junge Teilnehmerinnen. Geplant, wie sich später rausstellte.

Der Film „The Case You” berichten fünf der Schauspielerinnen, darunter "Die jungen Ärzte"-Star Milena Straube, wie sie bei dem Casting Übergriffen sexueller und gewaltsamer Natur ausgeliefert waren. Der Schweizer Regisseur nutzte seine Machtposition in der Casting-Situation aus, indem er Übergriffe auf die betroffenen Frauen veranlasst haben soll.

Er hat für das „Casting“ weitere Schauspieler engagiert und soll diese zu Übergriffen auf die weiblichen Schauspielerinnen aufgefordert haben. Bestätigt wird dies durch einen Teil der Schauspieler gegenüber Reportern des SRF.

Aileen Lakatos berichtet von ihrem Übergriff: „Seine Hände gingen dann zu meinen Brüsten und bis nach unten zwischen meine Beine und an den Po.“

 

Die Casting-Falle als Film

Die Szenen, die für das Casting geplant und einstudiert wurden, seien ohne jegliche Art von Übergriffen gewesen, berichtet Aileen weiter. Zudem sei niemand auf das Thema eingegangen, es wurde nicht gefragt, ob diese Art von intimer Berührung für die Schauspielerin in Ordnung sei.

Nach dem Casting wollte der Regisseur die Casting-Aufnahmen als Film veröfffentlichen. „In diesem geht es um die Frage, wie weit Schauspielerinnen für ihre Karriere gehen“, erzählt Aileen Lakatos im Interview mit SRF. Die Übergriffe seien demnach ein Machtmissbrauch, der die jungen Frauen zusätzlich in der Öffentlichkeit in einem negativen Licht dargestellt hätte.

Die Veröffentlichung des „Casting-Films“ wurde erfolgreich durch ein Gerichtsverfahren verhindert. Der Film ist und bleibt unter Verschluss. Problematisch ist vor allem, dass die Machtmissbräuche gezeigt und als gespielt dargestellt werden. Aileen betont „Wir wissen, dass es nicht gespielt war.“

In einer weiteren, aktuellen Zivilklage fordern viele Betroffene, dass das Material gelöscht werden muss.

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Die Dokumentation „The Case You“ soll für die Betroffenen eine Selbstermächtigung sein, heißt es in dem Bericht. Es sei kein Einzelfall in der Film- und Kulturbranche, darauf soll der Film aufmerksam machen. Dennoch empfinde sie Scham, weil sie sich habe zu entwas überreden lassen, was sie eigentlich nicht wollte.

paula schramm
Bildunterschrift eingeben Foto: ARD/Jens-Ulrich Koch
 

Paula Schramm kennt den Regisseur

„Die jungen Ärzte“-Schauspielerin Paula Schramm hat in einem anderen Projekt schlechte Erfahrungen mit demselben Regisseur gemacht. Bei dem Nachdreh eines Films, der vor 10 Jahren gedreht wurde, sah sie den Rohschnitt erst nach mehrerer Aufforderung. Dann der Schock: Dieser zeigte sie von Kopf bis Fuß nackt. "Ich habe Ausschnitte meines Körpers gesehen, mit denen ich so nicht gerechnet habe", erzählt Paula Schramm. Die Nacktszenen seien so nicht abgesprochen gewesen.

"Man hat dann versucht, mich emotional zu erpressen und mir Vorwürfe gemacht, ich zerstöre das Projekt", erinnert sich die Darstellerin. Doch der TV-Star ließ sich nicht erpressen und stieg aus dem Projekt aus.

Sie bezeichnet das Verhalten des Regisseurs als „sehr grenzwertig“. Gerade seit der MeToo-Bewegung gebe es neue Vorgehensweisen, um sexuelle Übergriffe von vorne rein zu vermeiden. Intimitätskoordinatorinnen und -koordinatoren stehen beratend an Film-Sets zur Seite und gebe in intimen Szenen mehr Sicherheit.

 

Schweizer Regisseur lässt Fragen unbeantwortet

SRF berichtet, dass der Regisseur die Aufnahmen nun sieben Jahre nach dem Casting löschen und Schadenersatz zahlen muss. Der Sieg vor Gericht mache die Übergriffe nicht rückgängig, verhindere aber weitere Versuche das Material zu veröffentlichen und die Schauspielerinnen weiter zu missbrauchen.

Der SRF versuchte den Regisseur und seine Produzentin seit Ende 2021 mehrmals telefonisch und per E-Mail zu erreichen. Dieser äußerte sich bisher nicht zu den Anschuldigungen.

 

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