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„Chilling Adventures of Sabrina“ - Kiernan Shipka: „Sabrina ist eine Feministin“

Chilling Adventures of Sabrina“: Im Interview verrieten uns Kiernan Shipka und Ross Lynch, was die eigentliche Botschaft der neuen Netflix-Serie ist.

"Chilling Adventures of Sabrina": Sabrina Spellman (Kiernan Shipka)
„Chilling Adventures of Sabrina“ - Kiernan Shipka: „Sabrina ist eine Feministin“. Bild: Netflix

„TV Movie“-Reporterin Anna Peters traf Kiernan Shipka und Ross Lynch anlässlich des Starts ihrer neuen Horror-Serie zum Interview. Bei einem lockeren Gespräch verrieten die ehemalige „Mad Men“-Darstellerin und der Rock-Musiker, was wir von Sabrina Spellman und Harvey Kinkle lernen können.

TV Movie Online: Wie es scheint, spielt „Chilling Adventures of Sabrina“ nicht in der Gegenwart. Hat die Serie trotzdem einen aktuellen Bezug?

Kiernan Shipka: „Die Show spielt in einer zeitlosen Ära, aber bleibt trotzdem modern. Die Dialoge haben einen aktuellen Bezug, bei den Themen ist das genauso. Obwohl die Show kein einziges Mal direkt auf 2018 verweist, fühlt sie sich nicht an wie ein Historiendrama und das finde ich gut.“

Ross Lynch: „Ich finde es gut, dass relevante Themen wie Mobbing, Individualismus, Feminismus und dergleichen thematisiert werden, denn solche Shows beeinflussen vor allem junge Zuschauer.“

Kiernan Shipka: „Teil einer Show zu sein, die sich modern anfühlt, all diese Dinge verarbeitet und trotzdem unterhaltsam bleibt, düster ist und Spaß macht, gibt einem ein gutes Gefühl.“

Sabrina muss zu Beginn der Show eine Entscheidung treffen: Will sie eine Hexe sein – dann muss sie allerdings den Kontakt zu ihren Freunden abbrechen, oder lebt sie ein normales Leben als Sterbliche. Glaubt ihr, das ist etwas, mit dem sich jüngere Zuschauer auf einem gewissen Level identifizieren können – schwere Entscheidungen treffen zu müssen und sich dabei vielleicht auch unter Druck gesetzt zu fühlen?

Kiernan Shipka: „Die Show und die Situation, in der sich Sabrinas befindet, weisen einige Analogien zu den Erfahrung auf, die Teenager heutzutage machen. Man muss so viele Entscheidungen treffen. Die Frage ist aber: Muss man sich wirklich für einen einzigen Weg entschieden oder wird einem das nur suggeriert? Hier kommt Sabrina ins Spiel; Sie schafft sich eine dritte Option und das ist die große Botschaft hinter der Show. Man muss sich selbst treu bleiben, auch wenn das bedeutet, dem traditionellen Weg den Rücken zu kehren.“

Findest du, Kiernan, man könnte Sabrina als Feministin bezeichnen oder geht das zu weit?

Kiernan Shipka: „Doch, auf jeden Fall. Sie ist eine feministische Figur. Sie setzt sich für das ein, an das sie glaubt. An der Schule hat sie Wicca, was ich toll finde und sie unterstützt ihre Freunde. Sie glaubt an Gleichberechtigung und wird als eine junge Frau mit sehr viel Tiefe porträtiert, hat aber gleichzeitig ihre Fehler, wie alle Menschen. All das macht sie schon zu einer Feministin.“

Wer sind eure weiblichen Vorbilder?

Ross Lynach: „Definitiv Michelle Obama - sie ist verdammt cool. Und meine Mutter, ganz klar. Serena Williams und Beyoncé auch. Und Kiernan Shipka!“ Lacht! „Michelle Gomez ...weißt du was, eigentlich alle Frauen, die bei 'Chilling Adventures of Sabrina' dabei sind. Ich schaue zu ihnen allen auf, ganz im Ernst!“

Kiernan Shipka: „Bei mir ist es auch meine Mutter. [Die amerikanische Schauspielerin und Komikerin] Tina Fey, ['Parks and Recreation'-Darstellerin] Amy Poehler, meine Schauspiel-Lehrerin Deb und „Instyle“-Herausgeberin Laura Brown. Sie ist ein Riesen-Vorbild für mich.“

Was ist eure Botschaft an junge Leute?

Kiernan Shipka: „An sich selbst zu glauben und den eigenen Wert zu kennen und für das einzustehen, an das du glaubst. Das gilt nicht nur für junge Mädchen sondern für jeden, der die Show schaut.“

* Anna Peters

 
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