Zum Hauptinhalt springen
Unsere Preview zur Erweiterung

„From the Ashes“ ist da: Warum die Erweiterung zu „Avatar: Frontiers of Pandora“ genau jetzt ein genialer Schachzug ist

Ubisoft lädt erneut nach Pandora und überrascht mit einer Erweiterung, die Story, Timing und Gameplay clever verbindet. Wir haben „Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes“ angespielt.

So’lek blickt in „Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes“ auf den brennenden Hometree, während die RDA Pandora verwüstet
So'lek muss zu Beginn mitansehen, wie der Hometree in Flammen steht und von RDA umzingelt ist! Foto: Ubisoft / TV Movie

„Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes“ ist seit dem 19. Dezember verfügbar. Unsere Preview basiert auf einer mehrstündigen Anspielsession vor Release – und zeigt, warum der DLC Pandora zum perfekten Zeitpunkt in eine deutlich düstere Richtung führt.

Es gibt ehrlicherweise nicht mehr so viele Momente, die den inneren Filmnerd in mir in komplette Begeisterung verfallen lassen. Doch in James Camerons Lightstorm Studios zu stehen, knapp 20 Minuten von „Avatar 3: Fire and Ash“ zu erleben und echte Filmrequisiten aus „Titanic“, „Terminator 2“ oder eben „Avatar“ mit eigenen Augen zu sehen, hat tatsächlich meine große Kino-Leidenschaft wieder aufleben lassen. Das hat mich auch daran erinnert, dass ich damals als Filmwissenschaftsstudent einer derjenigen war, die bei der Pressvorführung zu „Avatar“ im Jahr 2009 schon geahnt haben, welchen Impact James Camerons Abenteuer-Science-Fiction-Epos möglicherweise haben könnte.

Und nun steht Teil 3 der „Avatar“-Saga in den Startlöchern – und mit ihm die Veröffentlichung von „Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes“. Als Film- und Gaming-Fan habe ich eigentlich schon 2009 mit meiner 3D-Brille auf der Nase davon geträumt, wie es wäre, als Na’vi auf meinem Ikran durch die unglaublich dichte Welt von Pandora fliegen zu können und der RDA mit Pfeil und Bogen den „blauen Stinkefinger“ zeigen zu können. Im Dezember 2023, also fast 14 Jahre später, war es dann auch tatsächlich soweit: Ubisoft veröffentlichte „Avatar: Frontiers of Pandora“ für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC.

Warum der DLC gerade jetzt so viel Sinn ergibt

Das Spiel ging damals allerdings etwas unter. Nicht wegen mangelnder Qualität, sondern weil der große Avatar-Hype nach dem zweiten Film „Avatar: The Way of Water“ spürbar abgeflacht war. Dabei war das Spiel atmosphärisch herausragend und audiovisuell ein echtes Brett, wie wir in unserem damaligen Test schon feststellen konnten.

Umso cleverer wirkt jetzt der Schritt, mit „From the Ashes“ eine Erweiterung nachzuschieben, die parallel zu „Avatar 3“ erscheint und neue Storyelemente, einen neuen Protagonisten sowie die heiß gewünschte Third-Person-Perspektive einführt. Wir konnten über zwei Stunden lang in die brandneue Erweiterung reinspielen und beantworten die wichtigste Frage: Lohnt sich die Rückkehr nach Pandora wirklich?

Mit dem Release am 19. Dezember wirkt „From the Ashes“ rückblickend wie eine gezielt platzierte Brücke zwischen Spiel und Kinouniversum – und nicht wie ein verspäteter Nachschub.

Hier seht ihr einen Übersichtstrailer zum Spiel:

Video Platzhalter
Video: Ubisoft

Was erzählt die Erweiterung „From the Ashes“?

In „From the Ashes“ übernehmen Spieler:innen erstmals nicht die Rolle der bekannten Figuren aus dem Hauptspiel, sondern schlüpfen in die Haut von So’lek, einem kampferprobten Na’vi-Krieger, der bereits in „Secrets of the Spires“ eine Rolle spielte. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag kehrt er in die Westliche Grenze zurück – diesmal jedoch nicht als Entdecker, sondern als jemand, der seine Familie retten und den verwüsteten Kinglor-Wald zurückerobern will.

Die Erweiterung taucht dabei deutlich tiefer in Themen wie Rache, Verlust, Verantwortung und Identität ein und präsentiert eine Phase Pandoras, die härter, dunkler und feindseliger wirkt als alles, was wir bisher im Spiel gesehen haben. Die RDA operiert mit noch aggressiveren Technologien, während der Ash-Clan, ein neuer Na’vi-Clan, als moralisch hochkomplexer Antagonist etabliert wird.

Schon die ersten Minuten wirken ungewohnt: Statt schillernder Biolumineszenz breitet sich vor uns ein graues, verkohltes, fast lebloses Biom aus. Der Kontrast zum Hauptspiel ist gewaltig und funktioniert hervorragend, um die emotionale Schwere des neuen Kapitels zu transportieren. Mit So’lek spielt sich „From the Ashes“ außerdem direkter, aggressiver und erfahrener. Er ist kein junger Na’vi, der Pandora erst verstehen muss, sondern ein Krieger, der auf Rache aus ist.

Die ersten Eindrücke: Third-Person, infiltrierte Wälder & ein neuer Ton

So'lek fliegt auf seinem Ikran durch die Erweiterung From the Ashes
Der „Star“ von „From the Ashes“ bleibt weiterhin die großartige Spielwelt Foto: Ubisoft / TV Movie

Die erste Mission unserer Anspielsession führt uns auf den Rücken unseres Ikran Richtung Hometree, der inzwischen von der RDA besetzt und schwer befestigt wurde. Schon hier fällt eine der wichtigsten Neuerungen ins Auge: die Third-Person-Perspektive.

Ubisoft selbst erklärte in einem Panel, dass man damit „mehr Immersion, mehr filmische Nähe und ein besseres Gefühl für die körperliche Präsenz der Na’vi“ schaffen wolle – und es funktioniert tatsächlich erstaunlich gut.

Erst in der Außenperspektive wird wirklich spürbar, wie massiv, anmutig und athletisch die Na’vi sind. So’leks Sprünge, Landungen, Kletterbewegungen und der Umgang mit Waffen wirken organisch und kraftvoll, auch wenn einzelne Animationen noch etwas Feinschliff vertragen könnten. Insgesamt fühlt sich das Spiel jedoch sofort natürlicher an – und der Vergleich zu PlayStations „Horizon“-Reihe drängt sich absolut positiv auf.

So'lek im Kampf gegen die RDA mit einem Finisher
Die neuen Stealth-Takedowns machen So'lek noch stärker. Foto: Ubisoft / TV Movie

Schon früh schleichen wir uns an RDA-Mechs vorbei, nutzen neue Stealth-Finisher und Messer-Takedowns und präzise Pfeil-und-Bogen-Kills, die So’leks Erfahrung deutlich spürbar machen. Die Gegnerdichte ist höher als im Hauptspiel, die Feuergefechte knackiger, das Kampftempo intensiver.

Im Inneren des brennenden Hometrees treffen wir schließlich erstmals den Ash-Clan – und sofort wird klar: Diese Kämpfer sind keinem bisherigen Na’vi ähnlich. Sie sind schneller, schwerer bewaffnet, verfügen über RDA-Technologie und agieren wie Elite-Bosse. Der erste Schlagabtausch ist hart, hektisch und emotional – und stellt eines der Highlights der Demo dar.

Besonders hilfreich ist dabei So’leks Spezialfähigkeiten, wie bspw. eine Art kurzzeitiger Präzisionsmodus mit Slowmotion, der perfekt für Kopfschüsse geeignet ist. Wird die Kriegerleiste gefüllt, geht So’lek sogar in eine Art Überlast-Modus über, in dem er nahezu unbesiegbar wird und massiven Schaden austeilt. Gerade beim Räumen größerer Basen sorgt das für richtig starke Action-Momente.

Open World, Plattforming & Basen: Bekannt, aber verfeinert

So'lek infiltriert eine RDA Basis bei Nacht
So'lek infiltriert im Verlauf der Anspielsession auch eine gewaltige RDA-Basis mit einem gefangenen Widersacher! Foto: Ubisoft / TV Movie

Die zweite Mission öffnet die Welt stärker. Kleinere Plattforming-Passagen, Crafting, das Reinigen von Basen, das Ausschalten von Maschinen – vieles bleibt vertraut, wird aber durch So’leks Beweglichkeit und die neue Kamera-Perspektive abwechslungsreicher. Interessant ist, wie sehr sich die Open World diesmal linearer strukturiert anfühlt, ohne ihren Erkundungsdrang zu verlieren. Bestimmte Rüstungssets verstärken Fähigkeiten spürbar, etwa indem sie die Kriegerleiste teilbefüllen oder besondere Resistenzwerte liefern.

Ein Highlight der Demo war eine groß angelegte Infiltration einer RDA-Fabrik, die clevere Mischungen aus Rätseln, Plattforming und engen Gefechten bot und schließlich in einem spektakulären Bossfight gegen einen Fireback-Mastodon endete. Sicher einer der stimmungsvollsten Kämpfe, die wir bisher in „Frontiers of Pandora“ erleben durften, auch wenn der eigentliche Kampf keine allzu großen Herausforderungen bot. Doch er war wirklich richtig stark inszeniert.

Präsentation & Technik: Pandora bleibt ein Hingucker

Audiovisuell spielt „From the Ashes“ wieder in einer eigenen Liga. Die verwüsteten Wälder, die glühenden Feuerzonen, die riesigen RDA-Bauten, die Ash-Clan-Krieger – alles ist stilistisch stark und technisch sauber umgesetzt. Die Außenareale wirken deutlich beeindruckender als manche Innenräume, aber insgesamt liefert der DLC die erwartete Grafikqualität und kann das Hauptspiel dabei immer wieder auch dezent übertrumpfen

Fazit: Warum „From the Ashes“ wirklich Sinn macht

„From the Ashes“ ist kein rein taktisches Marketingprodukt zum Filmstart, sondern eine sinvolle Weiterentwicklung des Hauptspiels. Die Third-Person-Perspektive macht das Spiel spürbar immersiver. Die neuen Gegner frischen den Kampf auf. Die düstere Geschichte und So’leks persönliche Motivation verleihen Pandora emotional neue Facetten. Und die parallele Veröffentlichung zu „Avatar 3“ könnte dem gesamten Franchise einen erneuten Popularitätsschub geben.

Nach rund zwei Stunden lässt sich noch nicht absehen, wie stark So’leks Rachegeschichte am Ende erzählerisch trägt. Aber der erste Eindruck ist fast durchweg positiv und löst genau das aus, was ein guter DLC auslösen sollte: Man will direkt wieder zurück nach Pandora!

Hier lest ihr übrigens, was uns die Entwickler:innen an weiteren Details zum Spiel verraten haben:

Wann und wie erscheint "From the Ashes"?

„Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes“ ist am 19. Dezember 2025 erschienen – passend zum Kinostart von „Avatar: Fire and Ash“. Der DLC ist sowohl auf PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC (Ubisoft Connect, Steam, Epic), Amazon Luna als auch via Ubisoft+ spielbar.

Erhältlich sind unter anderem:

Wichtiger Hinweis: Um „From the Ashes“ spielen zu können, benötigt ihr zwingend das Hauptspiel!

Ed Sheeran Game of Thrones - Foto: HBO
Stars
Ed Sheerans Vermögen: So reich ist der Sänger!

Er zählt zu den erfolgreichsten Musikern seiner Zeit – und ist damit reich geworden. Wie hoch das Vermögen von Ed Sheeran ist, erfahrt ihr hier.

Bettina Tietjen lächelt in einer pink-rot gemusterten Bluse mit Ansteckmikrofon vor einem dunklen, unscharfen Hintergrund. - Foto: IMAGO / APress International
Talkshow
„NDR Talk Show“ am 23. Oktober 2026: Alle Gäste und Themen im Überblick

Bei der „NDR Talk Show“ begrüßt Bettina Tietjen heute Abend Ekaterina Leonova, Caren Miosga und weitere spannende Gäste. Alle Namen, Themen und Sendezeiten.

Micky Beisenherz im grünen Sakko legt den Arm um Susan Link in roter Bluse. Beide stehen vor einem blauen Vorhang. - Foto: IMAGO / Sven Simon
Talkshow
„Kölner Treff“ am 23. Oktober 2026: Alle Gäste und Themen im Überblick

Beim „Kölner Treff“ begrüßen Susan Link und Micky Beisenherz heute sechs spannende Gäste. Wer dabei ist, worüber gesprochen wird und wann die Talkshow läuft.

Jenny Frankhauser formt lächelnd ein Herz mit den Händen. Links oben hält Daniela Katzenberger mit offenem Mund ein Handy. - Foto: Collage: IMAGO / BOBO, RTL
Eklat bei den Katzenbergers
Daniela Katzenberger: Bitterer Familienbruch! Jenny Frankhauser zieht endgültigen Schlussstrich

Zwischen Daniela Katzenberger und Jenny Frankhauser herrscht erneut Funkstille. Jetzt erklärt Jenny, warum sie mit ihrer berühmten Schwester endgültig abgeschlossen hat.

Mike Singer trägt einen schwarzen Pullover und zeigt mit dem Zeigefinger nach oben. Über ihm steht das Logo „7 vs. Wild“. - Foto: Prime Video und IMAGO / Future Image
Sieben Gegenstände, viele Fragen
„7 vs. Wild“: Mike Singer sorgt für Kopfschütteln – Nach Folge 1 haben Fans einen bösen Verdacht

Sieben Gegenstände müssen für das Abenteuer reichen. Mike Singers Auswahl fällt bei „7 vs. Wild“ besonders auf. Schon jetzt fürchten Fans frühe Abbrüche.

Frank Rosin mit kurzen grauen Haaren und Bart trägt ein dunkelblaues Hemd. Helle Lampenschirme sind über und hinter ihm zu sehen. - Foto: IMAGO / Funke Foto Services
Rettung gescheitert?
Nach Tränen bei „Rosins Restaurants“: Was wurde aus dem Orgelstübchen?

Frank Rosin wollte dem Orgelstübchen in Kornburg eine neue Zukunft ermöglichen. Doch inzwischen ist das Gasthaus geschlossen. Was ist nach dem Besuch des TV-Kochs passiert?