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Kino-News

„Will ich noch einen Film machen?“ – James Cameron im Interview zu „Avatar: Fire and Ash“

James Camerons Regiekarriere wird seit über 20 Jahren von „Avatar“ bestimmt. Hat er nun die Lust an Pandora verloren?

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Video: 20th Century Studios / Walt Disney / Xcel Production

Die „Avatar“-Filmreihe hat weltweit unzählige Fans – die Einspielergebnisse der ersten beiden Filme lassen keinen Zweifel daran – doch die ambitionierten Pläne von Regisseur James Cameron und die zeitintensive Produktion werden von manchen Seiten auch mit einer gewissen Traurigkeit betrachtet.

Seit „Titanic“ aus dem Jahr 1997 hat Cameron schließlich ausschließlich „Avatar“-Filme veröffentlicht – von einigen Beteiligungen als Produzent mal abgesehen. Waren die Jahrzehnte auf Pandora wirklich die beste Verwendung seiner Zeit, oder sind uns dadurch andere Kultfilme verwehrt geblieben, die der „Terminator“-Schöpfer sonst vielleicht in Angriff genommen hätte?

An Ehrgeiz mangelt es Cameron nicht, und schon jetzt hat er, abseits von den schon lange angekündigten „Avatar“-Fortsetzungen, mehrere Projekte in der Hinterhand. Es ist wünschenswert, dass dem 71-Jährigen dazu noch genügend Zeit bleibt – Regisseure wie Ridley Scott oder Clint Eastwood machen vor, dass man noch im hohen Alter sehr aktiv sein kann – doch nach aktuellem Stand ist Cameron noch mindestens bis ins Jahr 2031 mit den „Avatar“-Filmen beschäftigt – zumindest eigentlich.

„Ich will vielleicht nicht immer dasselbe Bild malen“

James Cameron mit Zoe Saldana am „Avatar“-Set. Er hält einen Bogen, sie macht seine Bewegung nach.
James Cameron überlässt bei der Produktion seiner „Avatar“-Filme nichts dem Zufall. Foto: © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved.

Im Interview zum neuen „Avatar“-Film „Fire and Ash“ bestätigte uns James Cameron, dass zumindest technisch alles für die letzten beiden „Avatar“-Filme bereit ist. Doch ist Cameron selbst bereit? Das ließ der Regisseur offen, denn abgesehen davon, dass sich „Avatar: Fire and Ash“ noch an den Kinokassen beweisen muss, klingt es auch nicht so, als hätte er große Lust darauf, sich wieder fünf Jahre lang mit „Avatar“ zu beschäftigen.

„[…] die Frage ist: Will ich noch einen Film machen? Alle vergessen, dass ich nur eine Person bin, ein Künstler, und ich will vielleicht nicht immer dasselbe Bild malen. Ich sage nicht, dass eine Fortsetzung dasselbe wäre. Aber ich muss entscheiden, ob ich in diesem Universum weitermachen will oder nicht. Wenn nicht, könnte ich jemand anderen beaufsichtigen, und es wäre fast genauso gut.“
James Cameron

Der letzte Satz war hier sicher nur halb scherzhaft gemeint, denn schon bei „Alita: Battle Angel“ überließ Cameron Robert Rodriguez die Kontrolle, da ihm durch „Avatar“ die Zeit fehlte. Somit könnten der 4. und 5. „Avatar“-Film ohne James Cameron hinter der Kamera auskommen müssen, sofern sie denn überhaupt gedreht werden.

Camerons Handschrift wäre dann aber natürlich weiterhin zu erkennen. Der Beginn von „Avatar 4“ wurde bereits gedreht, und auch die Drehbücher für die letzten beiden Filme liegen bereits vor. Zudem würde es sich Cameron sicher nicht nehmen lassen, als Produzent immer wieder am Set vorbeizuschauen.

Aber erstmals seit langer Zeit klingt es so, als würden sich Camerons Interessen langsam ein wenig verlagern – ob das nun eine gute oder schlechte Nachricht ist, muss jeder Filmfan für sich entscheiden.

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