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Whoop AI: Zwei neue Funktionen für Diagramme und Journal

Whoop wertet deine Daten jetzt auf Zuruf aus und zeichnet Diagramme im Dialog. Was der Fitness-Tracker neu kann, wo die Funktion nicht greift – und welche Abostufe sich für dich lohnt.

Cristiano Ronaldo mit Ball und Whoop-Fitness-Tracker
Nicht nur auf den Ball schauen, Cristiano Ronaldo. Whoop bietet jetzt nützliche Diagramme zum Fitness-Tracker. Foto: Whoop

Ein Fitness-Tracker trackt. Was soll er sonst machen? Die Daten helfen dir aber nur, wenn sie verständlich aufbereitet sind. Whoop beantwortet dir jetzt Fragen zu Gesundheit und Fitness direkt im Gespräch. Das passende Diagramm gibt es gleich dazu.

Du musst dich also nicht mehr selbst durchklicken, relevante Zeiträume auswählen und Zusammenhänge erkennen. Das erledigt Whoop AI jetzt für dich – auf Zuruf.

Whoop AI zeichnet Diagramme auf Zuruf

Zwei Neuerungen stecken in der Whoop-App des displaylosen Fitness-Trackers Whoop. Die auffälligere zuerst: Wenn du Whoop AI nach Trends fragst, kann der KI-Assistent jetzt mit einem Diagramm antworten statt mit einer reinen Textantwort. Das passiert alles auf dem Smartphone. Das Band am Handgelenk hat kein Display und kein Mikrofon.

Zwei Fragetypen sind vorgesehen: Wie hat sich ein Wert über einen Zeitraum entwickelt? Und: Bewegen sich zwei Werte gemeinsam? Ob etwa deine Erholungswerte in den vergangenen Wochen gestiegen sind. Oder ob deine Schlafdauer und dein Ruhepuls zusammenhängen.

Neue KI-Funktionen in Whoop-App
Die Whoop-App hat neue KI-Funktionen erhalten. Foto: Whoop

Das Ergebnis erscheint direkt im Chatverlauf: die Grafik mit deinen eigenen Messwerten und darunter eine Einordnung in Alltagssprache.

Im Gespräch kannst du die Darstellung anpassen lassen, ohne dass du die Frage neu stellen musst. "Zeige 90 Tage" oder "Gruppiere nach Wochen" verändern Zeitraum und Aufteilung der Grafik direkt. Das kann richtig viel Zeit sparen.

Journal per Sprache – mit einer Einschränkung

Die zweite Neuerung betrifft das Journal, in dem Whoop deine Gewohnheiten erfasst: Alkohol, Koffein, Bildschirmzeit vor dem Schlafen, Nahrungsergänzung, alles, was die Erholung beeinflussen könnte. Bisher war das Abhaken von Hand nötig.

Jetzt lässt sich Whoop AI direkt von der Journal-Seite aus ansprechen, per Sprache oder Text. Erwähnst du im Gespräch eine Verhaltensweise, trägt Whoop sie für dich ein. Auch das Hinzufügen und Entfernen einzelner Einträge läuft im Dialog.

Fitness-Tracker Whoop mit unterschiedlichen Armbändern
Fitness-Tracker Whoop mit unterschiedlichen Armbändern. Foto: Whoop

Eine Einschränkung gibt es: Für die Sprach- und Texteingabe musst du das Journal aktiv aufrufen. Über das Pop-up, das täglich von allein erscheint, steht sie nicht zur Verfügung – also genau an der Stelle nicht, an der die meisten Nutzer ihre Einträge machen.

Whoop hat die KI-Funktionen seit Frühjahr ausgebaut: erst das Diktat von Journal-Einträgen in AI-Gesprächen, dann ein Gedächtnis, das persönliche Ziele und Gewohnheiten dauerhaft speichert, dann das Verwalten von Aktivitäten per Chat. Die Diagramme sind der nächste Baustein, kein Neuanfang.

Was Whoop ist – und für wen es sich lohnt

Whoop ist ein Fitness-Tracker ohne Display. Kein Bildschirm heißt: keine Benachrichtigungen, keine Uhrzeit, keine Ablenkung am Handgelenk. Alles, was du sehen willst, siehst du in der App.

Zwei Varianten gibt es: Das Whoop 5.0 erhältst du, wenn du eine der beiden günstigeren Mitgliedschaften buchst. Das Whoop MG sieht identisch aus, kann aber mehr messen: EKG aufzeichnen und Hinweise zum Blutdruck liefern. Welche Variante du bekommst, hängt von der Abostufe ab.

Gemessen wird 24 Stunden am Tag: Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität, Schlafdauer und Schlafphasen, Blutsauerstoff, Stress, VO2max und der Menstruationszyklus.

Daraus baut Whoop zwei zentrale Werte – Strain für die Belastung eines Tages und Recovery für deine Erholung am Morgen. Das ist der eigentliche Ansatz: Whoop misst weniger deine Leistung als deine Belastbarkeit. Der Recovery-Wert sagt dir, wie viel du dir heute zumuten kannst.

Der Haken: ohne Abo streikt das Band

Der Akku hält über 14 Tage. Das Ladegerät wird im laufenden Betrieb aufs Band gesteckt, du musst den Tracker also nie abnehmen und verlierst keinen Messtag.

Die Hardware gibt es aber ausschließlich als Teil der Mitgliedschaft. Zahlst du nicht mehr, hört das Band auf zu arbeiten. Wer einmal kaufen und danach Ruhe haben will, ist bei Whoop falsch.

Richtig ist Whoop, wenn du regelmäßig trainierst, dich Erholung und Schlaf ernsthaft interessieren und dich laufende Kosten nicht stören. Falsch ist es, wenn du Schritte zählen, Nachrichten am Handgelenk lesen oder ohne Smartphone eine Laufstrecke aufzeichnen willst.

Die drei Stufen: One, Peak und Life

Whoop verkauft drei Mitgliedschaften, jeweils als Jahrespaket inklusive Hardware. Sie unterscheiden sich in Band, Ladegerät und vor allem in der Analysetiefe.

Whoop One ist die Einstiegsstufe mit dem Whoop 5.0, CoreKnit-Band und Standard-Ladegerät. An Bord sind Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Schlaf, Zyklus und VO2max sowie das Journal mit über 160 Gewohnheiten. Für die Erfassung von Schlaf und Erholung reicht das.

Whoop Peak liegt im Preis rund ein Drittel über One (Stand August 2026) und bringt neben dem hochwertigeren SuperKnit-Band ein wasserdichtes kabelloses Ladegerät mit. Dazu kommt der Gesundheits-Monitor mit Vitalwerten, Blutsauerstoff und Stressmessung. Das ist die Stufe, mit der die meisten gut fahren.

Whoop Life kostet doppelt so viel wie One (Stand August 2026) und ist die einzige Stufe mit dem Whoop MG statt des 5.0. Nur hier bekommst du Blutdruckmessung, EKG und Warnungen bei unregelmäßigem Herzrhythmus. Lohnt sich, wenn dich deine Herzgesundheit konkret beschäftigt – sonst zahlst du für Funktionen, die du nie öffnest.

Whoop, Fitbit Air und Garmin Cirqa im Vergleich

Drei Geräte, zwei Bezahlmodelle. Die Unterschiede liegen weniger bei den Sensoren als bei der Frage, ob du einmal oder dauerhaft zahlst – und wie viel du am Gerät selbst bedienen kannst.

Whoop 5.0

Google Fitbit Air

Garmin Cirqa

Kostenmodell

nur Mitgliedschaft

einmalig

einmalig

Ohne Abo nutzbar

nein

ja

ja

Optionales Abo

im Mitgliedspreis enthalten

Google Health Premium

Connect+

Akkulaufzeit

über 14 Tage

bis 7 Tage

bis 10 Tage

GPS

keins

keins

nur über Smartphone

Wasserdicht

bis 10 Meter

5 ATM

5 ATM

Bedienung am Gerät

keine

keine

Taste

EKG

nur Whoop MG

nein

nein

Whoop gewinnt bei Akkulaufzeit und Analysetiefe und hat mit den neuen KI-Funktionen gerade nachgelegt. Bezahlen musst du das dauerhaft. Wer diese Rechnung nicht aufmachen will, bekommt beim Garmin Cirqa Trainingsauswertung aus Garmins Sportuhren zum Einmalpreis und beim Google Fitbit Air die günstigste Grundausstattung im Feld – in beiden Fällen ohne einen Assistenten, der dir auf Zuruf ein Diagramm baut.

Den displaylosen Fitness-Tracker Whoop gibt es nur in Verbindung mit einer 12-monatigen Mitgliedschaft, aber in drei Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang und Preis: Whoop One, Whoop Peak und Whoop Life.

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