Neue Samsung-Funktion: 13 falsche PIN-Eingaben löschen alle Daten
Wer bei neuen Samsung-Handys die PIN 13 Mal falsch eingibt, verliert alle Daten auf dem Gerät. Wen die neue Regel wirklich betrifft – und wie du dich schützt.

Dreimal die falsche PIN eingegeben, weil der Finger nass war oder das Kind am Handy gespielt hat? Bisher hieß das: kurz warten, neu versuchen. Bei neuen Samsung-Handys kannst du jetzt alle Daten verlieren, aber erst beim 13. Versuch. Aktuell betrifft es nur drei Geräte.
Daten dauerhaft gelöscht
Samsung verschärft mit One UI 9 die Regeln am Sperrbildschirm. Wer PIN, Muster oder Passwort 13 Mal hintereinander falsch eingibt, sperrt sein Galaxy dauerhaft.
Aufheben lässt sich diese Sperre nur mit einem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen – alle Daten, die nur auf dem Gerät liegen, sind dann weg. Als Grund nennt Samsung den Schutz vor Brute-Force-Angriffen, also dem systematischen Durchprobieren von Zahlenkombinationen.
Wen es betrifft
Die neue Richtlinie gilt laut Samsung für Geräte, die mit One UI 9 ausgeliefert werden – nicht für jedes Handy, das das Update auf One UI 9 bekommt. Aktuell sind das Galaxy Z Fold8, das Galaxy Z Fold8 Ultra und das Galaxy Z Flip8 betroffen.
Ob und wann die Regel auch auf Bestandsgeräte kommt, hat Samsung offen gelassen. Wenn du also ein Galaxy S25 oder älter nutzt und das Update installierst, ändert sich für dich vorerst nichts.
Die Sperrstufen
Vor der endgültigen Sperre steigen die Wartezeiten stufenweise an:
5 Fehlversuche: 1 Minute
6 Fehlversuche: 5 Minuten
7 Fehlversuche: 15 Minuten
8 Fehlversuche: 30 Minuten
9 Fehlversuche: 90 Minuten
10 Fehlversuche: 4 Stunden
11 Fehlversuche: 12 Stunden
12 Fehlversuche: 24 Stunden
Erst der 13. Fehlversuch führt zur dauerhaften Sperre. Wer das durchprobieren will, braucht dafür mehr als 40 Stunden.
Was Samsung entschärft hat
Zwei Details verhindern, dass es dich versehentlich trifft. Gibst du dieselbe falsche PIN zweimal direkt hintereinander ein, zählt Samsung das nur als einen Versuch.
Und ab einer bestimmten Schwelle zeigt der Sperrbildschirm an, wie viele Versuche du noch hast und wie lange die aktuelle Sperre läuft. Ein Handy, das sich in der Hosentasche selbst entsperren will, kostet dich deine Daten also nicht.
Was du jetzt tun solltest
Merk dir deine PIN, auch wenn du normalerweise per Fingerabdruck oder Gesicht entsperrst. Android verlangt die Eingabe mindestens alle 72 Stunden – die PIN bleibt also im Spiel, ob du willst oder nicht.
Samsung kann deine PIN nicht aus der Ferne einsehen oder zurücksetzen. Der Anruf beim Support hilft dir nicht. Sichere deine Daten und Systemeinstellungen deshalb regelmäßig über Samsung Cloud, dann kostet ein Reset dich im schlimmsten Fall Zeit und keine Erinnerungen.
Eine Alternative wäre die lokale Sicherung der Daten über Smart Switch. Auf dem Smartphone ist die App bereits vorinstalliert. Du müsstest nur noch die Version für Windows oder Mac installieren und die Daten regelmäßig übertragen.
Und noch ein Punkt, der oft verwechselt wird: Nach dem Werksreset bleibt die Factory Reset Protection aktiv. Das Gerät lässt sich nur mit dem ursprünglich verknüpften Samsung- und Google-Konto neu einrichten. Für Diebe ist das Handy damit wertlos. Deine Fotos bringt es dir leider nicht zurück.
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