Sonys Disc-Aus: Die Entscheidung der EU steht
Die Entscheidung Sonys, in Zukunft neue PlayStation-Spiele nicht mehr auf Disc, sondern nur noch digital anzubieten, zieht immer weitere Kreise. Nun hat sich die EU-Kommission zu dem Thema geäußert.
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Michael McGrath, der EU-Kommissar für Verbraucherschutz, sieht keine politische Möglichkeit, Sony davon abzuhalten, ihre Spiele nicht mehr auf Disc anzubieten. Solange keine Verbraucherrechte verletzt werden, kann Sony seine Pläne, PlayStation-Spiele zukünftig nur noch digital zu veröffentlichen, von der Politik unberührt umsetzen.
EU kann Sonys Disc-Aus nicht aufhalten
Vor Kurzem hat Sony bekannt gegeben, ab Januar 2028 neue PS-Spiele ausschließlich digital und nicht mehr auf Disc zu verkaufen. Diese Nachricht folgte wenige Tage, nachdem der Startschuss für den Vorverkauf des unter Gamern heiß ersehnten Spiels „GTA 6“ startete. Spieler kaufen das Game nämlich nicht auf Disc – im Keepcase findet sich nur ein Download-Code. Viele waren und sind noch immer über Sonys Disc-Aus enttäuscht und fürchten einschneidende Eingriffe in ihr Besitzrecht.
Ich persönlich äußerte in einem Beitrag meine Sorgen um die Zukunft physischer Medien. Dabei bin ich nicht der einzige: Die Online-Petition „Don't Kill the Disc“ hat bereits über 300.000 Unterschriften. Der französische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon zeigte sich ebenfalls wenig begeistert von Sonys No-Disc-Politik. „Morgen werden Sie bezahlen, ohne etwas zu besitzen. Kein Kredit, kein Wiederverkauf, keine Garantie, das zu behalten, wofür wir bezahlt haben“, schreibt der Politiker auf X.
Die Gaming-Zukunft ist digital
Dass die EU-Politik Konsolen- und Spielhersteller gesetzlich zu Taten zwingen kann, zeigt sich am aktuellen Fall von Nintendo, die sich aufgrund eines EU-Gesetzes gezwungen sehen, den Verkauf der Switch in Europa einzustellen.
Doch im Falle von Sony ist keine politische Regelung zu erwarten. „Letztlich geht es um unternehmerische und vertragliche Freiheiten; Unternehmen steht es frei, Spiele und Dienstleistungen nach eigenem Ermessen anzubieten, sofern die Verbraucherrechte im Einklang mit nationalem Recht und EU-Recht umfassend gewahrt bleiben“, zitiert die Irish Mirror Michael McGrath.
Das Disc-Aus von Sony scheint zu bestätigen, was schon länger in der Gerüchteküche brodelt: Die PlayStation 6 setzt auf digital only. Die Konsole, die noch immer keinen Veröffentlichungstermin hat, die Insider-Berichten aber voraussichtlich stolze 1000 Euro (mindestens!) kosten wird, wird kein Laufwerk haben.








