Wer war Bill Bray? Alles über Michael Jacksons Bodyguard
Während Michael Jackson von seinem Vater Joe tyrannisiert wurde, fand der „King of Pop“ in seinem Bodyguard Bill einen liebevollen Ersatzvater.

Ein wenig verwunderlich wirkt es schon, wie viel Platz Bill Bray im Biopic „Michael“ eingeräumt wird. Schon in seiner Kindheit lernt Michael Jackson seinen Bodyguard kennen, der ihn von diesem Tag an auf Schritt und Tritt begleitet. Dabei dient Bill meist weniger als Beschützer, sondern eher als Bezugsperson für den Megastar, der durch seinen ungewöhnlichen Lebensstil und die Kontrolle durch Vater Joseph Jackson nur wenige Freunde hatte.
Und auch wenn Bill in „Michael“ vor allem zuhört, betrübt in die Ferne blickt und sonst wenig zum Geschehen beiträgt, wäre es doch ein Fehler gewesen, in einem Film über Michael Jacksons Leben auf ihn zu verzichten. Michael und Bill waren unzertrennlich – und das noch weit über das Ende des (ersten) Films hinaus.
Mentor, Berater, Freund

Im Jahr 1968 wurde der ehemalige Polizist Bill Bray erstmals von Motown eingestellt, 1971 lag sein Fokus dann ganz auf den Jackson Five – genauer gesagt: auf Michael, den Bill auf Josephs Aufforderung hin vor Ärger bewahren sollte.
Daraufhin blieb Bill bis ins Jahr 1996 an Michaels Seite; mit 70 Jahren ging er in den Ruhestand. In seiner Autobiografie „Moonwalk“ schrieb Michael Jackson:
„Bill ist sehr umsichtig und äußerst professionell in seiner Arbeit, aber er macht sich keine Gedanken über Dinge, die bereits geschehen sind. Er begleitet mich überallhin, und manchmal ist er mein einziger Begleiter auf kurzen Reisen. Ich kann mir ein Leben ohne Bill gar nicht vorstellen; er ist warmherzig und humorvoll und liebt das Leben von ganzem Herzen. Er ist ein großartiger Mensch.“
Ein Ende im Streit?
Über Bill Brays letzte Jahre ist wenig bekannt. 2006 starb er nach einer längeren Krebserkrankung und mehreren Schlaganfällen. Bis zum Ende blieb er auf Michaels Gehaltsliste, doch in seinen letzten Lebensjahren brach der Kontakt zu Michael ab. Es gibt Gerüchte über ein Zerwürfnis und die Theorie, dass von manchen Leuten bewusst Zwietracht gesät wurde, um den leichtgläubigen und zu diesem Zeitpunkt leicht paranoiden Michael Jackson gegen Bill Bray aufzubringen.
An seinem Totenbett besuchte Michael Bill jedenfalls nicht mehr; sein Management veröffentlichte aber folgendes Statement: „Michael ist zutiefst betrübt über den Tod von Bill Bray, der ihm ein langjähriger Freund und Mentor sowie ein sehr vertrauter Berater war.“
Bills Tod wird sicher auch im zweiten „Michael“-Film eine Rolle spielen, doch fraglich bleibt, ob der Film mehr Licht auf Bill Brays letzte Jahre und seinen Abschied von Michael Jackson werfen kann.










