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Mogelpackung? Das hat es mit der Zweiteilung von „Michael“ auf sich

„Michael“ ist einer der heißerwarteten Filme des Jahres – doch das Biopic macht eine Sache, mit der wohl niemand gerechnet hätte …

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Video: Universal/TVMovie

Es gibt sie immer mal wieder: die großen Zweiteiler der Filmgeschichte. Doch mittlerweile ist es ein Trend geworden, dem Publikum im Vorfeld nicht zu sagen, dass der Film, den man im Kino sieht, eigentlich nur die Hälfte dessen ist, für das man bezahlt. Sehr aktuelle Beispiele hierfür wären „Wicked“ und „Dune“, die beide aus verschiedenen Gründen aufgeteilt wurden. Und wer eins und eins zusammenzählen kann, wird spätestens jetzt erkannt haben, was dieses Vorgeplänkel mit dem Michael-Jackson-Biopic „Michael“ zu tun hat.

„Michael“ Ende erklärt: Wann und wo hört der Film urplötzlich auf?

Jaafar Jackson steht als Michael Jackson für den Film „Michael“ mit weiteren Personen in einer Halle, um dort das Musikvideo für „Beat It zu drehen.
Zwiegespaltener Michael: Das gleichnamige Biopic wird in zwei Hälften veröffentlicht. Foto: © 2026 Lionsgate

Schon im Vorfeld zu „Michael“ gab es die Vorahnung, dass der Film aufgeteilt werden könnte. Einerseits hörte man seitens interner Leaks, dass Lionsgate aufgrund der ursprünglichen Lauflänge von 3,5 Stunden darüber nachdenken würde, den Film als zweiteiliges Werk herauszubringen, andererseits konnte man schon dem Trailer entnehmen, dass entweder einiges vorenthalten wird oder dass es irgendwann einen Split geben wird. Immerhin zeigte dieser viel rund um Michaels Vater Joseph Jackson sowie die Jackson 5. Auch „Thriller“ und weitere frühe Hits kommen zur Geltung, während viele spätere Ereignisse im Trailer überhaupt keine Präsenz haben.

Nun können wir offiziell bestätigen, dass der Film tatsächlich auf einen zweiten Teil hinarbeitet. Nach knapp zwei Stunden Laufzeit sieht man Michael Jackson bei seiner letzten Performance mit den Jackson 5 im Jahr 1984. Er teilt der Menge – entgegen den Wünschen seines manipulativen Vaters – mit, dass dies der letzte Auftritt der Band sein wird. Somit emanzipiert er sich von der strengen Hand Joseph Jacksons, um sich vollends auf seine Solo-Karriere zu fokussieren. Es gibt einen Schnitt auf das Jahr 1988, in dem die Musiklegende für ein gigantisches Publikum „Bad“ performt. Nachdem der Auftritt vorbei ist, blendet der Film ins Schwarze über und zeigt folgenden Schriftzug: „His Story continues“, was auf Deutsch so viel wie „seine Geschichte geht weiter“ bedeutet.

Damit endet der Film in etwa in der Mitte von Jacksons Karriere und lässt dem zweiten Teil den Raum, die nächsten 30 Jahre seiner Laufbahn bis zu seinem Tod im Jahr 2009 zu erzählen. Aber wie stehen überhaupt die Chancen auf einen zweiten Teil?

„Michael“ Teil 2: Wann kommt die Fortsetzung?

Normalerweise würde es jetzt heißen, dass ein zweiter Teil stark davon abhängig ist, wie der erste Teil an den Kinokassen performt. Das ist in diesem Fall aber irrelevant, da dieser augenscheinlich bereits abgedreht ist. Woher sonst sollte man mindestens 90 weitere Minuten an Laufzeit haben?

Ob ein zweiter Teil aber tatsächlich nur 90 Minuten dauern wird, bleibt zweifelhaft. Insbesondere, weil der Film somit dem problematischeren Teil von Jacksons Karriere kaum Raum zum Atmen geben würde. Darüber hinaus wäre es vom Pacing her schwierig, einem deutlich längeren Zeitraum weniger Laufzeit einzuräumen.

Zum Release des zweiten Teils von „Michael“ gibt es ebenfalls einige Dinge zu berücksichtigen. Es ist mehr als annehmbar, dass Lionsgate die Reaktionen auf den ersten Teil abwartet – nicht, um zu prüfen, ob überhaupt Interesse an einer Fortsetzung besteht, sondern voraussichtlich, um einzuschätzen, ob Chancen auf Oscars oder ähnliche Filmpreise bestehen. Dementsprechend wäre es je nach Reaktion der Öffentlichkeit denkbar, dass man die zweite Runde „Michael“ vielleicht schon in der Award-Saison des nächsten Jahres erwarten könnte. Sprich: Ein Release im Herbst beziehungsweise Winter 2027 lässt sich nicht ausschließen.