Varang – nur eine missverstandene Heldin? Interview zu „Avatar: Fire and Ash“ mit Zoe Saldana & Oona Chaplin
Während Zoe Saldana schon seit den Anfängen von „Avatar“ als Neytiri dabei ist, mischt Oona Chaplin den neuesten Film als Schurkin auf – oder doch als zutiefst missverstandene Figur?

Die „Avatar“-Filme spielen gerne mit Gegensätzen. So ist Hauptfigur Jake Sully ein ehemaliger US-Marine, der in seiner Avatar-Form sowohl Pandora als auch Neytiri lieben gelernt hat und nun seine menschliche Vergangenheit hinter sich lässt.
Gegenspieler Miles Quaritch war ebenfalls bei den Marines, lässt sich jedoch nicht so leicht von Pandora verzaubern – wobei er, nun da er selbst als Avatar unterwegs ist, ebenfalls Gefallen an manchen Aspekten dieser fremden Welt zu finden scheint.
Beide Männer sind also gar nicht so verschieden – und teilweise kann Jake Quaritch wahrscheinlich sogar besser verstehen als seine eigene Frau, da Neytiris emotionale Art bei Jake oft auf Granit stößt.
Neytiri = Varang?

Mit Varang erhält „Avatar: Fire and Ash“ eine neue Gegenspielerin, die gleich auf mehrere Arten frischen Wind in die Geschichte bringt. Einerseits sind Varang und ihre Ash People offen feindselig und damit völlig anders als die Na’vi, die wir bisher kennengelernt haben.
Andererseits geht Varang schnell ein Verhältnis mit Quaritch ein, denn die Waffen der Menschen faszinieren sie – Quaritch selbst dient ihr eher als interessantes Spielzeug.
Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass Varang große Parallelen zu Neytiri aufweist. Varang ist getrieben von Wut, sie hat den Glauben an das Gute und an Eywa verloren. Neytiri ist ebenfalls zu derartigem Verhalten fähig, bisher überwiegt in ihr jedoch noch die Trauer und das Grundvertrauen in Eywa.
Doch was wäre, wenn Neytiri durch einen weiteren Schicksalsschlag etwa ihre Familie verlieren würde? Der Verdacht liegt nahe, dass Varang eine alternative Version von Neytiri darstellt.
Diese Vermutung bestätigten auch Zoe Saldana und Oona Chaplin im exklusiven Interview. Die Parallelen sind hier durchaus beabsichtigt – und während man natürlich hofft, dass Neytiri nie zu einer neuen Varang wird, stellt Chaplin klar, dass Varangs Verhalten für sie sehr nachvollziehbar ist.
Zeit für einen Crashkurs
Dieses spezielle Verhältnis zwischen den Figuren wird zweifellos in den kommenden „Avatar“-Filmen eine Rolle spielen – sollten sie denn kommen. James Cameron ließ zumindest offen, ob er noch einmal als Regisseur nach Pandora zurückkehren wird, doch Saldana und Chaplin sind bereit – auch wenn eine kleine Auffrischung für das Tauchen, Bogenschießen, Reiten und den Umgang mit Feuer nötig sein wird.










