Peter Dinklage übernimmt: So denkt Natasha Lyonne über das „Poker Face“-Aus
Nach zwei Staffeln ist Schluss für Natasha Lyonne bei „Poker Face“. Während Peter Dinklage übernehmen soll, äußert sich die Hauptdarstellerin nun erstmals zum Serien-Aus – und findet klare Worte.

Für viele Krimi-Fans kam das Aus von „Poker Face“ überraschend. Nach nur zwei Staffeln ist Schluss für Natasha Lyonne als scharfsinnige Hobbyermittlerin Charlie Cale. Während Serienschöpfer Rian Johnson die Reihe mit Peter Dinklage in neuer Form fortsetzen möchte, hat sich Lyonne nun erstmals ausführlich zu ihrem Abschied geäußert – und zeigt sich dabei erstaunlich versöhnlich.
Natasha Lyonne glaubte an eine Zukunft wie „Columbo“
Im Gespräch mit Collider verrät die Schauspielerin, dass sie und Rian Johnson ursprünglich ganz andere Pläne für die Serie hatten. Ihr Vorbild sei von Anfang an die Kultserie „Columbo“ gewesen, die über viele Jahre erfolgreich lief. „Rian Johnson und ich dachten wirklich, wir würden diese Serie ewig machen.“
Lyonne habe fest damit gerechnet, dass „Poker Face“ langfristig fortgesetzt werden könnte. Schließlich setzte die Serie – genau wie „Columbo“ – auf das sogenannte „Howcatchem“-Prinzip: Die Zuschauer erfahren bereits zu Beginn, wer den Mord begangen hat, während sich die Spannung daraus entwickelt, wie der Täter überführt wird.
Deshalb verabschiedete sich die Hauptdarstellerin
Rückblickend erklärt die 47-Jährige, dass sie den Produktionsaufwand zu Beginn deutlich unterschätzt habe. Ursprünglich habe sie mit einer kleineren Serie gerechnet, tatsächlich entwickelte sich „Poker Face“ jedoch zu einer aufwendig produzierten Prestigeproduktion.
Nach der Absetzung durch den Streamingdienst Peacock entschied sich Lyonne deshalb, den Neustart nicht mitzugehen. Stattdessen wird Rian Johnson die Marke gemeinsam mit Peter Dinklage weiterentwickeln. Der „Game of Thrones“-Star soll künftig die Hauptrolle übernehmen, während das Projekt bei einem neuen Sender fortgesetzt werden soll.
Natasha Lyonne freut sich für Peter Dinklage
Von Groll ist bei Lyonne allerdings nichts zu spüren. Im Gegenteil: Sie freut sich ausdrücklich über ihren Nachfolger. „Ich würde sie wirklich gerne mit Dinklage sehen, ich liebe Dinklage einfach.“
Gleichzeitig schließt sie eine Rückkehr nicht grundsätzlich aus. Mit einem Augenzwinkern erklärt sie, sie hoffe, dass sie und Rian Johnson irgendwann – lange bevor beide „mit 200 beziehungsweise 300 Jahren sterben“ – noch einmal für ein besonderes TV-Event zusammenfinden könnten.
„Poker Face“ bleibt trotz Aus weiter verfügbar
Auch wenn Natasha Lyonnes Zeit als Charlie Cale beendet ist, verschwindet die Serie nicht von der Bildfläche. Die bislang 22 Folgen können weiterhin in Deutschland bei Prime Video gestreamt werden.
Zudem könnte „Poker Face“ trotz der Absetzung noch einmal ausgezeichnet werden: Die Serie ist aktuell bei den Emmy Awards in der Kategorie Beste Stuntkoordination nominiert. Für Lyonne endet das Kapitel damit zwar früher als erhofft – an ihre Figur und das ungewöhnliche Krimikonzept erinnert sie sich jedoch weiterhin mit großer Begeisterung.







