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Deal geplatzt!

Kippo nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus den ergonomischen Schubkarren-Griffen

Mit Kippo wollte Patrick Waligorski nicht nur die Arbeit mit Schubkarren erleichtern, sondern sich auch eine neue berufliche Perspektive schaffen. Nach den Dreharbeiten nahm die Geschichte allerdings eine überraschende Wendung.

Patrick Waligorski und Ralf Dümmel stehen mit zwei Schubkarren in einer Kulisse mit Pflanzen, Gartenzwerg und „kippo“-Schild.
Im Fernsehen lief es zwischen Patrick Waligorski und Ralf Dümmel noch hervorragend. Foto: RTL

Manchmal entsteht eine Geschäftsidee aus einem ganz alltäglichen Problem. Patrick Waligorski störte sich beim Arbeiten mit Schub- und Sackkarren an seinen schmerzenden Handgelenken. Seine Lösung: Kippo, ein Paar drehbarer Griffe, das auf bestehende Karren montiert werden kann.

Anders als starre Griffe bewegen sie sich beim Schieben, Rangieren und Ausschütten mit den Händen mit. Das soll das ständige Umgreifen reduzieren und eine angenehmere Haltung der Handgelenke ermöglichen.

Für Waligorski hing an seiner Idee allerdings wesentlich mehr als nur die Hoffnung auf ein erfolgreiches Produkt.

Kippo wird für Patrick Waligorski zum beruflichen Plan B

Gemeinsam mit seinem Cousin betreibt der Essener einen Schrottplatz. Doch dessen Zukunft ist unsicher, weil der Mietvertrag für das Gelände ausläuft und sich die Suche nach einem neuen Standort schwierig gestaltet.

„Dann müsste ich theoretisch mit 51 von 0 noch mal neu anfangen“, erklärte Waligorski bei „Die Höhle der Löwen“.

Kippo sollte deshalb auch zu seinem beruflichen Plan B werden. Für den nächsten Schritt suchte er 50.000 Euro und bot dafür 30 Prozent seines Unternehmens – eine vergleichsweise bodenständige Bewertung, die bei den Löwinnen und Löwen durchaus gut ankam.

Der Verkaufspreis sollte ursprünglich bei 24,99 Euro liegen. Bei Herstellungskosten von knapp zehn Euro war die Marge allerdings nicht besonders üppig.

Gleich zwei Löwen wollen in Kippo investieren

Patrick Waligorski hält einen Kippo-Aufsatz in der Hand. Neben ihm steht eine grüne Pflanzenwand.
Patrick Waligorski weiß, dass es für Kippo einen großen Markt gibt. Foto: RTL

Frank Thelen konnte mit der Idee wenig anfangen und gab sogar zu, bislang noch nie selbst eine Schubkarre benutzt zu haben. Für ihn kam ein Investment nicht infrage.

Anders sah es bei Andreas W. Herb aus. Er konnte sich vorstellen, genau zu den von Waligorski gewünschten Konditionen einzusteigen: 50.000 Euro für 30 Prozent.

Auch Ralf Dümmel zeigte großes Interesse. Gerade ein vergleichsweise einfaches, physisches Produkt mit Potenzial für einen breiten Vertrieb passte zu seinem bisherigen Portfolio. Auch er akzeptierte schließlich die angebotenen 30 Prozent.

Dagmar Wöhrl und Judith Williams zogen sich aus den Verhandlungen zurück – Patrick hatte damit die Wahl zwischen zwei Investoren.

Lange überlegen musste der Gründer offenbar nicht. Ralf Dümmel war der Löwe, mit dem Waligorski schon vor seinem Auftritt besonders gerne zusammenarbeiten wollte.

Vor den Kameras stand also der Deal: 50.000 Euro für 30 Prozent von Kippo.

Für Waligorski fiel damit zunächst eine große Last ab. Schließlich hatte er nicht nur einen Investor gefunden, sondern ausgerechnet den Partner, von dessen Vertriebsnetzwerk er sich besonders viel für sein Produkt versprach.

Doch wie so oft bei „Die Höhle der Löwen“ war der Handschlag im Studio noch nicht das endgültige Ende der Verhandlungen ...

Darum platzte der Deal mit Ralf Dümmel

Mittlerweile ist klar: Aus der Zusammenarbeit zwischen Patrick Waligorski und Ralf Dümmel wurde nichts. Auf der offiziellen Kippo-Website heißt es bereits, dass der geplante Deal nicht zustande gekommen sei.

Gegenüber TVMovie.de bedauert Waligorski, dass das Investment nach der Aufzeichnung doch noch platzte. Auf unsere Anfrage nennt er nun auch den Grund: „Die Begründung war, dass die Baumärkte nicht so richtig Interesse an Kippo hatten und das Kaufverhalten der Kunden etwas zurückgegangen ist.“

Für Patrick Waligorski bedeutet das, dass er nun ohne Ralf Dümmel weitermacht. Auf seiner Website sucht Kippo inzwischen aktiv nach einem neuen Investor, der das Unternehmen bei Weiterentwicklung und Vertrieb unterstützen könnte.

Wo kann man Kippo kaufen und was kosten die Griffe?

Auch ohne Dümmel-Investment ist Kippo bereits erhältlich. Das Doppelgriff-Set für Schub- und Sackkarren wird aktuell über Amazon verkauft.

Dort kostet das Set derzeit 34,99 Euro und damit zehn Euro mehr als der ursprünglich während des Pitches genannte Verkaufspreis von 24,99 Euro. Einen eigenen klassischen Onlineshop betreibt Kippo momentan nicht.

Die Konstruktion ist bewusst simpel gehalten: Die vorhandenen Griffe einer Schub- oder Sackkarre werden durch Kippo ersetzt. Elektronik oder Batterien sind nicht nötig. Die beweglichen Griffe sollen sich anschließend der Handbewegung beim Schieben, Heben und Rangieren anpassen.

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