Meinhaus.digital nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus der Renovierungs-Website
Ein Haus renovieren, ohne sich bei Kosten, Bauanträgen und Planung zu verzetteln: Genau dabei soll meinhaus.digital helfen.

Wer eine ältere Immobilie kauft, steht schnell vor der nächsten großen Herausforderung: Was muss saniert werden, was kostet der Umbau – und welche Unterlagen werden überhaupt benötigt? Genau diese Fragen wollen Leonie Dowling (37) und Carolin Krebber (35) mit meinhaus.digital einfacher beantworten.
„Wir reden von den 90 Prozent, die sich den Architekten nicht mehr leisten können“, erklärte Dowling bei „Die Höhle der Löwen“. Das Start-up verbindet digitale Planung und künstliche Intelligenz mit der Arbeit echter Architekt. Kundinnen und Kunden sollen dadurch von einer ersten Kosteneinschätzung bis hin zur konkreten Planung und Baugenehmigung begleitet werden.
Die beiden Gründerinnen brachten dafür reichlich Erfahrung mit: Krebber arbeitete rund zehn Jahre als Architektin, Dowling war etwa ebenso lange in der Strategieberatung tätig und beschäftigte sich dort unter anderem mit der Bauwirtschaft.
meinhaus.digital verlangt bei „Die Höhle der Löwen“ 425.000 Euro
In der Höhle traten Dowling und Krebber entsprechend selbstbewusst auf. Ihr Angebot: 425.000 Euro für fünf Prozent der Firmenanteile. Damit bewerteten sie meinhaus.digital mit stolzen 8,5 Millionen Euro.
Ganz aus der Luft gegriffen war diese Forderung nicht. Nach Angaben der Gründerinnen erwirtschaftete das Unternehmen zum Zeitpunkt des Pitches bereits rund 100.000 Euro Umsatz pro Monat. Auch die Wachstumspläne waren ambitioniert: Auf einen geplanten Jahresumsatz von 1,7 Millionen Euro sollten im folgenden Jahr sieben Millionen und danach sogar 21 Millionen Euro folgen.
Vor allem das mögliche Wachstum über Deutschland hinaus machte mehrere Löwinnen und Löwen hellhörig. Judith Williams zeigte sich von der Idee einer stärkeren Digitalisierung der Baubranche beeindruckt, sah am Ende für sich aber nicht die passende Investmentmöglichkeit. Auch Ralf Dümmel verabschiedete sich – das Geschäftsmodell lag zu weit außerhalb seines üblichen Bereichs.
Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler kämpfen um meinhaus.digital
Janna Ensthaler konnte sich ein Investment grundsätzlich vorstellen, wollte für ihr Geld allerdings zehn Prozent der Firmenanteile. Auch Dagmar Wöhrl hätte sich einen Einstieg für zehn Prozent vorstellen können.
Dann schaltete sich Carsten Maschmeyer ein. Er bot den Gründerinnen 500.000 Euro für zehn Prozent und stellte ihnen zusätzlich ein umfangreiches Unterstützungspaket in Aussicht.
Wöhrl zog beim finanziellen Angebot nach. Doch auch Maschmeyer hatte noch einen Trumpf: Er tat sich schließlich mit Ensthaler zusammen. Gemeinsam bot das Duo ebenfalls 500.000 Euro für zehn Prozent von meinhaus.digital.
Dowling und Krebber mussten sich zwischen mehreren interessierten Investor entscheiden – und wählten schließlich Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler. Aus der ursprünglichen Forderung von 425.000 Euro wurden damit sogar 500.000 Euro, allerdings mussten die Gründerinnen im Gegenzug doppelt so viele Firmenanteile abgeben wie zunächst vorgesehen.
Was wurde nach „Die Höhle der Löwen“ aus meinhaus.digital?
meinhaus.digital ist weiterhin aktiv – und Interessierte können die Dienstleistungen direkt über die Website buchen. Das Unternehmen positioniert sich inzwischen als digitale Anlaufstelle für verschiedene Phasen einer Hausrenovierung.
Das Angebot ist dabei in mehrere Schritte gegliedert. Kundinnen und Kunden können unter anderem zunächst die möglichen Umbaukosten ermitteln, Unterlagen für eine Finanzierung zusammenstellen lassen, ein Umbaukonzept entwickeln oder Unterstützung bei einer erforderlichen Baugenehmigung bekommen.
Dabei arbeitet das Unternehmen nicht ausschließlich automatisiert. Nach eigenen Angaben sind Architekt und Energieberater eingebunden und die Leistungen werden bundesweit digital angeboten.
Wer das Angebot erst einmal kennenlernen möchte, kann derzeit ein 15-minütiges kostenloses und unverbindliches Erstgespräch vereinbaren.
Passend zur Ausstrahlung von „Die Höhle der Löwen“ gibt es außerdem eine Rabattaktion: Mit dem Code HALLO10 werden aktuell zehn Prozent auf ein anschließend gebuchtes Paket abgezogen. Laut Website gilt die Aktion bis zum 8. November 2026.








