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In aller Freundschaft: Miriams & Riekes Zukunft hängt von Fans ab

Wir sprachen mit "In aller Freundschaft"-Neuzugang Liza Tzschirner über die Zukunft von Miriam und Rieke. Dabei machte Tzschirner eine überraschende Aussage. 

In aller Freundschaft: Werden Miriam und Rieke ein Paar?
Liza Tzschirner verriet uns mehr über Miriams und Riekes Zukunft bei "In aller Freundschaft". Instagram/Christina Petersen

Vor Kurzem überraschten uns die "In aller Freundschaft"-Macher mit einer ganz besonderen Geschichte: Schwester Miriam, gespielt von Christina Petersen, verliebt sich nach langer Zeit endlich mal wieder - und zwar in eine Frau! Zwischen der Krankenpflegerin und der Enkelin einer Patientin, Rieke, knistert es gewaltig. Hatte die junge Frau anfangs noch Zweifel, ob sie die Zeichen richtig deutet, ist sie sich bald sicher: Ja, tatsächlich, zwischen Rieke und ihr sprühen die Funken!

 

In aller Freundschaft: Wie geht es mit Miriam und Rieke weiter?

Miriam, die zum ersten Mal romantisch an einer Frau interessiert ist, hegt die Hoffnung, dass mehr zwischen ihnen passiert. Doch dann erfährt sie, dass Rieke in einer festen Partnerschaft lebt. War es das etwa? Wir hakten bei Rieke-Darstellerin Liza Tzschirner im Rahmen ihres neuen Pilcher-Films "Raus in den Sturm" nach und versuchten sie über das Kommende auszuquetschen. Was sie zu ihrem "In aller Freundschaft"-Part, die Zukunft von Miriam und Rieke und Küsse mit ihrer Drehpartnerin verriet, erfahrt ihr in folgendem Interview...

In aller Freundschaft: Miriams & Riekes Zukunft hängt von Fans ab | Interview
Miriam erfährt, dass Rieke längst vergeben ist. Endet ihre Geschichte damit, bevor sie überhaupt begonnen hat? © MDR/Sebastian Kiss

TVMovie Online: Du bist seit Neuestem bei "In aller Freundschaft" in der Rolle der Rieke zu sehen, die die erste gleichgeschlechtliche Hauptliebesgeschichte dort in Gang bringt. Ein Meilenstein für die ARD! Wie ist es, Teil davon zu sein?

Liza Tzschirner: "Da habe ich ganz viele unterschiedliche Gefühle zu! Ich habe so eine Geschichte schon einmal gespielt: In meinem ersten Pilcher 2015 war ich eine lesbische Muslimin, eine total tolle Figur. Das fand ich so toll vom ZDF, auch, dass ich die Verantwortung in die Hand bekommen habe, diese Geschichte erzählen zu dürfen.

Bei den Öffentlich-Rechtlichen hat es ja erst vor etwa fünf Jahren angefangen, dass immer mehr gleichgeschlechtliche Beziehungen Screentime bekommen haben. Das war lange überfällig, denn Liebe, egal in welcher Form, ist ein vollkommen normaler, wunderschöner Teil unseres Alltags und unserer Welt.

Dementsprechend habe ich mich jetzt gefreut, als ich von "In aller Freundschaft" die Castinganfrage mit diesem Rollenprofil bekommen habe - und das sogar in der Hauptgeschichte und nicht am Rande einer der Episoden! Dass meine Figur nun mit Miriam aus dem Hauptcast, die einen hohen Identifikationsfaktor hat, schon lange etabliert ist und geliebt wird, beginnt zu flirten, finde ich total großartig und wichtig. Von meinen Freunden werde ich nun natürlich öfter mal gefragt, wie es ist, eine Frau zu küssen (lacht)!"

Und (lacht)?

"In diesem Fall ist das zwar noch nicht passiert. Aber ich bin Schauspielerin und habe grundsätzlich keine Gefühle für meinen Schauspielpartner, solange der also hygienisch einwandfrei ist, ist es mir eigentlich egal, wen ich da küsse (lacht)! "

Wie war es denn am Set?

"Ich habe jetzt mit Christina Petersen gespielt, eine wunderbare Kollegin, die ich unglaublich schätze. Und auch alle anderen, die ich dort kennengelernt habe, fand ich unglaublich nett. Die haben mich alle sehr herzlich willkommen geheißen."

Wirst du noch länger zu sehen sein? Oder bleibt es bei ein paar Episoden?

"Ich weiß es nicht, wir werden sehen!"

Wenn es nach dir ginge, würde es da bei Miriam und Rieke noch weitergehen oder ihre Geschichte nach dem kurzen Flirt enden?

"Ich würde mich so freuen, wenn es da ein Wiedersehen gäbe. Die mochten sich sehr gerne die beiden! Es kommt natürlich auch darauf an, wie das Publikum die Geschichte der zwei aufnimmt, ob und wie es weitergeht. Von der ARD ist es auf jeden Fall ein ganz wundervoller Vorstoß, diese Thematik jetzt immer öfter auch in ihre Formate zu integrieren."

Angenommen, du bekämst von „In aller Freundschaft“ das Angebot einer dauerhaften Rolle – was würdest du machen?

"Rein menschlich wäre ich auf jeden Fall gerne länger dabei, aber ich will auch noch andere Projekte machen, den "Ranger" drehen oder Rosamunde Pilcher oder noch ganz viele andere Sachen. Bevor ich mich längerfristig festlege, würde ich das gerne erstmal so beibehalten."

Gibt es ein Herzensprojekt, das du gerne mal angehen würdest?

"Ich bin ja ein Krimi-Fan. Auf so eine Forensikerin, die total krude, ein bisschen fertig, unsympathisch und scheußlich ist und sich nie die Haare wäscht, auf sowas hätte ich mal total Lust (lacht)!

Na, dann sind wir ja mal gespannt, ob Rieke und Miriam eines Tages zueinanderfinden. Wir würden es ihnen auf jeden Fall wünschen! 

Den Rest des Interviews könnt ihr übrigens in den nächsten Tagen bei uns lesen! Dann geht es um den neuen Pilcher-Film von Liza Tzschirner und sie verrät mehr über den Dreh von "Der Ranger", über ihren Lieblingsort und über die Liebesbeziehung zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann."

 

Interview und Text: Sophie Piper 



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