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Liza Tzschirner in "Inga Lindström" | "Sturm der Liebe"-Star im Interview

Wer sich einen "Inga Lindström"-Film im Fernsehen anschaut, der weiß genau, was er bekommt: Einen Herzschmerz-Streifen mit Happy-End-Garantie. Darstellerin Liza Tzschirner im Interview.

Liza Tzschirner in "Inga Lindström  Vom Festhalten und Loslassen" I "Sturm der Liebe"-Star im Interview
Liza Tzschirner und Constantin Lücke spielen die Hauptrollen in "Inga Lindström: Vom Festhalten und Loslassen". Foto: ZDF / Arvid Uhlig

"Inga Lindström: Vom Festhalten und Loslassen" war im September vergangenen Jahres im ZDF zu sehen und ist weit mehr als reiner Herzschmerz.  In dem Spielfilm geht es auch um schwierige Familienverhältnisse und den Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Heute Abend um 20:15 Uhr läuft ein neuer Teil der Reihe: "Inga Lindström: Das Haus am See". Zu diesem Anlass haben wir unser Interview mit Liza Tzschirner noch einmal herausgekramt. 

 

"Inga Lindström: Vom Festhalten und Loslassen": Handlung

Kristina, gespielt von Sturm der Liebe-Star Liza Tzschirner, fühlt sich vor allem in der Luft ganz frei, dann wenn sie mit ihrem Heißluftballon die Welt von oben sehen kann. Ihre große Leidenschaft ermöglicht es ihr, vor den familiären Problemen des Alltags zu flüchten. Seitdem der Vater auf einer Wanderung mit ihr gestorben ist, ist nichts mehr so wie es war. Die Mutter (Angela Roy) macht sie für den Tod des Vaters verantwortlich, deshalb ist das Verhältnis der beiden Frauen angespannt.

Kristina (Liza Tzschirner) verbringt den Großteil ihrer Zeit in der Natur. Foto: ZDF / Arvid Uhlig

Die Fronten sind so verhärtet, dass Kristina im Familienbetrieb, einem Geschäft für Zelte, nicht mehr mitwirken darf. Ein harter Schlag für die naturverbundene Frau. Auch die Beziehung zu ihrem Verlobten Erik (Matthias Brüggenolte) läuft nicht rund und verkompliziert sich noch, als Kristinas kleine Schwester (Leonie Brill) bei dem Paar einzieht. Doch dann kommt der lebensfrohe Paul (Constantin Lücke) in die Kleinstadt und stellt das Leben der jungen Frau komplett auf den Kopf.

 

Liza Tzschirner: Das unterscheidet sie von ihrer Rolle

Zelten, fliegen, die Natur genießen – Kristinas Leben spielt sich fast nur draußen ab. Lisa Tzschirner, die in dem Liebesfilm die Outdoor-Liebhaberin verkörpert, ist da etwas anders eingestellt, wie sie im Interview mit TV Movie Online-Redakteurin Constanze Lerch verrät. "Ich muss jeden Tag viele Stunden im Grünen sein, zum Beispiel mit meinem Hund, aber ich bin nicht der große Camper. Das ist nicht so meins. Ich bin dankbar für mein Badezimmer und meine Küche", schmunzelt die 31-Jährige.

Eine besondere Erfahrung waren die Dreharbeiten für die Schauspielerin dennoch - und das liegt nicht zuletzt auch an den Szenen im  Heißluftballon. Obwohl die meisten Sequenzen im Film mittels Double und Greenbox gedreht wurden, durfte der TV-Star für die eine oder andere Einstellung auch in einen echten Heißluftballon steigen. "Bei extremen Windzügen mussten sich dann zehn starke Männer auf den Korb werfen, damit ich nicht mit dem Ballon wegfliege", erzählt die Darstellerin, deren Fernsehkarriere bei "Sturm der Liebe" begann.

 

Auf Elchsafari in Schweden

Der Film entstand – wie alle Inga Lindström-Filme – in Schweden. Während der Zeit in Skandinavien nutzten Cast und Crew die Zeit, um auf „Elchsafari“ zu gehen, verrät die Schauspielerin. "Wir haben uns  jeden Morgen und jeden Abend auf die Suche nach einem Elch gemacht, aber nie einen gesehen. Mittlerweile glauben wir schon, dass es gar keine gibt." Auch wenn am Ende das Foto vom Elch fehlte, beschreibt Liza Tzschirner die Zeit am Set als "eine der schönsten Drehzeiten, die ich je hatte."

Die Begeisterung für den Liebesfilm und auch das Genre ist der Bonnerin deutlich anzumerken. Da wundert es auch nicht, dass sie vor Inga Lindström bereits zwei Rosamunde Pilcher-Filme gedreht hat. Wie viele ist Liza Tzschirner mit Filmen dieser Art aufgewachsen, hat zusammen mit ihrer Mutter regelmäßig die Streifen geschaut. "Dass ich jetzt selber welche drehe, damit habe ich meiner Mama einen kleinen Traum erfüllt", gesteht sie.

Seit vielen Jahren erzielen die Liebesfilme hohe Zuschauerzahlen und die Schauspielerin hat auch eine Vermutung, warum das so ist: "Wenn man Filme dieser Art schaut, kann man zur Ruhe kommen. Man muss sich keine Sorgen machen, dass der Lieblingscharakter stirbt." Auch die stets vorhandene Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau sei etwas, das den Zuschauer immer wieder fasziniere. "Wenn ich Herzschmerz habe, hilft mir außerdem die Identifikation mit den Figuren", so Liza Tzschirner.

 

Liza Tzschirner: "Ich entwickle mich zu einem Loslasser"

Wenngleich Liza Tzschirner die Liebe zum Campen nicht mit ihrer Rolle teilt, hat sie dennoch ähnliche Erfahrungen wie sie gemacht. Ebenso wie Kristina musste auch sie erst lernen,  sich von Dingen Stück für Stück zu verabschieden. "Ich war mal ein großer Festhalter, aber entwickle mich gerade zu einem Loslasser. An dem Punkt, an dem man lernt, was man ziehen lassen muss, kommt wohl jeder irgendwann einmal." Nach ihrem 30. Geburtstag habe der TV-Star gemerkt, dass jeder Tag zählt und man in seinem Leben Ballast abwerfen muss.



Wohl auch deshalb ist Lisa Tzschirners Blick, was ihre Karriere angeht, stets nach vorne gerichtet.  In diesem Sommer hat sie die Dreharbeiten zu der TV-Reihe "Der Ranger" abgeschlossen, in der sie die Biologin Emilia Graf spielt. Der Mehrteiler soll Ende des Jahres in der ARD zu sehen sein. Was danach kommt, davon lässt sich die Schauspielerin überraschen. Vielleicht ein weiterer Inga Lindström-Film? "Da wäre ich sofort wieder dabei", betont sie.

 
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