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Netflix-Serie

„House of Guinness“: Trailer & die wahre Geschichte der Guinness-Familie

Wer waren die Guinness-Erben wirklich? Welches Familienmitglied ist der echte Guinness-Gründer? Lese hier die wahre Geschichte zur Serie „House of Guinness“.

Bald startet die Historien-Serie „House of Guinness“ auf Netflix. Sie thematisiert die Vergangenheit der berühmten Brauerei-Familie. Doch was ist die wahre Geschichte hinter dem irischen Bier und dem legendären Guinness-Vermächtnis?

Wann startet die Serie „House of Guinness“?

Die erste Staffel der Drama-Serie „House of Guinness“ ist in Deutschland ab dem 25. September 2025 um 9:00 Uhr auf Netflix verfügbar.

Die Guinness-Erben Ben (Fionn O'Shea), Edward (Louis Partridge), Arthur (Anthony Boyle) und Anne (Emily Fairn) in „House of Guinness“.
Ben (Fionn O'Shea), Edward (Louis Partridge), Arthur (Anthony Boyle) und Anne (Emily Fairn) in „House of Guinness“. Foto: Ben Blackall/Netflix

Worum geht es in der Netflix-Serie?

Die Serie „House of Guinness“ vom „Peaky Blinders“-Macher Steven Knight ist von einer der ältesten und berühmtesten Dynastien Europas inspiriert: der Familie Guinness.

Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in Dublin und New York und setzt direkt nach dem Tode von Sir Benjamin Guinness im Jahr 1868 ein. Er ist der Mann, dem der außerordentliche Erfolg der Guinness-Brauerei zuzuschreiben ist. Sein letzter Wille entfaltet weitreichende Auswirkungen auf das Schicksal seiner vier erwachsenen Kinder Arthur, Edward, Anne und Ben sowie einer Gruppe von Menschen in Dublin, die mit dem Phänomen Guinness zu tun haben.

Steven Knight sagte über die Serie zu Tudum: „Es ist die außergewöhnliche Story einer Familie, die plötzlich die größte Brauerei der Welt erbt. Sie sind jung und bekommen die Aufgabe, diese unglaublich erfolgreiche Marke zu übernehmen“, erzählte Knight. „Die oberste Priorität lautet: Nichts vermasseln. Und die zweite Priorität ist, Guinness noch größer zu machen.“

Die wahre Geschichte der Familie Guinness

Guinness ist in Irland nicht nur ein beliebtes Bier mit einer erfolgreichen Export-Geschichte – es ist Teil des Nationalstolzes. Der Unternehmenserfolg hatte weitreichende Folgen für das Land. Doch wie entstand Guinness überhaupt?

Das Guinness Storehouse und die Guinness-Brauerei in Dublin.
Das Guinness Storehouse und die Guinness-Brauerei in Dublin. Foto: IMAGO / NurPhoto

Arthur Guinness und der 9.000 Jahre lange Pachtvertrag

Auch wenn in der Serie „House of Guinness“ ein Arthur Guinness, gespielt von Anthony Boyle, vorkommt, ist dies nicht der Gründer der Brauerei. Denn die Serie spielt im 19. Jahrhundert, der Grundstein wurde jedoch Generationen eher gelegt.

Der erste Guinness-Braumeister war der Arthur Guinness, der von 1725 bis 1803 lebte. Er unterzeichnete am 31. Dezember 1759 einen Pachtvertrag mit einer Laufzeit von über 9.000 Jahren für die St. James’s Gate Brauerei in Dublin. Dies ist auch heute noch der Standort des Guinness Storehouse.

Für Arthur Guinness war es wichtig den Menschen in Dublin etwas zurückzugeben. Diese philanthropische Tradition sowie das Brauhandwerk in der St. James’s Gate Brauerei wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

Wer war Sir Benjamin Lee Guinness?

Die Statue von Benjamin Lee Guinness vor der St. Patricks Cathedral in Dublin.
Die Statue von Benjamin Lee Guinness vor der St. Patrick's Cathedral in Dublin. Foto: IMAGO / Pond5 Images

Nachdem Arthurs Sohn, Arthur II (1768 - 1855), die Brauerei erfolgreich fortführte, brachte Arthurs Enkelsohn Benjamin Lee Guinness der Marke noch größeren Erfolg ein. Er lebte von 1798 bis 1868.

Unter seiner Leitung, expandierte Guinness nach England und wurde die erfolgreichste Dubliner Brauerei. Benjamin Lee Guinness wahr sehr christlich und unterstützte zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen. Außerdem hielt er einen Parlamentssitz in Dublin inne.

Sein größtes Vermächtnis war jedoch die Restaurierung der St. Patrick's Cathedral. Als Architekt vollendete er dieses umfangreiche Projekt im Jahr 1865. In Anerkennung dieser und anderer Verdienste um das Gemeinwohl wurde er am 15. April 1867 zum Baronet ernannt.

Sir Benjamin Lee Guinness starb am 19. Mai 1868 in seiner Londoner Residenz. Hier knüpft die Handlung der Serie „House of Guinness“ an.

Seine Beerdigung zählte damals zu einer der größten Beerdigungen, die Dublin je gesehen hatte. An der Beerdigung nahmen 500 Angestellte und 239 private Kutschen teil. Obwohl er vor seinem Tod verschiedene Stiftungen gegründet hatte, hinterließ er dennoch ein Vermögen von 1,1 Mio. Pfund, was es zum bis dahin größten Testament in Irland machte.

Wer war Arthur Edward Guinness?

Arthur Guinness (Anthony Boyle) in „House of Guinness“.
Arthur Guinness (Anthony Boyle) in „House of Guinness“. Foto: Ben Blackall/Netflix

Der Charakter Arthur Edward Guinness wird in der Serie „House of Guinness“ von Anthony Boyle gespielt.

Auch wenn er den selben Vornamen trägt, ist dieser Arthur nicht der Guinness-Gründer. Das war sein Ur-Großvater. Als Ur-Enkel des Gründers erbte er das Vermächtnis.

Sir Arthur Edward Guinness lebte von 1840 bis 1915. Er war der älteste Sohn von Sir Benjamin Lee Guinness. Er erbte 1868 den Großteil des Vermögens und erhielt zudem die Anwesen St. Anne's in Clontarf und Ashford in Galway. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Edward Cecil Guinness wurde er der Co-Leiter der Guinness-Brauerei.

Er erbte nach dem Tod seines Vaters nicht nur den Titel des 2. Baronets, sondern auch dessen Parlamentssitz in Dublin. Er wurde jedoch wegen Korruption seines Amtes enthoben. Im Jahr 1874 gewann er den Sitz zurück und behielt ihn bis April 1880, als er zum Baron Adilaun of Ashford, Co. Galway, in den Adelsstand erhoben wurde.

Bis 1877 war er aktiv an der Geschäftsführung und Verwaltung der Brauerei beteiligt, danach verkaufte er seinen Anteil an seinen Bruder. Während seiner achtjährigen Partnerschaft mit seinem Bruder verdoppelte sich der Umsatz der Brauerei.

Als überzeugter Tory unterstützte er die Irish Unionist Alliance großzügig finanziell und befürwortete nachdrücklich die Politik der konservativen Regierungen in Innen- und Außenpolitik, hatte jedoch wenig Einfluss im Parlament. Er führte die philanthropischen Aktivitäten seines Vaters fort.

Wer war Edward Cecil Guinness?

Edward Guinness (Louis Partridge) in „House of Guinness“.
Edward Guinness (Louis Partridge) in „House of Guinness“. Foto: Ben Blackall/Netflix

Der Charakter Edward Cecil Guinness wird in der Serie „House of Guinness“ von Louis Partridge gespielt.

Edward Cecil Guinness, später Lord Iveagh, war der dritte Sohn von Sir Benjamin Lee Guinness. Er lebte von 1847 bis 1927 und erbte 1868 von seinem Vater das Stadthaus am 80 Stephen's Green in Dublin. Zusammen mit seinem älteren Bruder Arthur Edward Guinness wurde er der Co-Leiter der Guinness-Brauerei.

Er war auch im kommunalen Leben sehr aktiv und hatte 1876 das Amt des High Sheriff der Stadt und 1885, dem Jahr, in dem er zum Baronet ernannt wurde, das Amt des High Sheriff des Landkreises inne. Edward war ein brillanter und effektiver Geschäftsmann, der viel Wert auf Details legte und sich ausschließlich auf die Brauerei konzentrierte, sodass er vom Rest der Brauereibranche unabhängig blieb.

1886 ging Guinness als Aktiengesellschaft an die Börse, ein äußerst erfolgreiches Unterfangen mit Aktienanträgen im Wert von über 100 Millionen Pfund. Edward blieb bis 1890 Vorsitzender, obwohl sein formeller Rücktritt in diesem Jahr kaum zu einer Verringerung seines Einflusses auf das Unternehmen führte und er weiterhin die endgültigen Entscheidungen in vielen kleineren Angelegenheiten sowie in allen wichtigen politischen Fragen traf.

Wer war Anne Lee Guinness?

Anne Guinness (Emily Fairn) in „House of Guinness“.
Anne Guinness (Emily Fairn) in „House of Guinness“. Foto: Ben Blackall/Netflix

Die Schauspielerin Emily Fairn spielt in der Serie „House of Guinness“ Anne Lee Guinness, die von 1839 bis 1889 lebte.

Anne Lee Guinness litt fast ihr ganzes Leben lang an einer degenerativen Erkrankung. Sie engagierte sich aktiv für von Armut und Krankheit betroffene Mitbürger. Sie finanzierte Bibellesungen und medizinische Grundversorgung, woraus sich 1876 das St. Patrick's Nursing Home entwickelte, ein wichtiges Ausbildungszentrum für Krankenschwestern der Church of Ireland.

Am 11. Juni 1863 heiratete sie William Conyngham Plunket, mit dem sie vier Töchter und zwei Söhne hatte. Plunket unterstützte die Arbeit seiner Frau in St. Patrick's, und sie half ihm bei vielen seiner Bildungsprojekte, insbesondere bei der Gründung der Irish Clergy Daughters' School und der Erweiterung des Alexandra College.

Wer war Benjamin Lee Guinness?

Ben Guinness (Fionn O'Shea) in „House of Guinness“.
Benjamin Guinness (Fionn O'Shea) in „House of Guinness“. Foto: Ben Blackall/Netflix

Der Schauspieler Fionn O'Shea spielt in der Serie „House of Guinness“ Benjamin Lee Guinness, der von 1842 bis 1900 lebte. Er war der zweite Sohn von Sir Benjamin Lee Guinness. Er hatte eine Karriere bei den Royal Horse Guards eingeschlagen. Daher erhielten seine Brüder das Erbe seines Vaters.

Er wurde Hauptmann der Royal Horse Guards und heiratete Lady Henrietta Eliza St. Lawrence im Jahr 1881. Sie hatten zusammen drei Kinder.

Quellen
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