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Game of Thrones-Finale: War DAS ein würdiger Abschluss? | Recap Staffel 8, Folge 6

Es war eine lange Reise. Acht Jahre lang haben wir um die „Game of Thrones“-Protagonisten gebangt, uns mit ihnen gefreut, sie angefeuert oder betrauert. Nun ist mit Folge 6 der 8. Staffel eine Ära zu Ende gegangen.

"Game of Thrones": Staffel 8, Folge 6 - So episch war das Finale - Abschied von Daenerys
Game of Thrones-Finale: War DAS ein würdiger Abschluss? | Recap Staffel 8, Folge 6. Bild: HBO

Doch welcher Nachgeschmack bleibt nach dem Finale der 8. Staffel? Hat der Fantasy-Epos von George R. R. Martin in D.B. Weiss‘ und David Benioffs HBO-Serie einen würdigen Abschluss erfahren?

Schwer zu sagen, denn Staffel 8 glich einer emotionalen Achterbahnfahrt. Immer wieder wurde Kritik an den Drehbuchautoren laut, sogar eine Petition für ein Remake der finalen Staffel wurde gestartet – und mittlerweile von 1.170.500 Menschen unterzeichnet.

Viele Zuschauer waren nach den ersten fünf Folgen bereits derart enttäuscht und desillusioniert, dass die finale Episode sie nicht mehr richtig erreichte. Dabei hatte sie viele starke Momente.

 

„Game of Thrones“-Finale: Recap von Folge 6, Staffel 8

Es regnet Asche. Es herrscht Endzeitstimmung. Jon Snow (Kit Harington), Tyrion (Peter Diklage), Ser Davos (Liam Cunningham), sie alle können das Ausmaß von Daenerys‘ (Emilia Clarkes) Verwüstung nicht fassen. Während Tyrion erst die Menschen Königmuds betrauert und dann seine beiden Geschwister, die er im Gewölbe des alten Bergfrieds entdeckt – in einer innigen Umarmung unter Trümmern begraben, feiert die Mutter der Drachen ihren Triumph und spricht absurderweise von Menschen, die sie von einer Tyrannin befreit habe. Als sie verkündet, dass ihr Kriegszug damit noch lange nicht beendet sei und ihre Dothraki und Unsullied dazu auffordert, auch in den übrigen Teilen des Landes „das Rad zu zerschlagen“ und die Menschen zu befreien, wirft ihr Tyrion sein Hand-Abzeichen zu Füßen und konfrontiert sie damit, hunderte Unschuldig getötet zu haben. Dafür lässt Daenerys ihren einst so treuen Berater verhaften – eine recht milde Strafe, wenn man bedenkt, dass sie ihn bereits vor der Schlacht gewarnt hatte, sie nie wieder zu hintergehen (woraufhin er prompt seinen Bruder Jamie (Nicholas Coster-Waldu) befreit hatte).

"Game of Thrones"-Fianle: Der Eiserne Thron war für Daenerys zum greifen nah

Während Tyrion Jon Snow alias Aagon Targaryen in einem Vieraugengespräch davon überzeugen will, dass Daenerys eine Bedrohung ist, schreitet diese durch den großen Saal des Bergfrieds und berührt zum ersten Mal den Eisernen Thron. Ein epischer Moment, denn die Szene erinnert an die Vision, die sie einst vom Thronsaal hatte. Damals hielten die Zuschauer den Ascheregen noch für Schnee. Auch der Umstand, dass es Daernerys in ihrem Traum aus dem Saal zog, um bei Khal Drogo (Jason Momoa) und ihrem gemeinsamen Sohn zu sein, ergibt nun Sinn. Denn kaum ist der Thron für die Mutter der Drachen zum Greifen nahe, da wird sie von Jon gestört, bevor sie das erste Mal darauf Platz nehmen kann.

Jon Snow ist schließlich derjenige, der sie nach Walhalla zu ihrem Khal und ihrem Sohn schickt – während eines letzten Kusses rammt er ihr einen Dolch ins Herz.

Drache Drogon scheint den Tod seiner Drachenmutter gespürt zu haben und droht Jon bei lebendigem Leibe zu verbrennen, entscheidet sich dann aber stattdessen dafür, den Eisernen Thron ein für alle Mal einzuschmelzen.

Wie Grey Worms (Jacob Anderson) Reaktion auf den Tod seiner Khaleesi auffiel, wird den Zuschauern leider vorenthalten, denn in der nächsten Szene sind Sansa Stark (Sophie Turner), Bran (Isaac Hempstead Wright), Brienne von Tarth (Gwendoline Christie), Sam (Jon Bradley) und die übrigen Leiter der größen Häuser Westeros‘ versammelt. Tyrion wird von Grey Worm zu ihnen geführt und kann sie letztlich in einer flammenden Rede davon überzeugen, dass Bran der nächste König der sieben – nein, sechs Königslande sein sollte. Ein Staat kommt dem Reich deshalb abhanden, weil Sansa sich für die Unabhänigkeit des Nordens einsetzt. Dadurch wird sie letztlich zu Königin des Nordens.

Jon Snow wird als Strafe zurück zur Nachtwache geschickt, Arya macht sich auf die unerforschten Gebiete der Welt zu erkunden, Tyrion muss zur Strafe Brans Hand bleiben, Bron (Jerome Flynn) wird zum Schatzmeister ernannt, Sam zum Maester.

In der letzten Szene sieht man Jon Snow – inzwischen in der Schwarzen Festung mit seinem treuen Freund Tormund (Kristopfer Hivju) und seinem Schattenwolf Ghost wiedervereint – durch das Tor der Eismauer reiten und mit den übrigen Wildlingen zwischen den Bäumen verschwinden.

 

"Game of Thrones": Staffel 8, Folge 6 - Das waren die besten Szenen des Finales

Drogon, Drogon, Drogon! 

Man mag den GOT-Machern vorwerfen, was man will, doch zumindest in Sachen CGI sparten sie im Finale keine Kosten und Mühen. Zu den absoluten Highlights des Finales gehörten daher ganz klar die Drachen Szenen. Drogons gespannte Flügel als Daenerys auf ihre Krieger zuschritt, um ihre Siegesrede zu halten, Drogon, wie er unter einer Schicht von Asche schlief und sich imposant vor Jon Snow aufrichtete, Drogon, wie er den Thronsaal in Schutt und Asche zerlegte. Drogon, Drogon, Drogon! 

Doch Daenerys 'Lieblingskind' sollte nicht das einzige CGI-Ungetüm sein, dem ein würdiger Auftritt zuteil wurde. Auch Jons Schattenwolf Ghost bekam endlich die Aufmerksamkeit, die er verdiente. 

"Game of Thrones"-Finale: Jon Snow und Ghost
Jon Snow und Ghost. Bild: HBO
 

"Game of Thrones"-Finale: So reagierten die Fans auf Folge 6

Die Reaktionen auf die finale Folge sind durchmischt. So sind einige Fans wütend, wieder andere sind von Folge 6 derart begeistert, dass sie bereit sind, die Verfehlungen in den vorangegangenen Folgen zu verzeihen. 

 

"Game of Thrones"-Leaks haben sich bewahrheitet

Wer hätte gedacht, dass sich die Leaks zu Folge 4, 5 und 6 des Finales wirklich als wahr erweisen? So war bereits einige Wochen vor Ausstrahlung der letzten Folge an die Öffentlichkeit gelangt, dass Jon Snow Daenerys töten würde und dass ausgerechnet Bran Stark am Ende aus Herrscher über die Sieben aka Sechs Königslande hervorgehen würde. 

 
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