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Fernsehen

Das große Finale einer der größten Blockbuster-Franchises aller Zeiten – heute im TV

Nicht nur auf hoher See geht es auf und ab, auch diese Filmreihe überzeugte nicht immer. Das Ende fiel jedoch recht versöhnlich aus.

Zwei Piratenschiffe stehen sich gegenüber.
Solange es noch schwimmt, ist es nicht kaputt. Foto: TMDB

„Man muss sich auch mal etwas trauen!“ – das ist eine Aussage, die in Hollywood immer seltener wird. Je größer das Filmstudio, umso kleiner ist die Risikobereitschaft, denn hohe Budgets und kritische Investoren erhöhen den Druck ins Unermessliche – und da geht man natürlich lieber auf Nummer sicher.

Umso erstaunlicher ist es da, dass sich Disney mit „Fluch der Karibik“ im Jahr 2003 an das Piratengenre herangetraut hat, das nach dem desaströsen Flop von „Die Piratenbraut“ aus dem Jahr 1995 endgültig als tot und begraben galt.

Natürlich handelt es sich bei „Fluch der Karibik“ um einen Film zur legendären Disneyland-Attraktion „Pirates of the Caribbean“, doch von einem Selbstläufer konnte hier keinesfalls die Rede sein.

Dennoch: „Fluch der Karibik“ wurde zum Hit, vor allem durch den von Johnny Depp gespielten Captain Jack Sparrow. Witz, Spannung, Grusel – der Mix stimmte. Die Franchise-Pläne wurden schnell geschmiedet und nicht nur eine, sondern gleich zwei Fortsetzungen gingen in Produktion.

Hinterm Horizont geht’s weiter

Noch erstaunlicher als die Qualität und der Erfolg des ersten Films ist eigentlich der Fakt, dass es sich bei „Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2“ und „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ nicht um lieblos zusammengewürfelte Sequels, sondern um wirklich starke Abenteuerfilme handelt.

In typischer Fortsetzungsmanier gab es hier mehr von allem, aber Davy Jones war ein starker neuer Bösewicht, dessen CGI-Optik bis heute gelobt wird. Die Actionszenen machen Spaß und auch wenn „Am Ende der Welt“ oftmals als zu kompliziert und überladen bezeichnet wird, erkennt man doch die Mühe, die in das große Finale der Trilogie geflossen ist.

Nach diesen drei Filmen hatte man die Figuren ins Herz geschlossen, ein rundes Ende erreicht und war durch und durch zufrieden – und dann ging die Geschichte einfach weiter.

Jack Sparrow ist nicht genug

Eigentlich kam es nicht überraschend, dass Disney nicht genug von „Fluch der Karibik“ bekommen konnte – sobald eine Franchise existiert, lebt sie ewig und pausiert höchstens mal. Doch „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ musste nicht nur auf Regisseur Gore Verbinski verzichten, sondern auch auf Orlando Bloom als Will Turner und Keira Knightley als Elizabeth Swann.

Nun ist es erst einmal verständlich, dass Disney fest davon ausging, dass Johnny Depps Rückkehr für einen weiteren Kinoerfolg ausreichen würde. Jack Sparrow war das Gesicht der Filmreihe und Depp der größte Star. Doch schnell wurde klar, dass Sparrow eigentlich nicht als alleinige Hauptfigur funktioniert, sondern nur als humorvolles Gegengewicht zu Will und Elizabeth.

In Deutschland kam erschwerend hinzu, dass Depp plötzlich nicht mehr von Marcus Off, sondern von David Nathan synchronisiert wurde. Nathan, einer der beliebtesten deutschen Synchronsprecher und Depps Stammsprecher, orientierte sich bei seiner Sparrow-Interpretation am englischen Original, doch die Umgewöhnung fiel vielen Fans schwer.

Auch wenn das Fazit negativer ausfiel, wurde auch „Fremde Gezeiten“ zum Hit, weshalb sechs Jahre später „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ erschien. Der fünfte und aktuell letzte Film reicht zwar nicht an die Anfänge der Reihe heran, überzeugt aber zumindest technisch und brachte sogar Orlando Bloom, Keira Knightley und Geoffrey Rush zurück.

Selbst die Rückkehr von Davy Jones wurde kurz angedeutet, und das machte tatsächlich neugierig auf einen sechsten Film, der allerdings wohl nie gedreht wird – zumindest nicht mit Johnny Depp.

„Pirates of the Caribbean – Salazars Rache“ läuft heute um 20:15 Uhr auf dem Disney Channel. Alternativ gibt es natürlich auch alle „Pirates“-Filme auf Disney+.

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