Strengt euch mehr an, Pornostars!

Brad Pitt „kann keine Pornos schauen“ – aus diesem kuriosen Grund

Nach Brad Pitts Logik wäre er selbst ein deutlich besserer Pornodarsteller.

Brad Pitt im Film Eiserne Wildnis, er streckt seine Hand aus.
Brad Pitt erwartet viel von Pornostars und wird immer wieder enttäuscht. Foto: IMAGO / Landmark Media

Brad Pitt hat offenbar hohe Ansprüche, wenn es um schauspielerische Leistungen geht – und das nicht nur bei Blockbustern. In einem ausführlichen Porträt des Magazins Esquire kam der Oscar-Preisträger über Umwege auf ein durchaus überraschendes Thema zu sprechen: Pornofilme.

Ob beim Fußball oder in Pornos: Niemand wird überzeugend flachgelegt

Ausgangspunkt war eigentlich das Thema Schwalben im Fußball – also das theatralische Zu-Boden-Fallen von Spielern, um einen Foulpfiff zu provozieren. Pitt äußerte sich dazu mit deutlicher Schärfe: Er wolle glatt einen Kurs fürs „Flopping“ gründen, denn die Darbietungen der Spieler seien teils miserabel – „eine der schlechtesten schauspielerischen Leistungen“, die er je gesehen habe. Zwar wisse er, dass das Erschwindeln eines Fouls zur Taktik im Spiel gehöre, doch die Ausführung lasse stark zu wünschen übrig.

Pitt verglich das Phänomen anschließend mit einer weiteren, weithin akzeptierten, aber ungeliebten Form der Überdramatisierung: dem Schauspielstil der 1940er-Jahre, als weibliche Stars bei jeder Gelegenheit theatralisch in Ohnmacht fielen.

Von dort führte Pitt seinen Gedanken konsequent weiter: Schlechtes Schauspiel bringe ihn grundsätzlich zur Weißglut – und genau deshalb könne er sich auch keine Pornofilme ansehen, wie er offen zugab.

Brad Pitt kann's besser

Dass Pitt sich in Sachen Schauspielqualität so kritisch äußert, überrascht angesichts seiner eigenen Karriere kaum. 2020 gewann er den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in „Once Upon a Time in Hollywood“ – nach Jahrzehnten vor der Kamera und drei vorherigen Nominierungen für „Twelve Monkeys“, „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ und „Moneyball“. Als Produzent hatte er zudem bereits zuvor einen Oscar für „12 Years a Slave“ erhalten.

Bei seiner Dankesrede zeigte sich Pitt sichtlich bewegt und sprach unter anderem über seine Eltern, die ihn einst ins Autokino zu „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ mitnahmen, sowie über seinen Umzug nach Hollywood und seine erste große Chance in „Thelma & Louise“ durch Geena Davis und Ridley Scott. Besonders bewegend: seine Widmung an seine Kinder, die „alles einfärben“, was er tue.

Zwei Jahre nach seinem Oscar-Gewinn deutete Pitt bereits an, dass sich seine Zeit in Hollywood dem Ende zuneigen könnte. Im August 2022 erklärte er gegenüber GQ, er betrachte sich selbst als „auf der letzten Etappe“ seiner Karriere und stelle sich die Frage, wie er dieses letzte Kapitel gestalten wolle.

Von einer Verlangsamung war seitdem allerdings wenig zu spüren: Pitt war unter anderem in „Babylon“, „Bullet Train“ und „F1“ zu sehen und feierte zudem mit George Clooney ein Wiedersehen in „Wolfs“. Zudem steht bereits die nächste Produktion an – das Spin-off „The Adventures of Cliff Booth“ zu „Once Upon a Time in Hollywood“, das an Weihnachten bei Netflix erscheinen soll.

Ein weiteres kommendes Projekt beschreibt Pitt selbst als Liebesgeschichte: In „Eiserne Wildnis – Heart of the Beast“ spielt er den Elitesoldaten James Belmont, der nach einem Flugzeugabsturz gemeinsam mit seinem Diensthund Odin in der Wildnis Alaskas ums Überleben kämpfen muss.

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