Back 2 Backrooms?

„Backrooms“ Ende erklärt: Kann man aus der Paralleldimension entkommen?

Die „Backrooms“ faszinieren zurzeit den ganzen Globus, aber das bedeutet nicht, dass der Horrorfilm nicht einige Fragen aufwerfen würde.

Renate Reinsve steht vor einer Backrooms-Kopie eines Wonhheimes.
Raum ohne Ende, aber keine Antworten: Was passiert im Ende von „Backrooms“? Foto: A24

Kaum ein anderer Horrorfilm der letzten Jahre verfügt über eine derart umfangreiche Mythologie wie Kane Parsons’ „Backrooms“. Der Film spielt über seine gesamte Laufzeit hinweg mit Subtexten und Interpretationsmöglichkeiten, die stellenweise mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten – allen voran das Ende des Films. Um zu erklären, was genau es damit auf sich hat, müssen wir uns nicht nur erneut in die „Backrooms“ begeben, sondern auch ins Spoilerterritorium. Ihr wurdet gewarnt …

Was passiert am Ende von „Backrooms“?

Nachdem Mary (Renate Reinsve) Piraten-Clark (Robert Bobroczkyi), der „Backrooms“-Version von Clark, entkommen ist, wird sie von mehreren Personen in Strahlenschutzanzügen in Gewahrsam genommen. Wenig später wacht sie in einem Raum auf, in dem sie von Phil (Mark Duplass) besucht wird, der ihr einige Fragen stellt. So will er unter anderem wissen, ob sie Clark identifizieren kann und ob sie über sein Möbelhaus Zugang zu den „Backrooms“ gefunden hat.

Als Phil an der Reihe ist, Rede und Antwort zu stehen, weicht er vielen von Marys Fragen aus, offenbart ihr jedoch, dass er zu „Async“ gehört, einer Firma, die ursprünglich MRTs hergestellt hat. Im Rahmen ihrer Forschung seien sie auf die „Backrooms“ gestoßen und würden diese seither erkunden. Mary schildert ihm Clarks Theorie, dass die „Backrooms“ im Grunde eine fehlerhafte Kopie der Realität seien, und fragt Phil, was es mit diesem Ort auf sich habe. Dieser hat darauf jedoch ebenso wenig eine Antwort wie auf Marys Frage, ob sie nun gehen dürfe.

Dann schneidet das Bild abrupt zurück in die „Backrooms“, wo man eine verzerrte Kopie des Raumes sieht, in dem Mary mit Phil sitzt. Das Letzte, was dort zu sehen ist, ist eine monströse Imitation von Mary.

Monster-Mary: Was bedeutet das Ende von „Backrooms“?

Man sieht einen Haufen mit Möbeln in den „Backrooms“.
Kommt Zeit, kommt Unrat: Woher kommen die Gegenstände in den „Backrooms“? Foto: A24

Prinzipiell gibt es für das Finale eine recht einfache Erklärung. Wie Clark bereits vermutet hat, tauchen früher oder später verzerrte Erinnerungen von Gegenständen, Orten oder Personen in den „Backrooms“ auf. So sieht man im Film beispielsweise Masten, an denen Vermisstenposter von Bobby und Kat hängen.

Dementsprechend besteht kaum ein Zweifel daran, dass die entstellte Version von Mary entstanden ist, weil sie sich lange genug in den „Backrooms“ aufgehalten hat, um Teil dieser verzerrten Nachbildung der Realität zu werden. Viel spannender ist jedoch die Frage: Was bedeutet das für die Zukunft?

Wenn man bedenkt, dass das Ende von „Backrooms“ viele Fragen offenlässt oder auf manche überhaupt keine Antworten liefert, erscheint die Idee gar nicht so abwegig, dass Marys Doppelgängerin in einer möglichen Fortsetzung eine größere Rolle spielen könnte. Wie Kane Parsons bereits bekanntgegeben hat, wird aufgrund des finanziellen Erfolgs des ersten Teils an einer Fortsetzung gearbeitet – auch wenn derzeit noch nach einem Autor oder einer Autorin gesucht wird.

Ein zweiter Film könnte somit klären, was es mit Marys Kopie auf sich hat, wie Phil und seine Kollegen auf die „Backrooms“ gestoßen sind, was aus Captain Clark geworden ist, ob Mary die Paralleldimension tatsächlich verlassen darf und ob man letztendlich eine Antwort darauf erhält, was die „Backrooms“ überhaupt sind.

Für all jene, die diesen Artikel gelesen, den Film aber noch nicht gesehen haben, dürfte sich nun dieselbe Frage stellen. Wer also nach Antworten sucht, kann diese seit dem 18. Juni im Kino finden.