Audio- und Sound-Ratgeber

Soundbars mit Subwoofer: Die passenden Boxen für mehr Bass

Eine Soundbar mit Subwoofer sorgt für kräftigen Bass und macht Filme, Serien und Spiele deutlich mitreißender. Doch brauchst du den zusätzlichen Lautsprecher wirklich? Wir zeigen, wann sich eine Soundbar 2.1 oder mehr lohnt und worauf du beim Kauf achten solltest.

Soundbars mit Subwoofer
Wir zeigen dir passende Soundbars mit Subwoofer! Foto: TVM/ChatGPT/JBL

Moderne Soundbars sorgen für deutlich besseren Klang als die eingebauten Lautsprecher der meisten Fernseher. Trotzdem fehlt vielen Modellen ein entscheidender Faktor: echter Bass. Gerade bei Filmen und Serien, Gaming oder Musik wirken Explosionen, Motorengeräusche oder Bassdrums ohne Subwoofer nämlich oft flach und wenig mitreißend.

Ob du überhaupt eine Soundbar mit Subwoofer brauchst? Das hängt vor allem davon ab, wie du deinen Fernseher nutzt, wie groß dein Wohnzimmer ist – und ob du Rücksicht auf Nachbarn nehmen musst. Bei uns erfährst du, was ein Subwoofer wirklich bringt, wann sich die Investition lohnt und worauf du beim Kauf wirklich achten solltest.

Was bringt ein Subwoofer bei einer Soundbar?

Ein Subwoofer übernimmt die tiefsten Frequenzen – das heißt alles unter etwa 80 Hertz. Genau dort entstehen nämlich die hör- und auch spürbaren Bässe: Explosionen, Donner und andere tiefe Klänge wirken dadurch deutlich kräftiger und realistischer.

Deshalb spricht man häufig von einer 2.1-Soundbar. Die Zahl steht dabei für den linken und rechten Audiokanal der Soundbar (2) sowie den separaten Subwoofer (1). Im Vergleich zu einer regulären Soundbar ohne Subwoofer bietet solch ein System deutlich mehr Tiefbass und entlastet gleichzeitig die Soundbar. Die Folge: Stimmen, Mitten und Höhen klingen sauberer und klarer.

Den Unterschied zwischen beiden Systemen hörst du vor allem bei Actionfilmen, Spielen und basslastiger Musik. Schaust du dagegen überwiegend Nachrichten, Talkshows oder ruhige Serien, fällt der zusätzliche Bass deutlich weniger ins Gewicht. Dann brauchst du definitiv keine Soundbar mit Subwoofer. Wo wir grad beim Thema sind:

Wann lohnt sich ein Subwoofer – und wann nicht?

Ein Subwoofer ist kein Muss, aber in vielen Situationen ein echter Gewinn. Ob sich eine Soundbar mit Subwoofer für dich lohnt, hängt vor allem von deinem Nutzungsverhalten ab. Hier dran kannst du dich orientieren:

Eine Soundbar mit Subwoofer lohnt sich, wenn du:

  • häufig Actionfilme oder Blockbuster schaust

  • auf der Konsole oder dem PC spielst und möglichst immersiven Sound möchtest

  • Musik mit kräftigem Bass hörst

  • ein mittelgroßes oder großes Wohnzimmer hast

  • echtes Kino-Feeling zu Hause erleben möchtest

Eine Soundbar ohne Subwoofer reicht aus, wenn du:

  • überwiegend Nachrichten, Serien oder Talkshows schaust

  • in einer sehr hellhörigen Wohnung wohnst

  • nur wenig Platz neben dem Fernseher hast

  • möglichst wenig Geld ausgeben möchtest

  • Bass ohnehin eher zurückhaltend magst

Die besten Soundbars mit Subwoofer im Überblick

unschlagbar günstig
JBL Cinema SB 550
JBL Cinema SB 550
Stiftung-Warentest-Liebling
LG DS95TR
LG DS95TR
Testsieger bei Chip
JBL Bar 1300 MK2
JBL Bar 1300 MK2
beliebter Bestseller
Polk Audio Signa S3
Polk Audio Signa S3
Vergleichssieger
Samsung HW-Q935GF
Samsung HW-Q935GF
beste Konnektivität
Yamaha True X BAR 50A
Yamaha True X BAR 50A
Euro-Zeichen - Foto: iStock/bgblue

Wichtiger Preishinweis vorweg

In unserem Artikel haben wir uns mit wenigen Ausnahmen auf leistbare Soundbars mit Subwoofer beschränkt. Viele Modelle offizieller Tests bewegen sich im absoluten Premiumsegment. So haben wir etwa die Stiftung-Warentest-Sieger Nubert nuPro XS-8500 RC und Yamaha True X Surround 90A nicht in unseren Ratgeber aufgenommen. Das liegt nicht nur an den Anschaffungspreisen jenseits der 2.000 Euro, sondern auch an ihrer Verfügbarkeit – diese Soundbars sind nämlich vergriffen oder gar nicht mehr erhältlich.

Vergleichssieger: Samsung HW-Q 935 GF

In vielen Testberichten gelobt wegen exzellenter Klangqualität, kraftvollem Bass sowie überzeugender Dolby-Atmos-Wiedergabe, bekommt Samsungs HW-Q935GF auch bei uns die Krone. Besonders toll sind die kabellosen Rear-Speaker, die klare Sprachverständlichkeit sowie die einfache Einrichtung über SmartThings.

Kritik gibt es lediglich für den einzelnen HDMI-Eingang und den fehlenden 4K120- bzw. Dolby-Vision-Passthrough. Insgesamt zählt dieses Kombipaket zu den stärksten Komplettsystemen ihrer Preisklasse und empfiehlt sich besonders für anspruchsvolle Heimkino-Fans.

Technische Daten:

  • 9.1.4-Kanal-System mit kabellosem Subwoofer und Rear-Lautsprechern

  • Unterstützung für Dolby Atmos und DTS

  • Gesamtleistung: 540 Watt RMS

  • HDMI eARC, 1× HDMI-Eingang, optischer Eingang

  • WLAN, Bluetooth, Apple AirPlay 2, Google Cast

  • Q-Symphony und SpaceFit Sound Pro für kompatible Samsung-TVs

Preis-Leistungs-Sieger: JBL Cinema SB550

Die JBL Cinema SB550 richtet sich an Nutzer:innen, welche für vergleichsweise wenig Geld einen kräftigen Filmsound mit separatem Subwoofer suchen. In Reviews werden vor allem die druckvolle Basswiedergabe, die einfache Bedienung und die klare Sprachverständlichkeit hervorgehoben.

Für große Heimkinos oder echten Surround-Sound ist das extrem preiswerte System zwar weniger geeignet, als unkomplizierte TV-Aufrüstung bietet sie jedoch ein überzeugendes Gesamtpaket.

Technische Daten:

  • 3.1-Kanal-Soundbar mit kabellosem Subwoofer

  • Dolby Audio-Unterstützung

  • HDMI eARC und optischer Digitaleingang

  • Bluetooth-Audiostreaming

  • dedizierter Center-Kanal für Sprachwiedergabe

  • Kompaktes Design für Fernseher ab ca. 43 Zoll

Stiftung-Warentest-Liebling: LG DS95TR

LGs DS95TR zählt zu den hochwertigsten Soundbars des Herstellers und überzeugt in Tests mit einem sehr räumlichen Klangbild, kräftigen Bässen und einer präzisen Dolby-Atmos-Wiedergabe.

Positiv hervorzuheben sind außerdem die kabellosen Rear-Lautsprecher, die gute Musikwiedergabe sowie die enge Integration mit aktuellen LG-Fernsehern. Damit eignet sich diese Soundbar mit Subwoofer System hervorragend für anspruchsvolle Film- und Serienfans.

Technische Daten:

  • 9.1.5-Kanal-System mit kabellosem Subwoofer

  • Dolby Atmos und DTS

  • kabellose Rear-Speaker mit Upfiring-Treibern

  • HDMI eARC, HDMI-Eingang, optischer Eingang

  • WLAN, Bluetooth, Chromecast und AirPlay 2

  • WOW Orchestra und WOW Interface für kompatible LG-TVs

Beliebter Bestseller: Polk Audio Signa S3

Zu den beliebtesten Soundbars im Einstiegssegment gehört seit Jahren die Polk Audio Signa S3. Tester:innen loben vor allem die überraschend ausgewogene Klangabstimmung, die deutliche Verbesserung der Sprachverständlichkeit sowie den kräftigen Subwoofer.

Dank der einfachen Installation und des attraktiven Preises eignet sich das Modell besonders für Nutzer:innen, die ihren TV-Sound ohne großen Aufwand aufwerten möchten.

Technische Daten:

  • 2.1-Kanal-Soundbar mit kabellosem Subwoofer

  • Dolby Digital-Decodierung

  • HDMI ARC und optischer Eingang

  • Bluetooth-Musikstreaming

  • Chromecast-Unterstützung für Multiroom-Audio

  • VoiceAdjust-Technologie für klarere Dialoge

Beste Konnektivität: Yamaha True X BAR 50A

Die Soundbar mit Subwoofer Yamaha True X BAR 50A punktet mit ihren vielseitigen Verbindungsmöglichkeiten und der Möglichkeit, das System flexibel um kabellose True-X-Rear-Lautsprecher zu erweitern. Reviews loben den ausgewogenen Klang, die überzeugende Dolby-Atmos-Darstellung sowie die umfangreiche Streaming-Unterstützung.

Damit empfiehlt sich das preislich gehobenere, aber noch faire Modell besonders für Lauscher:innen, die Wert auf maximale Flexibilität und moderne Smart-Home-Integration legen.

Technische Daten:

  • 5.1.2-Kanal-Soundbar mit kabellosem Subwoofer

  • Dolby Atmos mit True Sound-Technologie

  • HDMI eARC und optischer Eingang

  • WLAN, Bluetooth, Apple AirPlay 2 und Spotify Connect

  • erweiterbar mit kabellosen Yamaha True X Surround-Lautsprechern

  • Sprachsteuerung über Amazon Alexa integriert

Worauf du bei Soundbars mit Subwoofer achten solltest

Nicht jede Soundbar mit Subwoofer bietet dieselbe Klangqualität. Mit diesen Punkten findest du schneller das passende Modell!

  1. Kabelgebunden oder kabellos? Viele aktuelle Soundbars werden mit einem kabellosen Subwoofer geliefert. Das erleichtert die Platzierung enorm, da nur ein Stromanschluss benötigt wird. Kabelgebundene Subwoofer sind allerdings häufig günstiger – du musst aber zusätzlich ein Audiokabel durchs Wohnzimmer verlegen.

  2. Die Größe sollte zum Raum passen: Ein großer Subwoofer kann in einem kleinen Wohnzimmer schnell überdimensioniert wirken. Umgekehrt stößt ein allzu kompakter Speaker in großen Räumen oft an seine Grenzen. Für die meisten Wohnzimmer reicht ein mittelgroßer Subwoofer völlig aus.

  3. Ausgewogene Bassregelung: Eine gute Soundbar bietet verschiedene Bassstufen oder sogar einen Nachtmodus. So kannst du den Tiefton an deine Hörgewohnheiten anpassen und vermeidest, dass Explosionen oder Musik den restlichen Klang überdecken.

  4. Rücksicht auf Nachbarn: Tiefe Frequenzen breiten sich besonders stark durch Wände und Böden aus. Gerade in hellhörigen Wohnungen solltest du deshalb die Bassintensität reduzieren oder den Nachtmodus aktivieren. So profitierst du weiterhin vom besseren Klang, ohne gleich das ganze Haus zu beschallen.

  5. Die richtige Platzierung: Anders als hohe Töne lässt sich Bass kaum orten. Deshalb kannst du den Subwoofer relativ flexibel im Raum aufstellen. In einer Raumecke wirkt der Bass meist kräftiger, manchmal aber auch zu dominant. Es lohnt sich, verschiedene Positionen auszuprobieren, bis Klang und Bass ausgewogen wirken.

Gaming mit Subwoofer: Explosionen, die du spürst

Beim Gaming gehört kräftiger Bass fast schon zum essenziellen Spielerlebnis: Explosionen, Schüsse oder Umgebungsgeräusche wirken deutlich realistischer, wenn ein Subwoofer die tiefen Frequenzen übernimmt. Das sorgt für mehr Immersion und lässt deine Spiele spürbar lebendiger erscheinen.

Für Gamer:innen ist allerdings nicht nur der Bass wichtig. Ebenso entscheidend ist ein möglichst geringer Input Lag, damit Bild und Ton perfekt synchron bleiben. Moderne Soundbars mit HDMI-eARC oder HDMI 2.1 bieten hier oft Vorteile.

Empfehlenswerte Gaming-Kategorien:

  • Soundbars mit besonders niedrigem Input Lag

  • Modelle mit HDMI-eARC beziehungsweise HDMI 2.1

  • Soundbars mit kraftvollem Subwoofer für intensiven Tiefbass

Soundbars mit besonders gutem Bass ohne Subwoofer

Nicht jeder möchte einen zusätzlichen Lautsprecher im Wohnzimmer stehen haben. Einige hochwertige Solo-Soundbars erzeugen dank größerer Treiber und ausgefeilter Klangtechnik überraschend kräftigen Bass. Sie eignen sich vor allem für kleinere Räume oder Wohnungen, in denen Rücksicht auf Nachbarn wichtig ist.

Beispiele:

  • Bassstarke Premium-Soundbars ohne separaten Subwoofer

  • kompakte Modelle für kleine Wohnzimmer

  • preiswerte Alternativen mit überzeugendem Klang

Häufige Fragen zu Soundbars mit Subwoofer

Einen Subwoofer später nachrüsten kannst du meist nur bei Soundbars, die ausdrücklich einen kompatiblen Subwoofer unterstützen. Bei vielen Komplettsystemen ist eine spätere Erweiterung nicht vorgesehen.

Nein, der Subwoofer selbst ist nicht laut. Er sorgt vor allem für tiefere Frequenzen, nicht automatisch für mehr Lautstärke. Über die Bassregelung kannst du die Intensität anpassen.

Da tiefe Frequenzen kaum ortbar sind, kannst du den Subwoofer relativ frei im Raum platzieren. Eine Ecke verstärkt den Bass, während eine freie Position meist ausgewogener klingt.

Ob dein Subwoofer deine Nachbarn stört, hängt von den Einstellungen am Gerät ab. Tiefe Bässe übertragen sich leichter durch Wände und Böden als hohe Töne. Mit moderater Lautstärke, einer reduzierten Bassstufe oder einem Nachtmodus lässt sich die Belastung deutlich verringern.

Wenn dir kräftiger Bass wichtig ist, lautet die Antwort meist ja. Für Sprachverständlichkeit oder Nachrichten reicht allerdings oft auch eine gute Solo-Soundbar.

Fazit: Soundbars mit Subwoofer

Eine Soundbar mit Subwoofer lohnt sich vor allem für Filmfans, Gamer:innen und alle, die satten Bass und echtes Heimkino-Feeling möchten. Der separate Subwoofer sorgt nicht nur für mehr Tiefbass, sondern entlastet auch die Soundbar, sodass Stimmen und Effekte klarer wiedergegeben werden.

Wer dagegen wenig Platz hat, überwiegend fernsieht oder in einer sehr hellhörigen Wohnung lebt, ist mit einer hochwertigen Soundbar ohne Subwoofer oft besser beraten.

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