Sammelklage gegen Amazon: Geld zurück wegen Prime-Preiserhöhung?
Amazon Prime erhöhte 2022 die Preise – und das zog einen Gerichtsstreit nach sich. Wir haben die Antwort darauf, was genau es damit auf sich hat. Und warum dir eine Rückzahlung zustehen könnte …

September 2022: Amazon erhöht die Preise für alle bestehenden Prime- und Prime-Student-Abos. Der Anstieg für ein jährliches Abo summierte sich auf 20,90 Euro und lag demnach bei 89,90 Euro. Monatlich fanden sich alle Kunden und Kundinnen bei einem Euro wieder. Selbstverständlich waren viele Personen bezüglich der Preiserhöhung erbost, aber das wahre Problem lag viel eher darin, dass Amazon die Preise erhöhte, ohne sich die Zustimmung der Kunden und Kundinnen einzuholen.
Amazon vor Gericht: Was bedeutet die Sammelklage?
Die Verbraucherzentrale NRW hat entschieden, dass die zugrundeliegende AGB-Klausel seitens Amazons rechtswidrig sei, und hat dies zum Anlass genommen, eine Sammelklage einzureichen. Alle betroffenen Bestandskunden, die vor der Preiserhöhung bereits ein Abo hatten, bekommen nun demnach eine Chance, ihr Geld zurückzuerhalten. Sollte Amazon diese Klage verlieren, könnte das für den Milliardenkonzern teuer werden, denn Millionen von Kunden und Kundinnen sind von den jährlichen Erhöhungen von 12 Euro bis 20,90 Euro betroffen.
Ich bin betroffen: Wie nehme ich an der Sammelklage teil?
Alles, was man tun muss, ist, einen Eintrag im Verbandsklageregister des Bundesamts für Justiz zu erstellen. Dort muss man Name, Kontaktdaten sowie einen Grund angeben. Für die Anmeldung muss man kein Geld zahlen und es ist möglich, sich bis zu drei Wochen nach dem Ende der mündlichen Verhandlungen dort einzutragen. Wie viel man letztendlich zurückerhält, ist davon abhängig, wie lange man die Mehrkosten bezahlt hat und womit man besagte Mehrkosten bezahlt hat.
Werbung auf Amazon auch nicht rechtmäßig: Eine weitere Sammelklage gegen Prime Video
Dies ist nicht die erste Sammelklage gegen Amazon Prime Video. Die Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen die Einführung von Werbung und die damit einhergehende schlechtere Bild- und Tonqualität bei allen Kunden und Kundinnen, die 2024 stattfand.









