Nintendo Switch 2: Marktforscher rechnen mit Preiserhöhung
Folgt Nintendo der Strategie von Sony und Microsoft und erhöht den Preis der Switch 2 in diesem Jahr? Marktforscher:innen halten diesen Schritt für unausweichlich.
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Das waren noch Zeiten: „Nur“ 329 Euro kostete die erste Nintendo Switch am Erscheinungstag im Frühling 2017. Zwar war das damals schon recht viel, wurde mit dem Einführungspreis der Nachfolgekonsole jedoch überboten. So kostet die Nintendo Switch 2 seit Verkaufsstart in der Standardvariante 469 Euro. Zwar gibt es immer mal wieder günstigere Deals im Netz, doch richtig gute Schnäppchen findet man nur sehr selten.
Und jetzt könnte es noch teurer werden! So verdichten sich die Spekulationen um eine mögliche Preiserhöhung der aktuellen Mario-Konsole. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Niko Partners glaubt, „dass die Switch 2 dem Beispiel von Sony und Microsoft folgen und aufgrund von Zöllen, gestiegenen Speicherkosten und allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen ebenfalls eine Preiserhöhung erfahren wird“.
Das würde meiner Meinung nach in der heutigen Zeit keinen mehr überraschen. Auch nicht Nintendo selbst.
Nintendo-Boss äußert sich zur Preispolitik
Der Präsident des Mario-Konzerns, Shuntaro Furukawa, hatte sich Anfang des Jahres in einem Interview mit dem japanischen Magazin Kyoto Shimbun zu einer möglichen Preiserhöhung geäußert. Zölle gelten für Nintendo grundsätzlich als Kosten, die „so weit wie möglich an die Preise weitergegeben werden, nicht nur in den USA“. Furukawa fügte aber auch hinzu: „Es hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Gewinn, aber wir müssen die Entwicklung genau beobachten.“
Dass man mit Konsolenverkäufen nicht den großen Reibach macht, sondern vor allem mit den Spielen, ist längst kein Geheimnis mehr in der Gaming-Branche. Zudem kaufen die großen Konzerne die benötigte Hardware auch auf Vorrat ein, um Preissteigerungen, wie wir sie jetzt erleben, abfedern zu können. Mit dieser Herangehensweise konnte Nintendo die Switch 2 im vergangenen Jahr trotz der Einführung von Zöllen, welche die Produktion in China, Japan und Vietnam beeinträchtigten, ohne Preiserhöhung anbieten. Bislang …
Halbleiter-Engpass und Bundle-Fokus
Abgesehen vom wankelmütigen US-Präsidenten und seiner unvorhersehbaren Zollpolitik, könnten auch andere Faktoren den Preis der Nintendo Switch 2 in die Höhe treiben. Wie beispielsweise die Engpässe von Halbleitern. Diese technischen Bauteile sind für Spielekonsolen fundamental wichtig. Und auch für KI-Rechenzentren, die wie Pilze (nicht die aus dem Mario-Universum) aus dem Boden schießen.
Die Marktforscher:innen von Niko Partners „gehen zwar davon aus, dass Nintendo den Preis der Switch 2 erhöhen wird. Es ist aber auch möglich, dass sie die 449-Dollar-Variante (Standardpreis in den USA, Anm. d. Red.) einstellen und stattdessen nur noch ein Bundle ab 499 US-Dollar anbieten“.
Meine Einschätzung zur Preiserhöhung
Eins ist ganz klar: Sollten die Hardware-Preise nicht wieder fallen, wird Konsolen-Gaming irgendwann zum Luxus. Nintendo selbst versucht, den Preisanstieg der Switch 2 möglichst lange hinauszuzögern. Aber wie schon Niko Partners prophezeit, muss der japanische Mario-Konzern in 2026 den Preis nach oben setzen. Sony und Microsoft ginden diesen Schritt mit der PS5 und Xbox Series X/S aufgrund gestiegener Produktions- und Komponentenkosten ebenfalls.
Ein Wegfall der Standardvariante und nur noch auf Bundles zu setzen, halte ich aber für unwahrscheinlich. So wird es doch immer Käufer:innen geben, die nicht unbedingt Mario Kart World oder andere Bundle-Spiele haben möchten.
Kauftipp: Bevor die Preise nach oben gehen, kannst du die Nintendo Switch 2 allein oder im Bundle 10 Euro günstiger bekommen. Na immerhin.
Wann genau der Preisanstieg vonstatten geht, ist schwer vorhersehbar. Ich denke, dass wird spätestens der Fall sein, wenn Nintendo im großen Stil überteuerte Hardwarekomponenten nachkaufen muss. Und wann die Lager leer sind, weiß nur das japanische Unternehmen selbst.
Nichtsdestotrotz rechne ich mit einer Preiserhöhung im Sommer, aber spätestens zum Weihnachtsgeschäft 2026. Es sieht auf jeden Fall nicht rosig aus, oder wie Mario sagen würde: „Mama mia!“









