Redaktionstest

Ich habe den Dreo TurboCool 516S mehrere Wochen getestet – und war überrascht

Ventilator, Luftbefeuchter und Nebelkühlung in einem Gerät. Das kam beim Alltagstest mit dem Dreo TurboCool 516S heraus.

Der Dreo TurboCool 516S im Test auf einem Regal im Betrieb.
Der Dreo TurboCool 516S kombiniert Ventilator, Luftbefeuchter und Nebelkühlung. Im Test überzeugte vor allem der feine Nebel mit einem spürbaren Frische-Effekt. Foto: Jay Becker / Privat

Dreo TurboCool 516S im Test: Kann dieser Nebelventilator die Sommerhitze wirklich erträglicher machen?

Sobald die Temperaturen über 30 Grad steigen, stoßen viele klassische Ventilatoren schnell an ihre Grenzen. Sie bewegen zwar die Luft, doch wirklich kühler wird es im Raum dadurch nicht.

Genau an diesem Punkt setzt der Dreo TurboCool 516S an. Der kompakte Turmventilator kombiniert einen klassischen Ventilator mit einer Nebelfunktion und einem Luftbefeuchter. Das Ziel: eine angenehmere Erfrischung an heißen Sommertagen, ohne gleich eine Klimaanlage aufstellen zu müssen.

Ich habe den Dreo TurboCool 516S über zwei Wochen im Alltag ausprobiert. Dabei musste er sich im Homeoffice, im Wohnzimmer und auch nachts im Schlafzimmer beweisen. Besonders spannend war für mich die Frage, ob die Nebelfunktion tatsächlich einen Unterschied macht oder lediglich ein nettes Extra bietet.

DREO TurboCool Nebelventilator 516S, Weiß
DREO TurboCool Nebelventilator 516S, Weiß

Erstes Fazit

„Der Dreo TurboCool 516S überzeugt mit einer gelungenen Kombination aus kräftigem Luftstrom, angenehm feiner Nebelkühlung und umfangreicher Ausstattung. Eine Klimaanlage ersetzt er zwar nicht, für Homeoffice, Schlafzimmer oder kleinere Wohnräume gehört er aber zu den überzeugendsten Nebelventilatoren, die ich bislang getestet habe.“
Jay Becker

Technische Daten des Dreo TurboCool 516S

Der TurboCool 516S gehört zu den kompakteren Vertretern seiner Klasse, bringt auf dem Papier aber eine überraschend umfangreiche Ausstattung mit.

Technische Daten

  • Maximaler Luftstrom: 8 m/s

  • Luftvolumen: bis zu 870 m³/h

  • Temperaturabsenkung laut Hersteller: bis zu 3 °C

  • Ultrafeiner Nebel mit 11 Mikrometern

  • Nebelabgabe: bis zu 263 ml pro Stunde

  • 6 Ventilatorstufen

  • 3 Luftbefeuchter-Stufen

  • 2 Nebelkühlungs-Modi

  • Horizontal schwenkbar bis 150 Grad

  • Vertikal um 30 Grad neigbar

  • Geräuschentwicklung ab 20 dB

  • Timer bis 12 Stunden

  • 1,3-Liter-Wassertank

  • Laufzeit des Wassertanks laut Hersteller bis zu 12 Stunden

Zum Lieferumfang gehören neben dem vollständig vormontierten Ventilator außerdem eine Fernbedienung inklusive Batterien, eine Bedienungsanleitung sowie Sicherheitshinweise. Der Dreo ist also direkt nach dem Auspacken einsatzbereit.

Erster Eindruck: Modern statt klobig

Viele Luftkühler wirken im Wohnzimmer eher wie technische Geräte, die man nach dem Sommer möglichst schnell wieder im Schrank verschwinden lässt. Beim Dreo TurboCool 516S ist das anders.

Schon beim Auspacken macht der Ventilator einen hochwertigen Eindruck. Das mattschwarze Gehäuse wirkt modern und unaufdringlich, sodass sich das Gerät problemlos in Wohn- oder Arbeitszimmer integriert. Nichts klappert oder wackelt, der Standfuß sorgt für einen sicheren Halt und die gesamte Verarbeitung vermittelt einen deutlich hochwertigeren Eindruck, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde.

Praktisch gefällt mir außerdem der transparente Wassertank auf der Rückseite. So lässt sich jederzeit erkennen, wann Wasser nachgefüllt werden muss, ohne den Tank erst herausnehmen zu müssen.

Auch das Display hinterlässt einen gelungenen Eindruck. Lüfterstufe, Nebelmodus und Luftfeuchtigkeit lassen sich problemlos ablesen. Gleichzeitig verzichtet Dreo auf eine überladene Darstellung, wodurch das Bedienfeld angenehm aufgeräumt wirkt. Auch die leicht verständliche App-Oberfläche macht einen guten Eindruck.

Dreo TurboCool 516S Display
Einfach und leicht verständlich kommt das Display des TurboCool daher. Einziges Manko: Manchmal muss man etwas doller drücken, wenn man die gewünschte Einstellung bekommen möchte. Foto: Jay Becker / Privat

Einrichtung: In wenigen Minuten startklar

Positiv fällt bereits beim ersten Aufbau auf, dass der Dreo vollständig montiert geliefert wird. Während viele Ventilatoren zunächst zusammengesetzt werden müssen, genügt hier im Grunde ein Griff zum Stromkabel.

Der Wassertank wird auf der Rückseite entnommen, über einen Schraubverschluss befüllt und anschließend wieder eingesetzt. Sobald der Tank eingesetzt ist, beginnt das Gerät automatisch damit, Wasser in das Nebelsystem zu ziehen.

Der Hersteller empfiehlt die Verwendung von destilliertem Wasser, um Kalkablagerungen langfristig zu vermeiden. Wer sehr weiches Leitungswasser besitzt, dürfte im Alltag vermutlich ebenfalls keine unmittelbaren Probleme feststellen. Wer den Ventilator jedoch dauerhaft nutzen möchte, fährt mit destilliertem Wasser auf der sicheren Seite.

Parallel dazu lässt sich die Dreo-App per QR-Code aus der Kurzanleitung installieren. Die Einrichtung gelingt innerhalb weniger Minuten und funktionierte in meinem Test problemlos.

App Menü des Dreo TurboCool 516S
Einfach, kompakt und praktisch. Im Menü der Dreo-App findet man sich sehr schnell zurecht. Hier kann auch eine Zieltemperatur oder Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Foto: Jay Becker / Privat

Bedienung: Ganz klassisch oder per App

Der TurboCool 516S lässt sich auf drei verschiedene Arten steuern.

Zum einen befinden sich Touch-Tasten direkt am Gerät. Hierüber können Lüftergeschwindigkeit, Nebelfunktion, Oszillation oder Timer eingestellt werden. Einige Tasten besitzen allerdings eine Doppelbelegung, weshalb sich zu Beginn ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung lohnt.

Deutlich komfortabler gelingt die Steuerung über die mitgelieferte Fernbedienung. Gerade wenn der Ventilator im Wohnzimmer steht oder neben dem Bett arbeitet, lässt sich die Geschwindigkeit bequem vom Sofa oder Bett aus verändern.

Den größten Funktionsumfang bietet allerdings die Dreo-App. Hier lassen sich nicht nur sämtliche Einstellungen des Ventilators vornehmen, sondern auch Zeitpläne erstellen, Firmware-Updates installieren oder mehrere Dreo-Geräte verwalten.

Besonders praktisch sind die integrierten Raumklima-Auswertungen. Die App zeichnet Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf und stellt beide Werte übersichtlich über die vergangenen 24 Stunden oder sogar 30 Tage dar.

Für den Alltag ist das zwar kein Muss, wer sein Raumklima genauer beobachten möchte, bekommt hier jedoch einen echten Mehrwert.

Zusätzlich unterstützt der TurboCool 516S Amazon Alexa und Google Assistant. Wer möchte, kann den Ventilator daher auch per Sprachbefehl steuern.

Drei Geräte in einem

Auf den ersten Blick wirkt der TurboCool 516S wie ein gewöhnlicher Turmventilator. Tatsächlich vereint das Gerät jedoch drei Funktionen miteinander.

Zum einen arbeitet er als klassischer Ventilator mit sechs Geschwindigkeitsstufen – vom sanften Luftzug bis zum kräftigen Turbo-Modus.

Hinzu kommt die Nebelfunktion, die einen besonders feinen Wassernebel mit Tröpfchen von lediglich 11 Mikrometern erzeugt. Dieser Nebel soll laut Hersteller die gefühlte Temperatur um bis zu drei Grad senken, ohne Möbel oder Elektronik zu befeuchten.

Darüber hinaus kann der Dreo auch als Luftbefeuchter genutzt werden. Drei verschiedene Befeuchtungsstufen stehen zur Verfügung.

Besonders interessant ist dabei der Automatikmodus: Das Gerät misst kontinuierlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit und passt die Nebelabgabe automatisch an. Über eine dreifarbige LED-Anzeige lässt sich jederzeit erkennen, in welchem Feuchtigkeitsbereich sich der Raum aktuell befindet.

Ergänzt wird das Ganze durch einen horizontalen Schwenkbereich von bis zu 150 Grad sowie eine vertikale Neigung von 30 Grad. Dadurch lässt sich der Luftstrom deutlich gezielter ausrichten als bei vielen klassischen Turmventilatoren.

Praxistest: Was bringt der feine Wassernebel wirklich?

Die technischen Daten lesen sich auf dem Papier vielversprechend. Entscheidend ist aber, wie sich der Dreo TurboCool 516S im Alltag schlägt. Schließlich bringt der stärkste Luftstrom wenig, wenn die versprochene Erfrischung ausbleibt.

Ich habe den Ventilator über mehrere Wochen bei unterschiedlichen Temperaturen genutzt – tagsüber im Homeoffice, abends im Wohnzimmer und nachts im Schlafzimmer.

Der Luftstrom überrascht

Schon ohne aktivierte Nebelfunktion zeigt sich, dass der TurboCool 516S deutlich mehr kann als viele klassische Turmventilatoren seiner Größe.

Bereits auf den ersten beiden Lüfterstufen entsteht ein angenehmer Luftzug, der am Schreibtisch vollkommen ausreicht. Dabei bläst der Ventilator nicht unangenehm direkt ins Gesicht, sondern sorgt für eine gleichmäßige Luftbewegung.

Steigt die Außentemperatur weiter an, stehen insgesamt sechs Geschwindigkeitsstufen sowie ein Turbo-Modus zur Verfügung. Dann entwickelt der Dreo ordentlich Druck. Laut Hersteller erreicht der Luftstrom Geschwindigkeiten von bis zu acht Metern pro Sekunde sowie ein Luftvolumen von bis zu 870 Kubikmetern pro Stunde.

Im Alltag wirkt diese Angabe durchaus plausibel. Selbst mehrere Meter entfernt ist der Luftstrom noch deutlich zu spüren. Für kleine bis mittelgroße Räume reicht die Leistung problemlos aus.

App Menü von Dreo
Ein bisschen Luftschwung gefällig? In der Dreo-App ist eine Schwingung von 30, 60, 90, 120 oder sogar 150 Grad möglich. Foto: Jay Becker / Privat

Der eigentliche Unterschied heißt Nebelfunktion

Der Grund, weshalb sich der TurboCool 516S von einem gewöhnlichen Ventilator unterscheidet, steckt allerdings nicht im Luftstrom, sondern im feinen Wassernebel.

Vor dem Test war ich ehrlich gesagt skeptisch. Die Vorstellung eines Ventilators, der Wasser versprüht, klingt zunächst eher nach feuchten Möbeln oder einem unangenehmen Sprühregen.

Genau das passiert hier allerdings nicht.

Der Nebel ist so fein, dass man ihn meist nur gegen das Licht überhaupt erkennen kann. Auf der Haut entsteht lediglich ein angenehm frisches Gefühl. Weder Schreibtisch noch Tastatur oder Möbel waren während unseres Tests feucht.

Dreo arbeitet mit einer Tröpfchengröße von lediglich 11 Mikrometern. Dadurch verdunstet das Wasser praktisch sofort in der Luft, bevor es sich auf Oberflächen absetzen kann.

Gerade dieser Unterschied fällt im Alltag überraschend deutlich aus.

Anfangs hatte ich die Nebelfunktion eher als kleines Extra betrachtet. Richtig bemerkbar machte sie sich allerdings erst, als wir sie testweise wieder deaktivierten. Plötzlich bewegte der Ventilator lediglich warme Raumluft. Erst in diesem Moment wurde deutlich, wie groß der Unterschied tatsächlich ist.

Die Luft fühlt sich mit aktivierter Nebelfunktion schlicht angenehmer und frischer an.

Kühlt der Dreo den Raum wirklich herunter?

Der Hersteller spricht von einer möglichen Temperaturabsenkung um bis zu drei Grad.

Im Praxistest sollte man diese Angabe allerdings richtig einordnen. Eine Senkung um die versprochenen drei Grad konnte ich auf den verschiedenen Temperaturanzeigen in meinen Räumen nicht feststellen.

Eine klassische Klimaanlage ersetzt der TurboCool 516S daher nicht. Die tatsächliche Raumtemperatur sinkt nicht dauerhaft um mehrere Grad. Vielmehr entsteht ein deutlich angenehmeres Kälteempfinden direkt dort, wo sich der Luftstrom befindet.

Vor allem am Schreibtisch oder auf dem Sofa wirkt die Luft mit aktiviertem Nebel spürbar frischer als bei einem herkömmlichen Ventilator.

Genau darin liegt aus meiner Sicht die größte Stärke des Geräts. Wer erwartet, dass ein 30 Grad warmer Raum plötzlich auf 24 Grad heruntergekühlt wird, dürfte enttäuscht sein. Wer dagegen einfach angenehmer arbeiten oder entspannen möchte, bekommt genau den gewünschten Effekt.

Video Platzhalter
Video: Jay Becker / Privat

Die automatische Luftbefeuchtung überzeugt

Neben der Nebelkühlung arbeitet der TurboCool 516S gleichzeitig als Luftbefeuchter.

Besonders gelungen finde ich dabei den Automatikmodus.

Das Gerät misst kontinuierlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit und regelt die Nebelabgabe selbstständig. Wird der eingestellte Feuchtigkeitswert erreicht oder steigt die Luftfeuchtigkeit zu stark an, reduziert beziehungsweise beendet der Ventilator die Nebelfunktion automatisch.

Gerade an schwülen Sommertagen ergibt das durchaus Sinn.

Denn Nebelkühlung funktioniert über Verdunstung. Je höher die Luftfeuchtigkeit bereits ist, desto schlechter kann Wasser verdunsten – und desto geringer fällt auch der kühlende Effekt aus.

Im Test funktionierte diese Automatik zuverlässig. Dadurch musste man sich kaum Gedanken darüber machen, ob gerade zu viel oder zu wenig Nebel erzeugt wird.

Wer lieber selbst entscheidet, kann die Automatik selbstverständlich deaktivieren und Ventilator- sowie Nebelstufen frei miteinander kombinieren.

Im Homeoffice fast schon ideal

Den größten Teil unseres Tests verbrachte der Dreo TurboCool 516S bei mir im Arbeitszimmer.

Hier spielt der kompakte Ventilator seine Stärken besonders gut aus.

Bereits auf niedrigen Lüfterstufen entsteht ein angenehmer Luftstrom, der auch über mehrere Stunden nicht störend wirkt. Mit zugeschaltetem Nebel bleibt die Luft selbst an sehr warmen Tagen angenehm frisch.

Gerade wenn sich das Büro tagsüber zunehmend aufheizt, macht sich der Unterschied zu einem normalen Ventilator deutlich bemerkbar.

Hinzu kommt die geringe Lautstärke. Selbst während Videokonferenzen oder konzentrierter Schreibarbeit fiel der Dreo kaum auf.

Auch nachts angenehm leise

Nicht jeder Ventilator eignet sich für das Schlafzimmer.

Viele Geräte erzeugen entweder ein störendes Brummen oder werden auf höheren Stufen schnell unangenehm laut.

Beim TurboCool 516S ist das erfreulicherweise anders.

Laut Hersteller beginnt die Lautstärke bereits bei rund 20 Dezibel. Im Alltag wirkt das durchaus realistisch. Auf den unteren Stufen ist der Ventilator kaum wahrnehmbar.

Erst mit steigender Geschwindigkeit nimmt natürlich auch die Geräuschkulisse zu. Statt eines unangenehmen Dröhnens entsteht jedoch eher ein gleichmäßiges Rauschen.

Praktisch fand ich außerdem den integrierten Timer. Dadurch lässt sich festlegen, wann sich das Gerät automatisch ausschalten soll. Auch wenn ich ihn nicht ein einziges Mal genutzt habe.

Wer nachts auf die Oszillation verzichtet, profitiert zusätzlich von einem noch leiseren Betrieb, da der Schwenkmechanismus ein leichtes Surren erzeugt. Wirklich störend empfand ich dieses Geräusch allerdings auch tagsüber nicht.

Der Wassertank hält länger als gedacht

Mit 1,3 Litern wirkt der Wassertank zunächst nicht besonders groß.

Im Alltag relativiert sich dieser Eindruck allerdings schnell.

Auf niedrigen Nebelstufen reicht eine Tankfüllung problemlos über viele Stunden hinweg. Laut Hersteller sind bis zu zwölf Stunden möglich.

Auch im Alltag musste ich deutlich seltener Wasser nachfüllen als zunächst erwartet.

Natürlich steigt der Verbrauch mit zunehmender Nebelintensität. Wer dauerhaft im Turbo-Modus arbeitet, leert den Tank entsprechend schneller.

Praktisch ist dabei vor allem der transparente Aufbau. Ein kurzer Blick genügt, um den aktuellen Wasserstand zu erkennen, wenn es aber stark zur Neige geht meldet sich der Ventilator per App bei dir und stellt den Nebel von allein ab.

App, Wartung und Alltag: Wie schlägt sich der Dreo nach mehreren Wochen?

Ein guter erster Eindruck ist schnell gewonnen. Interessant wird es aber erst nach mehreren Tagen oder sogar Wochen im Alltag. Genau deshalb habe ich den Dreo TurboCool 516S nicht nur kurz ausprobiert, sondern über einen längeren Zeitraum regelmäßig genutzt.

Dabei zeigt sich: Viele der positiven Eindrücke bestätigen sich auch im täglichen Einsatz. Ganz ohne Kritikpunkte kommt der Nebelventilator allerdings ebenfalls nicht aus.

Die App macht vieles einfacher

Der Ventilator lässt sich problemlos ausschließlich über das Bedienfeld oder die Fernbedienung nutzen. Wer jedoch alle Funktionen ausschöpfen möchte, sollte die Dreo-App installieren.

Sie entwickelt sich im Alltag schnell zur bevorzugten Steuerzentrale.

Hier lassen sich sämtliche Lüfterstufen und Nebelmodi einstellen, Timer konfigurieren oder individuelle Zeitpläne erstellen. Wer beispielsweise möchte, dass der Ventilator bereits kurz vor Feierabend startet oder sich nachts automatisch ausschaltet, erledigt das mit wenigen Fingertipps.

Darüber hinaus informiert die App über verfügbare Firmware-Updates und ermöglicht es, mehrere Dreo-Geräte gleichzeitig zu verwalten.

Besonders gelungen fand ich die integrierten Diagramme zur Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Die App zeichnet beide Werte über 24 Stunden oder sogar 30 Tage hinweg auf und stellt sie übersichtlich dar. Im Alltag ist das kein Muss, wer sein Raumklima jedoch etwas genauer beobachten möchte, erhält interessante Einblicke.

Zusätzlich unterstützt der TurboCool 516S Amazon Alexa und Google Assistant. Im Test habe ich diese Funktionen zwar nicht genutzt (da ich keines der Geräte von Google oder Amazon besitze), grundsätzlich lässt sich der Ventilator aber auch per Sprachbefehl bedienen.

In-App Menü des Dreo TurboCool
Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für den TurboCool gibt es in der App von Dreo. Foto: Jay Becker / Privat

Reinigung bleibt angenehm unkompliziert

Gerade bei Geräten mit Wasserbehälter stellt sich schnell die Frage, wie aufwendig die Reinigung ausfällt.

Beim TurboCool 516S hält sich der Aufwand erfreulicherweise in Grenzen.

Der Wassertank lässt sich innerhalb weniger Sekunden entnehmen und erneut befüllen. Auch das Lüftergitter sowie die Rotorblätter können mit wenigen Handgriffen zerlegt und unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Die Bedienungsanleitung erklärt sämtliche Schritte bebildert und verständlich.

Der Hersteller empfiehlt, den Wasserbehälter spätestens alle zwei Tage neu zu befüllen und dabei kurz auszuspülen. Zusätzlich sollte der Tank etwa einmal im Monat entkalkt werden, um langfristig Kalkablagerungen zu vermeiden.

Beim Umstellen sollte man vorsichtig sein

Eine kleine Eigenheit fiel mir im Alltag allerdings auf.

Wird der gefüllte Wassertank entnommen oder der Ventilator unmittelbar danach transportiert, verbleibt etwas Restwasser in der Gerätebasis. Dadurch kann beim Anheben oder Kippen vereinzelt Wasser austreten.

Das ist kein gravierendes Problem, dennoch empfiehlt es sich, den Tank vor einem Standortwechsel möglichst zu leeren oder das Gerät aufrecht zu transportieren.

Das Bedienfeld verlangt etwas Eingewöhnung

Die Steuerung direkt am Gerät funktioniert zuverlässig, ist anfangs aber nicht ganz selbsterklärend.

Einige Touchflächen besitzen eine Doppelbelegung und reagieren je nach Tastendruck unterschiedlich. Ohne kurzen Blick in die Bedienungsanleitung dürfte man deshalb nicht jede Funktion sofort finden.

Nach wenigen Tagen spielt dieser Punkt allerdings kaum noch eine Rolle. Ich habe ohnehin überwiegend zur Fernbedienung oder direkt zur App gegriffen und vermute, dass es mir viele Nutzer*innen nachmachen würden.

Die Fernbedienung hätte etwas praktischer sein dürfen

Auch bei der Fernbedienung hätte ich mir eine Kleinigkeit mehr Komfort gewünscht.

Sie funktioniert zuverlässig und liegt angenehm in der Hand. Allerdings besitzt der Ventilator weder eine magnetische Halterung noch ein eigenes Ablagefach.

Dadurch liegt die Fernbedienung im Alltag häufig einfach irgendwo auf dem Schreibtisch oder Wohnzimmertisch herum. Das ist kein großer Kritikpunkt, eine kleine Aufbewahrungsmöglichkeit direkt am Gerät wäre dennoch praktisch gewesen.

Wo die Grenzen des Dreo liegen

So überzeugend der TurboCool 516S im Alltag arbeitet, seine Einsatzbereiche sollte man realistisch einschätzen.

Für kleinere Räume, das Homeoffice oder den direkten Einsatz am Schreibtisch spielt der Nebelventilator seine Stärken hervorragend aus.

Wer dagegen erwartet, dass ein großer Wohnbereich oder ein stark aufgeheiztes Dachgeschoss dauerhaft heruntergekühlt wird, stößt schnell an die physikalischen Grenzen des Geräts.

Gerade bei Außentemperaturen von deutlich über 30 Grad sorgt der feine Nebel zwar weiterhin für ein angenehmeres Frischegefühl auf der Haut, die tatsächliche Raumtemperatur verändert sich dadurch jedoch kaum.

Der TurboCool 516S ersetzt deshalb keine Klimaanlage. Er bietet vielmehr eine deutlich angenehmere Alternative zu klassischen Ventilatoren und kann heiße Sommertage spürbar erträglicher machen.

Überraschend viel Erfrischung in einem kompakten Gerät

Der Dreo TurboCool 516S hat mich im Test positiv überrascht. Auf den ersten Blick wirkt der Ventilator relativ kompakt und unscheinbar. Im Alltag zeigt sich jedoch schnell, dass deutlich mehr in ihm steckt als in einem gewöhnlichen Turmventilator.

Vor allem die Nebelfunktion macht einen größeren Unterschied, als ich zunächst erwartet hatte. Statt lediglich warme Luft im Raum zu verteilen, entsteht eine angenehm frische Brise, die gerade an heißen Sommertagen deutlich angenehmer wirkt. Dass dabei weder Möbel noch Technik feucht werden, spricht für die feine Zerstäubung des Wassers.

Auch der kräftige Luftstrom, die geringe Lautstärke und die komfortable Steuerung über App, Fernbedienung oder Sprachassistent hinterlassen einen überzeugenden Eindruck. Hinzu kommen sinnvolle Komfortfunktionen wie Zeitpläne, automatische Luftfeuchtigkeitsregelung oder die integrierten Raumklima-Auswertungen.

Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte. Die Touch-Bedienung benötigt etwas Eingewöhnung, beim Herausnehmen des Wassertanks kann etwas Restwasser austreten und eine magnetische Halterung für die Fernbedienung hätte ich ebenfalls begrüßt. Wirklich gravierend fallen diese Punkte im Alltag allerdings kaum ins Gewicht.

Ebenso wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung. Der TurboCool 516S ist kein Ersatz für eine Klimaanlage. Wer hofft, einen stark aufgeheizten Wohnraum dauerhaft um mehrere Grad herunterzukühlen, wird enttäuscht sein. Seine Stärken spielt der Nebelventilator vielmehr dort aus, wo Menschen sich tatsächlich aufhalten – am Schreibtisch, neben dem Sofa oder am Bett. Genau dort sorgt der feine Nebel für eine spürbar angenehmere Erfrischung als ein klassischer Ventilator.

Mein persönliches Fazit

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt, wie viel Leistung Dreo aus einem vergleichsweise kompakten Gerät herausholt.

Vor dem Test war ich unsicher, ob die Nebelfunktion wirklich mehr als ein nettes Extra ist. Nach mehreren Wochen Nutzung sehe ich das völlig anders. Gerade an heißen Sommertagen sorgt sie für eine angenehm frische Brise, die sich deutlich von einem herkömmlichen Ventilator unterscheidet. Mittlerweile fällt mir der Unterschied sofort auf, sobald ich den Nebel einmal ausschalte.

Wer allerdings einen großen Wohnraum dauerhaft herunterkühlen möchte, sollte seine Erwartungen etwas zügeln. Dafür ist der TurboCool 516S schlicht nicht ausgelegt. In diesem Fall würde ich eher zum größeren Dreo TurboCool Nebelventilator 765S greifen, den wir ebenfalls bereits in der Redaktion getestet haben.

Wer dagegen im Homeoffice sitzt, im Schlafzimmer besser schlafen möchte oder einfach eine spürbare Erfrischung an heißen Tagen sucht, bekommt hier ein durchdachtes Gesamtpaket. Für mich gehört der Dreo TurboCool 516S inzwischen zu den interessantesten Ventilatoren, die ich bislang ausprobiert habe.

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