SteelSeries Arctis Nova Pro Omni im Test: Das spannendste Gaming-Headset 2026?
Mit dem neuen Arctis Nova Pro Omni verspricht Steelseries erstklassigen Klang, aktives Noise Cancelling, nahezu unbegrenzte Akkulaufzeit und die gleichzeitige Verbindung mit bis zu vier Geräten. Wir verraten, ob das Premium-Gaming-Headset diese Erwartungen erfüllen kann.
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Der Markt für Gaming-Headsets wächst seit Jahren kontinuierlich. Während sich viele Modelle inzwischen vor allem über kleine Verbesserungen bei Klang oder Mikrofon voneinander unterscheiden, versucht SteelSeries mit dem Arctis Nova Pro Omni einen anderen Weg einzuschlagen. Statt sich ausschließlich auf Gamer zu konzentrieren, versteht sich das neue Premium-Headset als universeller Begleiter für den gesamten digitalen Alltag.
Ob Gaming am PC, ein Anruf über das Smartphone, Musik während der Arbeit oder eine spontane Runde auf der Konsole – all das soll ohne Umstecken oder erneutes Koppeln funktionieren. Möglich macht das eine komplett neue GameHub-Basisstation, die mehrere Geräte gleichzeitig verwaltet und zahlreiche Einstellungen direkt am Schreibtisch ermöglicht.
Dazu kommen aktives Noise Cancelling, wechselbare Akkus, umfangreiche Softwarefunktionen und eine Klangabstimmung, die insbesondere Fans kompetitiver Shooter ansprechen soll. Im Test stellt sich deshalb schnell die entscheidende Frage: Kann das Arctis Nova Pro Omni seinen Premiumpreis tatsächlich rechtfertigen?
SteelSeries Arctis Nova Pro Omni: Technische Daten im Überblick

Schon das Datenblatt macht deutlich, dass SteelSeries hier nicht im klassischen Gaming-Mittelklasse-Segment mitspielen möchte. Das Nova Pro Omni kombiniert moderne Funktechnik, hochwertige Audiokomponenten und zahlreiche Komfortfunktionen in einem einzigen Headset.
Zu den wichtigsten Eckdaten gehören:
40-mm-Neodym-Treiber
Frequenzbereich von 10 bis 40.000 Hz
Active Noise Cancelling (ANC)
Transparenzmodus
Bluetooth 5.3 inklusive LE Audio
2,4-GHz-Funkverbindung
Verbindung mit bis zu vier Geräten gleichzeitig
GameHub mit OLED-Display
Zwei wechselbare Akkus (Infinite Power System)
Kompatibel mit PC, PS5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch, Switch 2, Mac, Android und iPhone
Gewicht: 339 Gramm
Bereits auf dem Papier fällt auf, dass SteelSeries den Fokus klar auf Vielnutzer:innen legt. Wer regelmäßig zwischen mehreren Plattformen wechselt, dürfte viele dieser Funktionen täglich nutzen.
Design und Verarbeitung: Angenehm dezent statt übertrieben verspielt
Während viele Gaming-Headsets mit RGB-Beleuchtung, aggressiven Formen oder futuristischen Designs Aufmerksamkeit erzeugen wollen, setzt SteelSeries bewusst auf Zurückhaltung. Das Nova Pro Omni wirkt angenehm schlicht und macht dadurch nicht nur am Gaming-PC, sondern auch im Homeoffice oder bei Videokonferenzen eine gute Figur.
Obwohl überwiegend Kunststoff verwendet wird, vermittelt das Headset einen hochwertigen Eindruck. Nichts knarzt oder wirkt instabil, der Metallbügel sorgt zusätzlich für Stabilität und die Verarbeitung bewegt sich insgesamt auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig bleibt das Gewicht mit 339 Gramm erfreulich moderat.
Besonders gelungen ist erneut das bekannte Ski-Goggle-Kopfband von SteelSeries. Das flexible Innenband verteilt den Druck gleichmäßig über den gesamten Kopf und verhindert unangenehme Druckstellen selbst bei längeren Gaming-Sessions. Zusammen mit den angenehm weichen Kunstleder-Ohrpolstern gehört das Nova Pro Omni zu den komfortabelsten geschlossenen Gaming-Headsets, die wir bislang ausprobiert haben.
Zwar speichern Kunstlederpolster naturgemäß etwas mehr Wärme als Stoffbezüge, im Alltag hielt sich dieser Effekt jedoch in Grenzen. Selbst nach mehreren Stunden wurde das Headset zwar spürbar warm, aber nie unangenehm heiß.
GameHub: Dieses Feature macht den größten Unterschied

Das eigentliche Highlight des Arctis Nova Pro Omni sitzt allerdings gar nicht auf dem Kopf, sondern auf dem Schreibtisch. Mit der neuen GameHub-Basisstation liefert SteelSeries weit mehr als einen klassischen USB-Dongle mit.
Über das integrierte OLED-Display lassen sich Lautstärke, Equalizer, Mikrofoneinstellungen, ANC, Transparenzmodus oder Eingangsquellen direkt steuern, ohne jedes Mal die Software öffnen zu müssen. Die Bedienung gelingt über einen Drehregler und einen zusätzlichen Touch-Button angenehm intuitiv. Nach kurzer Eingewöhnung landet man nur noch selten in der Windows-Software.
Noch wichtiger ist allerdings die enorme Anschlussvielfalt. Der GameHub kann gleichzeitig mehrere Geräte verwalten. PC, PlayStation, Xbox, Smartphone oder weitere Audioquellen bleiben dauerhaft verbunden und müssen nicht ständig neu gekoppelt werden. Gerade für Nutzer:innen, die regelmäßig zwischen verschiedenen Plattformen wechseln, spart das im Alltag erstaunlich viel Zeit und Nerven.
Bis zu vier Geräte gleichzeitig? Im Alltag überraschend praktisch
Genau hier hebt sich das Nova Pro Omni von nahezu allen Konkurrenten ab. Während viele Headsets maximal Bluetooth und eine Funkverbindung gleichzeitig erlauben, verwaltet SteelSeries bis zu vier Audioquellen parallel.
So kann beispielsweise auf dem Gaming-PC gespielt werden, während gleichzeitig Anrufe über das Smartphone eingehen und eine weitere Konsole dauerhaft angeschlossen bleibt. Sämtliche Lautstärken lassen sich separat regeln, wodurch keine Audioquelle die andere überlagert.
Besonders erfreulich: Selbst bei mehreren gleichzeitig aktiven Verbindungen konnten wir keine hörbaren Qualitätseinbußen feststellen. Die Umschaltung funktioniert schnell und zuverlässig, ohne dass ständig neue Bluetooth-Verbindungen aufgebaut werden müssen.
Klangqualität: Eine echte Waffe für Shooter-Fans

Beim Klang verfolgt SteelSeries eine klare Philosophie. Das Nova Pro Omni soll vor allem dort glänzen, wo jede Millisekunde zählt: in kompetitiven Multiplayer-Spielen.
Und genau das gelingt beeindruckend gut. Vor allem in Shootern wie Counter-Strike 2, Valorant, Call of Duty oder Battlefield 6 überzeugt das Headset mit einer exzellenten räumlichen Ortung. Schritte, Nachladegeräusche oder entfernte Schüsse lassen sich äußerst präzise lokalisieren. Auch Entfernungen wirken glaubwürdig und einzelne Klangquellen bleiben selbst in hektischen Gefechten sauber voneinander getrennt.
Gerade ambitionierte Multiplayer-Spieler:innen profitieren davon enorm. Das Klangbild vermittelt jederzeit eine sehr gute Übersicht über das Geschehen und verschafft im Zweifel sogar kleine spielerische Vorteile.
Bei Singleplayer-Spielen zeigt sich das Nova Pro Omni ebenfalls stark. Explosionen besitzen ordentlich Druck, Umgebungsgeräusche wirken räumlich und Dialoge bleiben stets gut verständlich. Das Klangbild wirkt insgesamt dynamisch und angenehm detailliert.
Musik und Filme: Gut, aber nicht perfekt abgestimmt
Für Musik fällt das Urteil etwas differenzierter aus. SteelSeries hat die Höhen werkseitig recht deutlich angehoben. Dadurch wirken Stimmen zwar ausgesprochen klar und Details treten stärker hervor, gleichzeitig können Zischlaute bei längeren Hörsessions etwas anstrengend werden.
Zum Glück lässt sich dieses Verhalten sehr einfach korrigieren. Die SteelSeries-GG-Software bietet einen der umfangreichsten Equalizer überhaupt. Bereits kleine Anpassungen im Hochtonbereich sorgen für einen deutlich ausgewogeneren Klang, wodurch sich das Headset anschließend auch für Musik und Filme hervorragend eignet. Neben frei konfigurierbaren Equalizern stehen zahlreiche speziell auf einzelne Spiele abgestimmte Klangprofile bereit. So lassen sich beispielsweise Schritte in Counter-Strike 2 oder Valorant gezielt hervorheben, während andere Presets stärker auf ein cineastisches Klangbild setzen.
Darüber hinaus können Mikrofon, Sidetone, ANC, Energiesparfunktionen und sämtliche Audioquellen individuell angepasst werden. Die Vielzahl an Optionen wirkt anfangs zwar etwas überwältigend, nach kurzer Eingewöhnung möchte man diese Flexibilität allerdings nicht mehr missen. Wer bereit ist, sich wenige Minuten mit den Klangprofilen zu beschäftigen, erhält dadurch ein deutlich vielseitigeres Headset als es die Werkseinstellungen zunächst vermuten lassen.
Mikrofon: Für Discord hervorragend, für Streaming nur solide

Das ausziehbare ClearCast-Pro-Mikrofon liefert eine insgesamt gute Sprachqualität. Stimmen werden klar übertragen und bleiben auch in hektischen Spielsituationen jederzeit verständlich.
Besonders die integrierte KI-Rauschunterdrückung arbeitet effektiv. Tastaturgeräusche, Lüfter oder andere Hintergrundgeräusche werden zuverlässig herausgefiltert. Dafür klingt die Stimme teilweise etwas künstlich und leicht komprimiert.
Für Discord, Teams oder den Ingame-Chat reicht die Qualität vollkommen aus. Wer regelmäßig streamt oder professionelle Sprachaufnahmen erstellen möchte, wird allerdings weiterhin zu einem separaten USB- oder XLR-Mikrofon greifen.
ANC überzeugt auch außerhalb des Gaming-Zimmers
Aktives Noise Cancelling gehört mittlerweile zwar bei immer mehr Gaming-Headsets zur Ausstattung, doch SteelSeries setzt die Technik besonders überzeugend um.
Konstante Hintergrundgeräusche wie Klimaanlagen, PC-Lüfter oder Straßenverkehr werden zuverlässig reduziert und verschwinden während des Spielens oder Musikhörens nahezu vollständig. Stimmen dringen zwar weiterhin teilweise durch, wirken aber deutlich gedämpfter als ohne ANC.
Praktisch ist außerdem der Transparenzmodus. Wer beispielsweise kurz mit Familienmitgliedern sprechen oder die Türklingel hören möchte, kann Umgebungsgeräusche per Knopfdruck wieder stärker wahrnehmen, ohne das Headset abnehmen zu müssen.
Akku: Ein Konzept, das andere Hersteller kopieren sollten

Eine der cleversten Ideen steckt im sogenannten Infinite Power System. Statt einen fest verbauten Akku zu verwenden, liefert SteelSeries zwei Wechselakkus mit.
Während einer im Headset steckt, lädt der zweite automatisch in der GameHub-Basisstation. Ist der erste leer, wird er innerhalb weniger Sekunden ausgetauscht und das Headset kann praktisch ohne Ladepause weiter genutzt werden.
Lediglich beim Batteriewechsel startet das Gerät kurz neu. Dieser kleine Nachteil fällt angesichts des enormen Komfortgewinns jedoch kaum ins Gewicht. Wer täglich viele Stunden spielt oder arbeitet, wird dieses System schnell zu schätzen wissen.
Schwächen: Nicht alles gelingt perfekt
Trotz des insgesamt hervorragenden Eindrucks bleibt das Nova Pro Omni nicht frei von Kritik. Die werkseitige Klangabstimmung dürfte Musikfans zunächst etwas zu höhenbetont erscheinen und verlangt nach einer kurzen Anpassung im Equalizer.
Auch das Mikrofon überzeugt zwar im Alltag, erreicht klanglich aber nicht das Niveau dedizierter Streaming-Mikrofone. Zudem fehlt trotz vorhandenem Anschluss ein 3,5-mm-Kabel im Lieferumfang.
Der größte Kritikpunkt bleibt allerdings der Preis. Rund 400 Euro sind eine stolze Investition und richten sich klar an Enthusiasten oder Nutzer:innen, die den enormen Funktionsumfang tatsächlich regelmäßig ausschöpfen.
Unser ehrliches Testfazit
Das SteelSeries Arctis Nova Pro Omni gehört ohne Zweifel zu den spannendsten Gaming-Headsets des Jahres 2026. Statt lediglich guten Klang zu liefern, kombiniert SteelSeries nahezu alle Komfortfunktionen, die man sich im Alltag wünschen kann: mehrere gleichzeitige Verbindungen, eine hervorragend durchdachte GameHub-Basisstation, starkes Active Noise Cancelling und ein Akkusystem, das Ladepausen praktisch überflüssig macht.
Vor allem Spieler:innen, die regelmäßig zwischen PC, Konsole und Smartphone wechseln, profitieren von diesem Konzept enorm. Hinzu kommen der hohe Tragekomfort und eine ausgezeichnete räumliche Klangdarstellung, die insbesondere Shooter-Fans begeistern dürfte.
Ganz perfekt ist das Gesamtpaket zwar nicht. Die Höhen wirken ab Werk etwas zu präsent, das Mikrofon klingt lediglich ordentlich und der hohe Preis dürfte viele Interessenten zunächst abschrecken. Wer jedoch bereit ist, diesen Betrag zu investieren, erhält eines der vielseitigsten und komfortabelsten Gaming-Headsets, die aktuell erhältlich sind.
Hinweis der Redaktion: Das Testgerät wurde uns von SteelSeries für den Test zur Verfügung gestellt.







