Gaming

"Destiny 2": Test zur Fortsetzung des Sci-Fi-Shooters auf PS4

Mit Destiny erschuffen die Macher von "Halo" einen der wohl meist diskutierten Shooter der vergangenen Jahre. Stellt "Destiny 2“ Fans und Neueinsteiger zufrieden?

Destiny 2 Cover
Kann Bungie mit "Destiny 2" den erfolgreichen Vorgänger noch einmal übertrumpfen? Foto: Activision

Das Abenteuer geht weiter. Kaum ein Spiel wurde Ende des Sommers mit so großer Spannung erwartet wie „Destiny 2“ von Bungie. Wir haben die Fortsetzung des erfolgreichen Shooters fleißig gezockt und verraten euch, was Fans und Neueinsteiger erwartet?

Destiny 2 Bungie
Viel Action und viel Atmosphäre bei "Destiny 2"          Activision Foto: Activision

Destiny 2: Worum geht’s?

Der Kampf ist verloren. "Destiny 2" beginnt mit einer gigantischen Schlachtsequenz, in der die Kabale das Herzstück der Zivilisation zerstören. Der Fall des Turms raubt den „Guardians“ ihre eigentlichen Fähigkeiten. Doch der Spieler steuert einen Auserwählten, der sich immer noch über seine Superkräfte freuen darf – und auf den die Hoffnung aller „Guardians“ und Überlebenden der brutalen Attacke ruht.

Die spannende Ausgangslage ist der Startschuss für eine deutlich abwechslungsreichere und umfangreichere Solo-Kampagne als im Vorgänger. Wie zuvor bereisen wir verschiedene Planeten des Sonnensystem, um Verbündete zu rekrutieren und zu erreichen oder aber eine Verteidigungslinie gegen die feindlichen Angriffe zu bilden. Zwar ist das Szenario aus Gut-gegen-Böse altgedient, doch immer wieder überraschen uns neue Wendungen in der gut erzählten und vor allem toll inszenierten Geschichte.

Destiny 2: Wie spielt es sich?

Die Fortsetzung von Destiny baut auf ähnlichen Spiele-Mechanismen wie der Vorgänger – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Großartig fällt wieder einmal die Shooter-Mechanik aus: Sowohl die verschiedenen Waffen-Arten als auch die Steuerung der unterschiedlichen Klassen fühlen sich auch mit Gamepad super an. Erfreulich sind auch die neuen Subklassen, wie bspw. die Dämmerklinge des Warlocks, die noch einmal etwas Abwechslung in den „Guardian“-Alltag bringen.

Besonders die deutlich verbesserten Abenteuer-Missionen bereichern die Singleplayer-Kampagne enorm. Daneben haben Spieler natürlich aber auch die Möglichkeiten sich in der vermeintlichen Open World der einzelnen Planeten auszutoben und per Patrouillenaufträge, Public Events oder auf der Suche nach geheimen Dungeons fleißig auf Leveljagd zu gehen. Denn nur, wenn das eigene Ausrüstungslevel die magische Stufe von 260 erreicht, können Spieler an den Endgame-Missionen bzw. beim wöchentlichen Dämmerungsstrike teilnehmen. Um den Maximal-Level von 350 zu erreichen, müssen Shooter-Fans allerdings noch gänzlich andere Hürden, wie bspw. die PVP-Meilensteine, meistern.

Destiny 2 Location
Eine der vielen neuen Planeten und Locations in "Destiny 2"          Activision Foto: Activision

Destiny 2: Was ist gut

Bungie hat viele Schwächen des Vorgängers ausgemerzt: Besonders das Gesamtpaket von „Destiny 2“ kann überzeugen. Singeplayer-Spieler dürfen sich über eine bessere und deutlich motivierende Kampagne freuen, während PVP- und MMO-Fans mit grandiosen Raids und einem spannenden Endgame motiviert werden. Generell kann man wieder zig Stunden in der Welt von „Destiny 2“ verbringen ohne das einem langweilig wird. Die Shooter-Mechanik ist grandios. Und auch die Atmosphäre sowie die butterweiche Präsentation wissen zu gefallen.

Destiny 2: Was ist enttäuschend?

Generell unterscheidet sich „Destiny 2“ in vielen Punkten kaum von seinem Vorgänger und beweist nur selten den Mut neue Wege zu gehen. Zwar macht das Spiel aufgrund seines Loot-Systems und der Abwechslung grundsätzlich viel Spaß, doch aufgrund seiner Fragmentiertheit fehlt einfach das immersive Erlebnis wie in anderen Shootern. Neulingen wird der Einstieg in die Welt von Destiny daneben ziemlich schwer gemacht, so dass viele angesichts fehlender Erläuterungen womöglich frustriert aus der Welt des Sci-Fi-Epos fliehen.

Destiny 2: Fazit

Destiny 2 ist ein in fast jeder Hinsicht verbesserter Multiplayer-Shooter: Besonders die Kampagne und die tolle Inszenierung sind ein deutlicher Quantensprung gegenüber dem Vorgänger. Ansonsten setzt der Shooter auf altbewährtes und zeigt nur wenig Mut für Neues: Im Gesamtpaket kann „Destiny 2“ zwar viele Stunden großen Zocker-Spaß bereiten (besonders im Team), doch ein wenig mehr Immersion und Spieletiefe hätten wir uns dennoch gewünscht.

Destiny 2 ist seit dem 06. September 2017 auf PS4 und Xbox One erhältlich und erscheint am 24. Oktober 2017 für den PC.

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