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„You“ Staffel 5: Ende erklärt — bekommt Joe seine gerechte Strafe?

Am 24. April geht „You“ in seine fünfte und finale Runde. Wie endet die Geschichte rund um den obsessiven Joe, Kate und Co.?

You Staffel 5
Wie endet Joes Geschichte? Foto: NETFLIX

Joe Goldberg hat in den vergangenen Staffeln von „You“ gemordet, manipuliert und Leben ruiniert. Muss er jetzt endlich die Konsequenzen tragen?

„You“ Staffel 5: Gefängnis als gerechte Strafe für Joe?

Achtung, Spoiler! Dieser Text enthält Informationen zum Serienfinale von „You“.

Nach dem Chaos in New York fliehen Joe Goldberg (Penn Badgley) und Bronte (Madeline Brewer) gemeinsam in eine neue Zukunft. Doch was wie ein Neuanfang wirkt, ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn während Joe davon träumt, alles hinter sich zu lassen, hat Bronte ihre eigenen Pläne. In ihrer Fantasie erschießt sie Joe, ein erster Hinweis darauf, dass sie ihm nicht vertraut. Ihre Gefühle sind widersprüchlich: Sie ringt mit sich selbst, nutzt jedoch die Beziehung zu Joe vor allem, um die Wahrheit über den Tod von Guinevere Beck (Elizabeth Lail) herauszufinden.

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Währendessen plant dieser Henry (Frankie DeMaio) zu entführen und dann mit ihm und Bronte nach Kanada zu fliehen. Als das Pärchen sich in einem luxuriösen Anwesen in den Wäldern eine Pause gönnt, versucht Joe, Bronte körperlich näherzukommen. Als sie ihn zurückweist, wittert er Gefahr. Doch sie reagiert schnell – sie lenkt ihn mit einem Kuss ab und behauptet, ihr Atem sei schuld gewesen. Ein gemeinsamer Ausflug über den Fluss soll dann Nähe schaffen. Doch nach der Rückkehr ist es so weit: Bronte zieht eine Waffe und verlangt Antworten. Sie will wissen, was mit Beck geschehen ist – und diesmal meint sie es ernst.

Bevor Joe sich erklären kann, klingelt das Handy. Am anderen Ende: Henry. Was zunächst wie eine zufällige Unterbrechung wirkt, entpuppt sich als Falle. Henry - der von der Polizei umgeben ist - spricht über seine Angst vor Monstern und darüber, wie Joe ihm immer erklärte, dass es keine gäbe. Dann offenbart er jedoch, dass Joe das Monster sei und legt auf.

Dieser Moment bricht etwas in Joe. Er versucht, Bronte zur Vernunft zu bringen, sie von seiner Menschlichkeit zu überzeugen. Doch ihre Entscheidung steht fest: Sie will ihn aufhalten – dauerhaft. Joe greift Bronte an, die im Verlauf des Kampfes angeschossen wird und flieht. Doch Joe holt sie ein – und ertränkt sie. Nur wenige Sekunden später trifft dann die Polizei ein. Joes Welt bricht zusammen und es scheint, als sei jetzt alles aus und vorbei. Er versucht zu fliehen und steht dann plötzlich einer sehr lebendigen Bronte gegenüber. Er bittet sie, in einem letzten Akt der Verzweiflung, ihn zu töten. Bronte drückt auch tatsächlich ab - schießt ihm aber nur in die Weichteile. Kurz darauf trifft die Polizei ein und nimmt beide fest. In der nächsten Szene sehen wir Joe in Handschellen. Der Prozess ist kurz – und endgültig: lebenslange Haft ohne Aussicht auf Bewährung. Endlich scheint Gerechtigkeit zu siegen.

Während Joe seine Zeit im Gefängnis absitzt, versuchen Bronte und andere Überlebende, darunter Nadia (Amy-Leigh Hickman), sich ein neues Leben aufzubauen. Für sie ist es schließlich das Ende eines Albtraums. Im Gefängnis zeigt Joe wenig Reue. Stattdessen philosophiert er über die Gesellschaft, die ihn „geformt“ habe. Die Schuld läge nicht bei ihm – sondern bei einer Welt, die ihn gezwungen habe, so zu handeln. Joe bleibt sich also bis zum Schluss treu: manipulativ, narzisstisch und unfähig zur Selbstreflexion.

Am Ende erreicht Brief den obsessiven Stalker. Die Absenderin: Eine gewisse Belinda. Sie schreibt, dass sie ihm glaube, gewisse Dinge mit ihm anstellen und von ihm kontrolliert werden wolle. Ein schauriger Hinweis darauf, dass Joe trotz all seiner Gräueltaten von gewissen Menschen nicht als Monster, sondern sogar als Vorbild gesehen wird.

Hat Joe also seine gerechte Strafe erhalten?

Rein rechtlich: ja. Joe sitzt lebenslang – ohne jede Chance auf Bewährung. Joe ist allerdings nicht in der Lage dazu, Reue oder auch nur etwas Empathie für seine Opfer zu empfinden, weshalb die Zeit im Gefängnis ihn eher langweilt als eine Lektion lehrt. Durch den Brief von Belinda sehen wir auch, dass seine manipulative Macht weiterlebt und Joe auch immer Gefängnis immer noch ein Thema in der Außenwelt ist - eine Tatsache, die ihm wohl sehr gefallen sollte.

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