Yasin Mohamed: Alle Details zum Vergewaltigungs-Prozess und was der Produktion vorgeworfen wird
Hat Yasin Mohamed nach dem Dreh von „Love Island VIP“ seine TV-Kollegin vergewaltigt? Jetzt steht er vor Gericht.

Seit Ende vergangener Woche muss sich Reality-Star und Ex-Basketballer Yasin Mohamed vor dem Münchner Amtsgericht verantworten. Dem 35-Jährigen wird vorgeworfen, nach dem Dreh von „Love Island VIP“ 2024 in einem Hotelzimmer in Griechenland seine Show-Kollegin Sophie Imelmann vergewaltigt zu haben. Yasin bestreitet den Übergriff. Nun wird vor Gericht auch diskutiert, welche Rolle die Produktion der Show in dem Fall gespielt haben könnte. Nahmen Verantwortliche Einfluss?
Yasin Mohamed bestreitet Übergriff
Zum Prozessauftakt am Freitag erschien Yasin mit seinem Anwalt vor Gericht. Er selbst äußerte sich beim Prozess bislang nicht, doch seine Verteidiger erklärten, dass alle Zärtlichkeiten „im gemeinsamen Einvernehmen“ geschehen seien. „Unser Mandant respektierte den Wunsch, keinen Geschlechtsverkehr zu vollziehen“, stellten sie klar.
Sophie Imelmann hingegen behauptete, Yasin Mohamed habe ihr Nein zweimal in der besagten Nacht in Griechenland im Juli 2024 missachtet. Im Dezember desselben Jahres erstattete sie dann Anzeige.
Heimliche Audioaufnahme sorgt für Wirbel
Im Prozess sorgt nun auch eine Audioaufnahme für Aufsehen, die Imelmann heimlich erstellt haben soll. Dabei geht es um ein Telefonat zwischen ihr selbst, Yasin sowie einer Verantwortlichen des TV-Teams und einem Psychologen, der extra für „Love Island VIP“ abgestellt worden war.
Vor Gericht wurde der verschriftlichte Mitschnitt verlesen, in dem es um die besagte Nacht in dem Hotelzimmer ging. Yasin Mohamed soll dabei schockiert auf die Vorwürfe reagiert und erklärt haben, man müsse „das im Detail klären“. Die beiden Reality-Stars sollen nackt im Bett gelegen haben, dabei soll es zu Zärtlichkeiten gekommen sein, die auch von Sophie Imelmann ausgegangen seien. „Du fandest das auch geil“, erklärte Yasin Mohamed dazu, und es soll zum Sex gekommen sein. Der ehemalige „Köln 50667“-Star soll jedoch erklärt haben, dass sie das nicht „dauerhaft gemacht“ habe, es sei „nur kurz“ gewesen.
Übte die „Love Island VIP“-Produktion Druck aus?
Besonders spannend könnte auch die Rolle der Produktion in der Angelegenheit gewesen sein. Die Polizistin, die damals die Anzeige aufgenommen hatte, wurde am Freitag als Zeugin gehört. Sie berichtete auch von Geschehnissen hinter den Kulissen. Demnach soll Sophie Imelmann Yasin „nie richtig gut“ gefunden haben. Stattdessen soll sie „von der Produktion unter Druck gesetzt“ worden sein, „sich darauf einzulassen“.
Eine Verantwortliche des Drehteams hingegen mutmaßte in einer Vernehmung, die vor Gericht ebenfalls verlesen wurde: „Ich habe das Gefühl, dass sie (Imelmann, Anm. d. Red.) sich irgendwo verloren hat zwischen Liebeskummer und verletztem Stolz.“
Sophie Imelmann selbst muss bislang nicht als Zeugin vor Gericht erscheinen. Um ihr eine Vernehmung zu ersparen, wurde eine frühere Videovernehmung der Schauspielerin beim Prozess abgespielt.
Ein Urteil in dem Fall soll Mitte Oktober fallen.







