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Das kommt

Fernseher auf Rollen: Für Sofa, Bett und Abstellkammer

Auf einem Standfuß und mit Akku – die ersten Fernseher lassen sich durch die Wohnung rollen. LG und Samsung haben erste Geräte.

Mobiler Fernseher LG StanbyME 2 Max im Wohnzimmer
Der mobile Fernseher LG StanbyME 2 Max macht sich gut vorm Sofa. Auf fünf Rollen verschwindet er auch schnell im Schlafzimmer. Foto: LG / PR

Der beste Platz für einen Fernseher im Wohnzimmer? Möglichst groß und zentral vor dem Sofa! Doch im Anschluss an den Kinoabend sollte die Kiste gefälligst wieder verschwinden, und zwar ganz. So einfach ist das jedoch nicht.

Kompromisse sind selten gut: Displays, die im Möbel verschwinden, kennt man aus dem Hotel. Da sollten sie auch bleiben. Samsungs The Frame, womöglich mit einem van Gogh darauf oder Werbung, auch nicht schön. Vielleicht ein Display am Schwenkarm? Das wäre dann ebenfalls Hotel-Style, in der Budget-Version.

Was ich in meiner Wohnung brauche

Das wäre alles keine Lösung für mich: Ich will das Gerät nicht im Blickfeld haben, wenn ich auf dem Sofa liege und in einem Buch schmökere. Doch ich möchte es einfach ins Schlafzimmer mitnehmen können, ohne Kabel quer durch die Wohnung ziehen zu müssen.

Das sind übrigens dieselben Kriterien, die ich bei meinem Test des Highend-Ventilators Meaco Sefte 10 Pro zugrunde gelegt habe. Der hat einen Standfuß, in dem sich ein Akku versteckt.

Die Laufzeit des mobilen Fernsehers müsste für einen Spielfilm mit Überlänge reichen oder für mehrere Folgen der neuen Serie. Um für den nächsten Film Energie zu laden, müsste ich ihn zwischendurch mal kurz vor der Steckdose parken, mit Betonung auf "kurz".

Schick müsste er vor dem Sofa aussehen, aber auch schick in der Ecke. Nicht zu schwer beim Tragen oder Rollen. Und die richtige Höhe haben, um bequem schauen zu können, wenn ich auf dem Sofa sitze oder liege. Und auch im Bett.

Der LG StanbyME 2 Max macht es vor

Der LG StanbyME 2 Max soll diese Ansprüche erfüllen. Im Frühjahr bereits angekündigt, wurde er zur IFA 2026 nochmals ins Rampenlicht geschoben. Ab Oktober soll er dann laut LG auch zu kaufen sein – für 1.599 Euro. Andere Hersteller werden folgen. Es wird Auswahl geben. Ich sehe hier eine neue Produktkategorie heranwachsen.

Der mobile LG-Fernseher hat im Standfuß (42 cm Durchmesser) fünf Rollen integriert. Das Gerät muss nicht gekippt werden, die 20,3 Kilogramm (Panel + Standfuß) werden einfach so durchs Zimmer gerollt. Auf Hartböden soll das unkompliziert gehen. Eine Bremse oder einen Feststeller habe ich nicht dokumentiert gefunden.

Die Idee finde ich gut, bin aber gespannt, wie unkompliziert das Navigieren dann tatsächlich geht. Zumal auf kleinem Raum und mit hohen Teppichen.

Mobiler Fernseher LG StanbyME 2 Max im Schlaf- und im Hotelzimmer
Der mobile Fernseher LG StanbyME 2 Max ist schnell ins Schlafzimmer gefahren. Vom Standabfuß abgenommen kann er auch mit optionalem Zubehör von allein stehen. Foto: LG / PR

Den Bildschirm kannst du mit 5,6 Kilogramm ohne viel Aufwand vom Ständer nehmen und wie ein Tablet aufstellen – allerdings nur mit Zubehör: Den One Click Stand oder den Strap gibt es gegen Aufpreis. Faszinierend finde ich die Option, das Display flach auf den Tisch zu legen und wie an einem Brettspiel drumherum zu sitzen. Es handelt sich um einen Touchscreen.

Am Standfuß kannst du den LG StanbyME 2 Max auch ins Hochformat drehen und deinen Instagram-Feed lässig auf dem Sofa liegend mit dem Finger durchscrollen.

Und die technischen Werte?

Das Drumherum mit Standfuß auf Rollen ist (relativ) neu. Doch was kann das Bild? Der LCD-Bildschirm misst 32 Zoll in der Diagonalen. Für ein mobiles Gerät auf einem Standfuß ist das nicht gerade klein. Größer muss es auch gar nicht sein, da das Portable Display nahe an Sofa oder Bett herangefahren wird.

Die 4K-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln ist angemessen. Der hohe Kontrastumfang per HLG, HDR10 oder Dolby Vision ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Der LG StanbyME 2 Max ist also kein Design-Gimmick, das nur hübsch aussieht, es bietet auch gute Werte.

Der LG-Smart-TV läuft unter webOS und bringt damit auch die üblichen Streaming-Apps wie Netflix, Prime Video oder Disney+ mit. Per USB-C oder HDMI kannst du einen Laptop anschließen und das Display auch nur als Monitor nutzen.

Ebenfalls über USB-C wird es geladen. Entweder direkt am Gerät oder über den Standfuß. Der Akku ermöglicht eine Laufzeit von gut vier Stunden im Energiesparmodus.

Einzige vorab erkennbare Schwachstelle: Die integrierten Lautsprecher sollen 11.1.2-Kanal-Sound "simulieren" können. Das hört sich für mich jetzt nicht nach der besten Leistung an. Am Ständer lässt sich jedoch ein separater Lautsprecher anbringen, der aber zusätzlich gekauft werden muss. Immerhin gibt es Support für Dolby Atmos.

Die Alternative: Der Samsung Movingstyle

Samsung verfolgt mit dem Movingstyle ein ähnliches Konzept, liefert in Deutschland aber nur das kleinere Modell mit 27 Zoll aus. In den USA werden auch 32 Zoll und 43 Zoll angeboten, allerdings ohne Akku.

Samsung Movingstyle
Der Samsung Movingstyle hat einen Griff integriert, der auch ein Standfuß ist. Foto: Samsung / PR

Der Touchscreen des Samsung Movingstyle lässt sich horizontal wie vertikal nutzen – wie ein Riesen-Tablet. Doch mit der QHD-Auflösung von 2.560 × 1.440 Bildpunkten bietet er auch weniger Bild.

Der kleinere Samsung wiegt rund 5 Kilogramm mehr, wird genauso auf Rollen navigiert, sieht jedoch mit dem Griff, der oben herausragt und auch der Kickstand ist, seltsam aus. Auch hier ist das Display abnehmbar. Anders als der LG hat es aber einen kleinen Schwenkarm, der eine Veränderung in der Höhe von rund 21 Zentimetern ermöglicht.

Fazit: Der kleinere Samsung Movingstyle ist mobiler beim Tragen, weil er einen Griff hat und schmaler ist, jedoch schwerer beim Rollen. Der LG StanbyME 2 Max ist technisch das bessere Gerät.

Bester 32 Zoll Fernseher - Foto: iStock/in4mal
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